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Phoenix

Publiziert am 01. Oktober 2014

Nelly wird von allen für tot gehalten, doch sie hat Auschwitz überlebt. Wie ein Phönix aus der Asche erlangt sie im Juni 1945 wieder das Bewusstsein.
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Zum Film
Deutschland im Jahre Null: Nelly hat Auschwitz überlebt, seelisch und körperlich schwer verletzt. Sie wird von Lene, einer Freundin aus glücklichen Vorkriegstagen und jetzigen Mitarbeiterin der Jewish Agency, in ihre alte Heimatstadt Berlin gebracht. Dort angekommen, unterzieht sich Nelly erfolgreich einer Gesichtsoperation und macht sich, trotz aller Bedenken von Lene, auf die Suche nach ihrem geliebten Mann Johnny. Dieser hatte Nelly durch sein Festhalten an ihrer Ehe lange vor der Verfolgung schützen können, doch irgendwann schlugen die Nazis unerbittlich zu. Mittlerweile geht Johnny fest davon aus, dass seine Frau tot ist. Als Nelly ihn endlich aufspürt, erkennt er sie auf tragische Weise nicht wieder. Er meint nur eine beunruhigende Ähnlichkeit mit seiner totgeglaubten Frau zu sehen. Was Nelly auch versucht, er lässt sich nicht vom Gegenteil überzeugen. Aus dieser verwirrenden Situation heraus macht Johnny der für ihn Fremden den Vorschlag, seine Ehefrau zu spielen, um an das Erbe zu kommen, das die im Holocaust ermordete Familie Nellys hinterlassen hat. Wohl oder übel lässt Nelly sich darauf ein. Sie wird ihre eigene Doppelgängerin und verzweifelt zusehends an dieser Rolle. Doch sie kann nicht aufhören. Sie möchte wissen, ob Johnny sie geliebt hat. Oder ob er sie verraten hat. Nelly will ihr Leben zurück.

Stimmen
Begehren und Betrug, Massenmord und Massenmanipulation: Christian Petzold erzählt in seinem Film «Phoenix» mit den Mitteln von Melodram und Film noir über den Holocaust. Nun feiert der provokante, furiose Film in Toronto Uraufführung. spiegel.de | «Phoenix» ist nicht nur eine Geschichte über das Suchen und sich (Wieder)Finden, sondern gleichzeitig auch eine Geschichte über das Schweigen und Nicht-Fragen-Wollen nach dem Krieg, über Täter, die ihre Taten verdrängen, über Opfer, die sprechen möchten und nicht dürfen. […] Die psychologisch bis zum Zerreissen spannende Handlung findet ein unerwartetes Ende, Petzold gelingt eine aussergewöhnliche emotionale Volte, die in ihrer Härte und Zartheit den Zuschauer ins Mark trifft. kino.de | Reden und Schweigen, Singen und Sprechen, Nähe und Ferne, Enge und Weite, Nelly und Esther, Johnny und Johannes: Von strikten Dopplungen ist «Phoenix» überlagert, während die expressionistische Licht- und Schattensetzung das Unausgeglichene und Gespaltene zweier innerer Persönlichkeiten malerisch unterstreicht. Timo Kiessling, cereality.net

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Phoenix | Regie: Christian Petzold | Spielfilm | Deutschland 2014 | Dauer: 98 Min. | Verleih: Look Now! | Mit: Nina Hoss, Ronald Zehrfeld, Nina Kunzendorf, Michael Maertens, Imogen Kogge, Kirsten Block

Kinostart in der Deutschschweiz: 02.10.2014

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