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Der diesjährige Festival-Trailer stammt von der Zürcher Filmemacherin Jela Hasler.

23. Internationale Kurzfilmtage Winterthur | Das Programm ist da!

Publiziert am 16. Oktober 2019

Viele Regisseurinnen und Kurzfilme über menschliche Beziehungen im Wettbewerb

Insgesamt 53 Filme haben die Auswahlkommissionen der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur für die Wettbewerbe selektioniert. Davon stammen fast 60 Prozent von Regisseurinnen – so viele wie noch nie. Die Filmschaffenden beschäftigten sich dieses Jahr auffallend oft mit Geschichten über Beziehungen, die in Zeiten der Unsicherheit auf dem Prüfstand stehen.
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Kurzfilmtage Winterthur

Blick in das Programm
Die eine betrunken auf dem Boden kniend, die andere wabbelig auf dem Sofa im Wohnzimmer sitzend. Glas um Glas kippen die beiden Frauen in sich hinein. Die Atmosphäre ist stimmig, ausgelassen, aber irgendwie auch unheilvoll – sie schwankt zwischen Glückseligkeit und Kollaps. Der Schweizer Kurzfilm «Happy Birthday» von Lisa Gertsch zeigt eine befremdende aber trotzdem vertraute Zweisamkeit zwischen einer alkoholkranken Mutter und ihrer Tochter. Der Film steht damit exemplarisch für viele der selektionierten Filme des Schweizer- sowie des Internationalen Wettbewerbs der Kurzfilmtage. «Trotz unserer digitalen Hochgeschwindigkeitsgesellschaft wagen einige Filmschaffende den Austritt aus der Schnelllebigkeit, um inne zu halten und sich den menschlichen Beziehungen zu widmen, die offenbar oft auf der Strecke bleiben», sagt John Canciani, Künstlerischer Leiter der Kurzfilmtage. Insgesamt 17 Filme kämpfen um den Preis für den besten Schweizer Film.

Auch «Vader» von Isabel Lamberti, selektioniert für den Internationalen Wettbewerb, beschäftigt sich mit einer Wiederannäherung – aber zwischen Vater und Sohn, die sich sechs Jahre lang aus den Augen verloren haben. Auf einem Roadtrip versuchen die beiden, an alte Banden anzuknüpfen. Das Kino sei für das Publikum der ideale Ort, um diese in den Filmen thematisierte Entschleunigung im Alltag anzunehmen und in andere Welten einzutauchen, sagt Canciani. «Vader» konkurriert mit 35 weiteren Kurzfilmen im Internationalen Wettbewerb.

Neben den Wettbewerben laden die thematisch kuratierten Fokusprogramme «The Future Is …», «James N. Kienitz Wilkins» und «Brasilien» zum Entdecken ein. Weitere Perlen erwarten die BesucherInnen mit «Black Cinema Now!», «Color Moods» sowie «The Best of the New York Erotic Film Festival».

Frauen im Wettbewerb
Dieses Jahr sind besonders viele Regisseurinnen vertreten. Im Schweizer Wettbewerb sind es eindrückliche 81 Prozent, bezieht man den Internationalen Wettbewerb und die Jugendprogramme mit ein, dann sind es insgesamt 57 Prozent. Den Kurzfilmtagen ist es seit jeher ein Anliegen, ein breit gefächertes Programm zu präsentieren, inhaltlich sowie auch ästhetisch. «Wenn wir darauf achten, dass auch genug Frauen im Wettbewerb vertreten sind, dann empfinden wir das nicht als einengend, sondern als Appell an uns selber, genug Zeit und Energie in die uns selbst auferlegten Werte zu investieren», betont Canciani.

Die Jury
Der Hauptpreis des Internationalen Wettbewerbs sowie der Förderpreis werden von einer hochkarätig besetzten internationalen Jury vergeben: Annina Wettstein (Kuratorin), Chipo Zhou (Künstlerische Leiterin Durban Int. Film Festival), Giona A. Nazzaro (Generaldelegierter Venice Int. Film Critics’ Week, Kurator Visions du Réel Nyon), Ognjen Glavonic (Regisseur, Mitgründer Pančevo Film Festival), Zsuzsanna Kiràly (Projektentwicklung, Komplizen Film). Die Jury des Schweizer Wettbewerbs und des Schweizer Filmschulentags besteht aus Anne Gaschütz (Stv. Festivalleitung Filmfest Dresden), Camille Hébert-Bénazet (Leiterin Cannes Court Métrage) und Vladan Petkovic (Filmjournalist, Kurator).

Eröffnungsfeier mit Bundesrat Alain Berset
Prominenter Gastredner an der Eröffnung am 5. November im Theater Winterthur wird Bundesrat Alain Berset sein. Als Ehrengast eingeladen ist zudem Ewa Puszczyńska, die am Festival ihren Langfilm «Cold War» präsentiert. An der Oscarverleihung dreifach nominiert, gewann er in Cannes den Preis für die beste Regie (Pawel Pawlikowski). Ein weiteres Highlight: Zu den Oscar- und BAFTA-Nominationsberechtigungen kommt neu jene für den European Film Award dazu. Damit werden die Kurzfilmtage in den Kreis der 24 Festivals aufgenommen, die nominationsberechtigt sind für die europäischen Filmpreise, die jedes Jahr durch die European Film Academy vergeben werden.

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Internationale Kurzfilmtage Winterthur | The Short Film Festival of Switzerland | 5.–10. November 2019.

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