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Kino | La Zona

Publiziert am 18. September 2008

«Wie weit darf denn eigentlich private Überwachung gehen?» Der realitätsnahe und knallharte Film zeigt eindrücklich auf, wo die Grenzen liegen und verdeutlicht, dass Vermögen, Ungerechtigkeit und Starrsinn fatale Folgen nach sich ziehen können. Meisterhaft! Mehr lesen
La Zona - Bild

Synopsis: Drei Jugendliche aus einem Armenviertel von Mexiko-Stadt «profitieren» von ihrer Langweile, einem Unwetter und einer antiquierten Infrastruktur. Das alles bringt sie schliesslich dazu, in die Luxuszone einzudringen. Sie wagen es allesamt, sich in das von hohen Mauern umgarnte und von unzähligen Kameras sowie Sicherheitsmänner bewachte Villenviertel «La Zona» einzuschleichen. Der daraufhin folgende Einbruch in eines der Luxushäuser geht aber schief, was mehrere Tote mit sich bringt – darunter auch zwei der Eindringlinge. Korruption und Unsicherheit hat längst aber auch auf «La Zona» übergegriffen, weshalb nicht die Staatspolizei verständigt, sondern viel mehr zur Selbst(-lynch)justiz gegriffen wird. Eine sowohl sinnlose wie auch erbarmungslose Hetzjagd beginnt.

Kritik: «La Zona» handelt von einer zerrissenen und korrupt-brachialen Gesellschaft, aufgeteilt in zwei Welten, die sich fürchten und hassen. Staatsunfähigkeit trifft auf unverschämten Reichtum, panische Angst auf furiose Auswüchse, die selbst in oder gerade wegen diesem eigenen kleinen Rechtsstaat (La Zona) unmenschliche Züge angenommen haben. Die Bewohner dieser Sonderzone geben – scheinbar – zu ihrem Schutz ihr natürliches Recht auf Privatsphäre auf und setzen kompromisslos alles daran, die – vermutliche – Idylle beizubehalten.
Im souverän und eindrücklich dargestellten Film spielt die Hauptrolle «La Zona» selber. Regisseur Plá vermag den Zuschauer gleich zu Beginn in dieses furiose Universum hineinzudrängen. Die Zwiespältigkeit gewinnt rasch Oberhand, zumal gewisse Protagonisten anfänglich ganz normal und sympathisch reagieren, dann allerdings gleich mit schrecklichen Reaktionen aufwarten. Der eigene Seiltanz und eine doch omnipräsente Bedrücktheit sitzen einem stets im Nacken, was dem Kinoabenteuer viel Nähe sowie Realität überträgt. «La Zona» regt zum Denken an und hat zurecht ganz viele Filmfestivalpreise eingeheimst.

Cyril Schicker

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La Zona / Drama / Regie: Rodrigo Plá 95 Minuten / Mexiko 2007 / mit Daniel Giménez Cacho, Maribel Verdu, Carlos Bardem, DanielTovar, Alan Chavez u.a. / Verleih: Frenetic Films / Kinostart: 18. September 2008

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