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Bea Cuttat
Bea Cuttat: Was sie als Verleiherin ins Kino brachte, war immer gut. |

55. Solothurner Filmtage | Prix d’honneur | Bea Cuttat

Publiziert am 10. Januar 2020

Knapp die Hälfte ihres Kataloges besteht aus Schweizer Filmen, darunter die Werke von Jan Gassmann, Sabine Gisiger, Peter Liechti, Fernand Melgar, Milagros Mumenthaler oder Stefan Schwietert. «Bea Cuttat hat die Schweizer Filmkultur nachhaltig geprägt. Seit mehr als dreissig Jahren engagiert sie sich mit Herzblut und Beharrlichkeit für den Film und ihre Türe steht auch dem Nachwuchs immer offen», sagt Anita Hugi, Direktorin der Solothurner Filmtage, zur Würdigung von Bea Cuttats Leistung. Mehr lesen

Aufgewachsen in Schaffhausen
Bea Cuttat (*1953) verbringt ihre Schulzeit in Schaffhausen und arbeitet in den 1970er-Jahren u .a. als Sortimentsbuchhändlerin und redaktionelle Mitarbeiterin des Kulturressorts der Lokalzeitung. In diese Zeit fällt auch der Aufbau des «Theater und Kino im Fass Schaffhausen», zu dessen Mitbegründerinnen und –begründern Bea Cuttat gehört. Ab 1980 zieht es sie nach Zürich, wo sie für das «Schweizerische Filmzentrum» (heute Swiss Films) tätig ist und die Bereiche Filmverleih, Produktion und die Reihe «Texte zum Schweizer Film» betreut. Zudem baut sie die «Auswahlschau der Solothurner Filmtage» aus und verantwortet die Inlandpromotion des Schweizer Films. Ihre eigentliche Berufung findet Bea Cuttat ab 1986 im Verleih von Filmen aus aller Welt, zuerst als Mitarbeiterin der unabhängigen Filmcooperative Zürich und ab 1988 mit der Gründung ihres eigenen Studiofilmverleihs «Look Now!», der zum Synonym für radikale Werke und künstlerische Kontinuität werden sollte. Ihren Einstand gibt sie mit «Reisen ins Landesinnere» von Matthias von Gunten. In der Folge engagiert sich Bea Cuttat auch als langjährige Präsidentin des Schweizerischen Studiofilm Verbandes SSV und Mitglied der Fachkommission Filmförderung des Bundes. Nach über 30 Jahren entschliesst sie sich im Sommer 2019, ihre aktive Verleihtätigkeit einzustellen und konzentriert sich nun auf die Pflege ihres Repertoires.

Überraschungshit «Fucking Åmål»
In 32 Jahren hat Bea Cuttat mit «Look Now!» rund 270 Filme in die Schweizer Kinos gebracht und damit gegen drei Millionen Eintritte erzielt. Die Spannweite ihres Katalogs reicht von Überraschungshits wie «Fucking Åmål» über Publikumslieblinge wie «Wallace & Gromit» bis hin zu den radikalen Arbeiten des mexikanischen Autoren Carlos Reygadas, mit dessen jüngstem Film «Nuestro Tiempo» Bea Cuttat ihr Kollektion abgeschlossen hat. 125 ihrer Filme entstammen der heimischen Produktion. Zu den Schweizer Filmschaffenden, die auf die treue Begleitung ihrer Werke durch «Look Now!» zählen konnten, gehören u. a. Dieter Fahrer, Peter Liechti oder Stefan Schwietert und die nächste Generation mit Aya Domenig, Jan Gassmann oder Milagros Mumenthaler.

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55. Solothurner Filmtage | 22. bis 29. Januar 2020

Der «Prix d’honneur» wurde am Montag, 27. Januar 2020 im Solothurn Landhaus verliehen.
Anschliessend stellte Bea Cuttat «A Tickle in the Heart» von Stefan Schwietert (1996) vor. Aus dem Katalog von «Look Now!» wurde an den 55. Solothurner Filmtagen ausserdem «Step Across the Border» von Nicolas Humbert und Werner Penzel gezeigt.

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