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Pardo 2010 | Isild le Besco

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Pardo 2010 | Isild le Besco

Spätestens seit 1999 (La Puce) ist Isild Le Besco in Frankreich eine bekannte Jungschauspielerin. Sie kehrt mit dem Film «Au Fond des Bois» von Benoît Jacquet am 4. August auf die Leinwand der Piazza Grande zurück. Der Film feiert hier seine Welturaufführung. Somit wird das Festival mit Sinnlichkeit und Jugendfrische eröffnet.

Isild Le Besco (* 22. November 1982 in Paris) ist eine französische Filmschauspielerin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin. Ihre Mutter, die französische Schauspielerin, Architektin und Autorin Catherine Belkhodja, ist algerisch-kabylischer Abstammung. Wie auch ihr Vater, Linguist und klassischer Gitarrist, bekennt sich Isild Le Besco dazu, dem bretonischen Volk anzugehören. Sie wuchs zweisprachig auf (französisch und bretonisch). Ihre Großmutter väterlicherseits ist Vietnamesin. Schauspielerisch tätig sind auch ihre Schwester Maïwenn Le Besco, ihr Halbbruder Kolia Litscher, ihre Halbschwester Léonor Graser und ihre Nichte Shana Besson (* 1993, Tochter von Maïwenn Le Besco und Luc Besson). Ihr Bruder Jowan Le Besco ist Schauspieler, Kameramann und Regisseur.

Laufbahn Ihren ersten Filmauftritt hatte Isild Le Besco im Alter von acht Jahren zusammen mit ihrer Schwester Maïwenn im Film Lacenaire (1990). Von 1997 bis 2006 spielte sie in etwa 30 Kino- und Fernsehfilmen mit.
Den großen Durchbruch als Schauspielerin schaffte sie mit La Puce (gedreht 1998, uraufgeführt 1999, Regie: Emmanuelle Bercot). Darin spielt sie (im wirklichen Leben 15 Jahre alt) ein 14-jähriges Mädchen, das von einem Mann um die 40 umworben wird und nach anfänglicher Ablehnung schließlich ihre ersten sexuellen Erfahrungen mit ihm erlebt. La Puce gewann 1999 auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes den 2. Preis in der Kategorie Cinéfondation. Im März 2005 wurde der Film im deutsch-französischen Fernsehkanal ARTE gezeigt, in deutscher Fassung unter dem Titel Kleines Herz, und so erstmals dem deutschen Publikum bekannt gemacht.

Unter Regisseur Benoît Jacquot spielte sie in den Filmen Sade (2000), Adolphe (2002, neben Isabelle Adjani), _À tout de suite_ (2004), Princesse Marie (2004) und L’intouchable (2006). Der Historienfilm Sade (mit Daniel Auteuil als Marquis de Sade) erschien in deutschen Kinos unter dem Titel Sade – Folge deiner Lust!. Isild Le Besco wurde für ihre Rolle als Emilie de Lancris 2001 für den César als beste Nachwuchsdarstellerin nominiert. Ihre zweite Nominierung für den César als beste Nachwuchsdarstellerin erhielt Le Besco 2002 für ihre Darstellung in Roberto Succo (2001, Regie: Cédric Kahn).
Mehrere Filme mit Isild Le Besco wurden auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes sowie den Filmfestspielen von Venedig gezeigt; für L’intouchable (2006) erhielt sie den Marcello-Mastroianni-Preis. Der Film Camping sauvage (2005) mit ihr in der weiblichen Hauptrolle war im Februar 2006 auf der Berlinale zu sehen.

Drehbuchautorin | Regisseurin Bereits im Alter von 16 Jahren schrieb Isild Le Besco ihr erstes Drehbuch. Etwa vier Jahre später wurde daraus der Film Demi-tarif (2003), bei dem sie auch Regie führte und für den Schnitt verantwortlich war. Beim Filmfestival Crossing Europe in Linz 2005 gewann Demi-tarif den Jurypreis. Im September 2007 kam ihre zweite Regie-Arbeit Charly in die französischen Kinos. Auch hier agiert sie als Drehbuchautorin und Regisseurin.

Filmcharakter Sie spielte in ihren bisherigen Filmrollen häufig junge Individualistinnen oder Außenseiterinnen, die auf der Suche nach ihrem persönlichen Weg aus dem Alltag ausbrechen und dabei zum Teil in problematische Liebesbeziehungen geraten. Rezensenten wie Fans loben ihre subtile emotionale Ausdrucksfähigkeit und – obwohl oder vielleicht gerade weil ihr Aussehen nicht perfekt den gängigen Schönheitsidealen entspricht – ihre sinnlich-feminine Ausstrahlung mit einem Schuss Mädchenhaftigkeit.

Das diesjährige Festival del film Locarno wird mit der Uraufführung von «Au Fond des Bois» von Regisseur Benoît Jacquot am 4. August eröffnet. In der Hauptrolle Isild le Besco. Es ist die sechste Zusammenarbeit zwischen der jungen, talentierten Schauspielerin und dem Regisseur. Ihr neuster Film Bas fonds, in dem sie erneut Regie führt, wird im Programm vom Concorso internazionale zu sehen sein.

Synopsis «Au Fond des Bois»: In einem kleinen Dorf in Südfrankreich, man schreibt das Jahr 1865, wird ein herumirrender, stummer Vagabund von einem Arzt und seiner Tochter aufgegriffen. Vom ersten Moment der Begegnung mit dem Vagabunden kommt das Mädchen Joséphine in einen fremdartigen Einfluss.

Weitere Infos

Piazza Grande | Film: «Au Fond des Bois» Mittwoch, 4. August | 21.30 Uhr | Welturaufführung

Frankreich, Deutschland | 2010
Genre: Fiction
Regisseur: Benoît Jacquot
Produktion: Ciné@, Arte France Cinéma

» Pardo 2010  

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