Einer von neuen Filmen, die im Rahmen von «Panorama Suisse» in Locarno gezeigt werden: «Die göttliche Ordnung» von Petra Volpe

Filmfestival Locarno 2017 | «Panorama Suisse»

Publiziert am 13. Juli 2017

«Die göttliche Ordnung» und Co. Locarno wärmt das Schweizer Filmschaffen der letzen Monate nochmals auf.
Für das Schweizer Publikum ist er nur bedingt interessant, der Progammpunkt «Panorama Suisse». Gezeigt werden neun Schweizer Filme, die in den letzten Monaten bereits mehrheitlich im Kino liefen. Diese sind aber allemal gut für ausländische Festivalbesucher, den aktuellen Schweizer Film zu entdecken. Trotzdem: Etwas mehr Innovation wäre wünschenswert.

70. Filmfestival Locarno | 3. bis 12. August 2017

Diskussionsrunde über ausgewählte Schweizer Filme aus dem Festival-Programm: Montag, 7. August 2017, 14:00 Uhr | Spazio RSI Magnolia

Sechs Dok-Filme
Verborgenes auf der Leinwand sichtbar machen, das ist die Gemeinsamkeit der sechs Dok-Filme, die ins Programm von «Panorama Suisse» aufgenommen wurden. In einem persönlichen Experiment nimmt Manuel von Stürler die Zuschauer mit auf eine Reise in die Welt des Unsichtbaren. «La fureur de voir» wirft die Frage auf, was es bedeutet zu erblinden. Jean-Stéphane Bron beleuchtet in «L’opéra de Paris» die Mechanismen im Innern der Pariser Oper. «A Campaign of Their Own» von Lionel Rupp und Michael Mitchell blickt hinter die Bewegung um den amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders. In «Almost There» porträtiert Jacqueline Zünd drei Männer, die im hohen Alter nach ihren versteckten Wünschen suchen. «Das Mädchen vom Änziloch» von Alice Schmid rückt eine alte Geistergeschichte ins Licht der Gegenwart. Und «unerhört jenisch» führt zurück zu den Wurzeln der jenischen Musiktradition. Dabei offenbaren die Regisseurinnen Karoline Arn und Martina Rieder ein dunkles Kapitel Schweizer Geschichte.

Drei Spielfilme
Gegen innere und äussere Widerstände kämpfen und dabei über sich hinauswachsen. So könnte die Klammer der ausgewählten drei Spielfilme umschrieben werden. Ein ehemaliger Polizist sorgt in Fulvio Bernasconis «Miséricorde» für Gerechtigkeit und ist schliesslich mit seinen eigenen Abgründen konfrontiert. In «Finsteres Glück» von Stefan Haupt stellt sich eine Psychologin ihrer Vergangenheit, als sie sich dem kleinen Yves annimmt, der kürzlich seine Familie bei einem Unfall verloren hat. Nora (Marie Leuenberger) setzt sich in «Die göttliche Ordnung» von Petra Volpe 1971 für das Frauenstimmrecht ein und muss sich dabei vor allem gegen Frauen durchsetzen. An den 52. Solothurner Filmtagen zeichnete die Jury diesen Spielfilm mit dem «Prix de Soleure» aus.

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