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7 Fragen an Frank Braun | Preisträger «Prix d’honneur»

Publiziert am 19. Januar 2021

Kurz gefragt – Frank Braun über Film, Feuerstellen und den Schweizer Filmklassiker «Reisender Krieger».

Der «Prix d’honneur» der Solothurner Filmtage ehrt jährlich eine Schweizer Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um die Schweizer Filmkultur verdient gemacht hat. Dass die Wahl nach dem Krisenjahr 2020 auf den Arthouse Kinoprogrammleiter und Festivalinitianten (Fantoche) Frank Braun fiel, setzt ein starkes Zeichen für die Schweizer Kinokultur und bringt eine besondere Wertschätzung gegenüber den Kinobetreibern zum Ausdruck. arttv hat dem Mann hinter der Leinwand 7 kurze Fragen gestellt…
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Frank Braun, Programmleiter der Zürcher Kinos Riffraff und Houdini und des Kinos Bourbaki in Luzern wurde mit dem «Prix d’honneur» der 56. Solothurner Filmtage ausgezeichnet. Der Kinopionier, Initiant des internationalen Festivals für Animationsfilm Fantoche und Filmemacher («Islander’s Rest») setzt sich seit mehr als 30 Jahren für eine vielfältige Schweizer Filmkultur ein und bietet dem Schweizer Film auf insgesamt dreizehn Leinwänden ein Zuhause. Der «Prix d’honneur», gestiftet von den Gemeinden im Wasseramt, ehrt seit 2003 Persönlichkeiten, die sich abseits des Rampenlichts um den Schweizer Film verdient machen. (Text: Solothurner Filmtage)

1. Sie werden für Ihre Arbeit und das langjährige Engagement für das Kino mit dem «Prix d’honneur» ausgezeichnet. Sind Sie überrascht?
Ich verstecke mich gerne. Deshalb bin ich etwas überrascht, dass man mich gefunden hat… Honneur, horreur, bonheur!

2. Was fasziniert Sie am Film und wie kamen sie zu ihm?
Habe es immer schon gemocht, wenn es eindunkelt. Ich sehe, höre und fühle dann besser. Der Film hat sich an mich herangeschlichen.

3. Was macht für sie einen guten Film aus? Nach welchen Prinzipien wird in Ihren Kinos programmiert?
Wenn er mich knacken kann. Und ich mir vorstelle, dass auch andere Feuer fangen.

4. Erfüllen Kinos noch eine Funktion, wieso braucht es sie in der Gesellschaft, den Innenstädten?
Aber sicher! Es sind die Feuerstellen unserer modernen Welt. Das Kino leuchtet, heizt ein, knistert und hält die ganze Nacht hindurch warm.

5. Durch die Krise hat sich die Branche sehr verändert, was ist Ihre Zukunftsvision für den Film? Wie wird sich das Filmemachen und -schauen in Zukunft verändern?
Versuche gerade Rauchzeichen zu entschlüsseln. Gleichzeitig zeuseln immer mehr selber oder beschaffen sich Wärmepilze.

6. Was macht die Schweizer Filmszene in Ihren Augen besonders?
Nicht so einfach sie zu finden. Sie spielt auch gerne verstecken.

7. Wenn Sie einen Schweizer Film neu verfilmen könnten, welcher wäre das?
«Reisender Krieger» von Christian Schocher (1981). Ich sähe gerne, wie es der Schweizer Coiffeurszene heute so geht.

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