Regisseurin Astrid Keller und ihre "alten Weiber". | © © Roland Schneiter

Zentrumbühne Bottighofen | Altweiberfrühling

Publiziert am 10. November 2017

Best Age-Komödie mit rührenden Momenten. Der Kinohit «Die Herbstzeitlosen» auf der Bühne.

Mit «Altweiberfrühling» bringt die zentrumbühne bottighofen diesen Winter eine echte Schweizer Kultkomödie auf die Bühne. Das Theaterstück ist eine Adaption des erfolgreichen Kinofilms «Die Herbstzeitlosen» und zeigt, dass es im Leben nie zu spät ist, seine Träume zu verwirklichen
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Lebe deinen Traum
Im Mittelpunkt der musikalischen Komödie steht eine weibliche Rentnergang, die einen Dessous-Laden eröffnen möchte. Mit dieser Geschäftsidee mischt sie ihr Schweizer Dorf so richtig auf. Astrid Keller führt zum vierten Mal Regie in Bottighofen. Sie inszeniert das Stück mit frechen Gags, Schweizer Hits und liebenswert-rebellischen Charakteren. Premiere ist am 29. Dezember 2017.

Seit dem Tod ihres Mannes hat Martha (Barbara Kesseli) ihre Lebenslust verloren. Ihr Tante-Emma-Laden dümpelt vor sich hin und Sohn Walter, der Dorfpfarrer, möchte die Räume für seine Bibelgruppe nutzen. Die Witwe will schon resignieren, doch zum Glück ist sie nicht allein. Ihre Freundinnen Lisi (Gisela Stern Konrad), Frieda (Lisa Mattle) und Hanni (Viola Seydel) ermuntern sie, doch noch einmal etwas Neues zu beginnen. Da erinnert sich die ehemalige Schneiderin an ihren Jugendtraum: eine eigene Dessous-Boutique. Das Damenquartett macht Nägel mit Köpfen und schon bald hängen sexy Spitzenhöschen in den Schaufenstern des «Petit Paris». Die Dorfbewohner, allen voran Pfarrer (René Walther) und Gemeindepräsident (Raphael Tanner), sind entsetzt und versuchen den sündigen Reizwäsche-Laden mit allen Mitteln zu torpedieren.

Spitzenhöschen unterm Säntis
«Diese verrückten Weiber sind wie Girlies. Wie junge Freundinnen, die lachen und quatschen», schmunzelt Regisseurin Astrid Keller. Sie lässt ihre Hauptdarstellerinnen tanzend und singend über die Bühne wirbeln, auch ein kleiner Striptease ist dabei. Die aufmüpfigen Damen brechen die Konventionen und emanzipieren sich vom männergeprägten, konservativen Kosmos ihres Heimatsdorfs. Die Regisseurin inszeniert das Theaterstück in Schweizer Mundart mit humorvoll-ironischem Blick auf das bigotte Dörfchen zu Fusse der Alpen. Die positive Botschaft von «Altweiberfrühling» ist ihr dabei besonders wichtig: Es lohnt sich immer frei zu leben, egal wie alt man ist.

Best Age-Komödie mit rührenden Momenten
Neben Humor spielt auch Musik eine Hauptrolle im Stück. Der Chor Tägerwilen, dirigiert von Claudia Hugentobler, hat typische Zäuerle im Programm und singt in Trachten. Schweizer Hits und Klassiker der Pop-Musikgeschichte verleihen dem Stück zusätzlichen Schwung. Die musikalische Leitung hat der Akkordeon-Virtuose Goran Kova?evi?. Er ist auch selbst Teil der dreiköpfigen Band, sie spielt mit Akkordeon, Klavier und Bass auf. Das Ensemble der zentrumbühne bottighofen – im wahren Leben Lehrer, Zugbegleiter, Altenpfleger oder auch Unternehmer – hat Freude am Schauspielen, Tanzen und Singen und das überträgt sich auch auf das Publikum.

Seit der Gründung im Jahre 1981 führte die zentrumbühne bottighofen 17 Theaterproduktionen auf. Mit «Altweiberfrühling» will die Theatertruppe wiederum ein Stück präsentieren, das dem anspruchsvollen Publikum gerecht wird.

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zentrumbühne bottighofen | Altweiberfrühling | Regie: Astrid Keller | Premiere FR 29.12.2017, 19 Uhr | Weitere Aufführungen bis 26. Januar 2018

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