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Kino-Tipp | Billie

Publiziert am 18. November 2020

Ein Film, der der bedeutenden US-amerikanischen Jazz-Sängerin ein Denkmal setzt.

Ihre ungewöhnliche Stimme und ihre Lieder voll emotionaler Strahlkraft machten sie weltberühmt: Jahrzehnte vor der #BackLivesMatter-Bewegung lieferte Billie Holiday mit ihrem Song «Strange Fruit» den Soundtrack für die Bürgerrechtsbewegung der amerikanischen People of Colour.
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Zum Film
Eine selbstbewusste Frau, die mehr war als ein tragisches Opfer von Drogen- und Machtmissbrauch. Als erste schwarze Frau in einer weissen Band machte sich Billie Holiday frei von Stereotypen und entwickelte eine sehr eigenwillige, unverwechselbare Vokaltechnik, durch die sie ihre Stimme wie ein Instrument zum Klingen brachte. In den späten 1960er-Jahren gelang es der Journalistin Linda Lipnack Kuehl, für ihre geplante Biografie über die amerikanische Jazz-Legende mit Grössen der Szene wie Charles Mingus, Tony Bennett und Count Basie ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus interviewte Kuehl enge Weggefährten von Billie Holiday wie ihren Cousin und Schulfreunde sowie einen FBI-Agenten, der die Diva einst verhaftete. Die ganze Wahrheit über die Sängerin konnte die engagierte Journalistin jedoch nie veröffentlichen: Denn Lipnack Kuehl starb in den 1970er-Jahren unter ebenso tragischen Umständen wie ihr Idol Billie Holiday im Jahre 1959. In seinem Dokumentarfilm «Billie» verknüpft der britische Regisseur James Erskine aufwendig restauriertes Archivmaterial und die bisher ungehörten Tonbandaufnahmen von Linda Kuehl mit den Aufzeichnungen der wichtigsten Bühnenauftritte von Billie Holiday. Zum ersten Mal sieht man «Lady Day» hier in Farbe.

Stimmen
«Musikern, Liebhabern, Zuhältern, Kindheitsfreunden und FBI-Agenten zuzuhören, wie sie von ihrer Zeit mit Holiday erzählen, ist eine bewegende Erfahrung. […] Es ist eine rohe, schmutzige Charakterstudie, in der Holiday sowohl kämpferisch als auch verletzlich, schüchtern und revolutionär ist: eine feurige, unflätige Nervenkitzelsucherin, die niemals ihre Integrität geopfert hat.» – Alex Godfrey, The Guardian | «Erskine hat das prosaische ‹Schwenk und Zoom›-Dokumentarfilmformat optimal genutzt und Keuhls Audiogespräche mit Schnappschüssen, Archivinterviews und atemberaubenden Live-Aufnahmen kombiniert.» – Jordan Bassett, mne.com

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Billie | Regie: James Erskine | Dokumentation | 96 Minuten | UK, 2019 | Verleih: Praesens Film

Filmstart Deutschschweiz: unbekannt

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