Jean-Luc Godard: Radikal und revolutionär als Filmemacher - in Liebesdingen hingegen durchaus spiessig...

Spielfilm | La redoutable

Publiziert am 07. September 2017

Oscar-Preisträger Michel Hazanavicius präsentiert eine Komödie über die wilden Jahre seinen legendären Berufskollegen Jean-Luc Godard.
Paris im Jahre 1967: Jean-Luc Godard ist einer der wichtigsten Filmemacher seiner Generation. Gemeinsam mit Anne Wiazemsky, der Frau, die er liebt und die er heiraten wird, dreht er gerade seinen neuen Film «La Chinoise» und das Leben könnte gut sein.

«La redoutable» | Regie: Michel Hazanavicius | Biopic, Komödie, Drama | 107 Min. | Frankreich, 2017 | Verleih: Praesens Film | Cast: Stacy Martin, Louis Garrel, Bérénice Bejo.

Filmstart Deutschschweiz: 5. Oktober 2017

Zum Film
Dem Film liegen die Memoiren «Un an après» von Anne Wiazemsky zugrunde, mit der Jean-Luc Godard von 1967 bis 1970 verheiratet war. Die damals gerade 19-jährige Enkelin des französischen Literaturnobelpreisträgers François Mauriac hatte den knapp 17 Jahre älteren Godard kurz zuvor kennengelernt und die Hauptrolle in dessen Film La Chinoise übernommen. In jener Zeit geschieht nun ein Wandel mit Jean-Luc Godard – und genau von dieser Veränderung erzählt Le Redoutable in neun Kapiteln, deren letztes «Killing Godard» heisst. Unter dem Eindruck der revolutionären Stimmung in Frankreich gegen die Regierung Charles de Gaulles, die schließlich in den Mai-Aufstand 1968 mündet, radikalisiert sich Godard und erfindet sich schliesslich als Filmemacher neu, während zugleich die Beziehung zwischen Anne und ihm immer schwieriger wird – nicht zuletzt, weil sich der Revolutionär in Liebesdingen als eifersüchtiger Spiesser entpuppt, der in jedem Schauspielpartner seiner Gattin einen potenziellen und potenten Liebhaber vermutet.

Stimmen
«Auf den ersten Blick ist das tragikomische Werk des Oscar-Preisträgers ein Biopic über ein Jahr im (Liebes-)Leben des Filmemacherkollegen Jean-Luc Godard. Bei genauerem Hinsehen jedoch […] eine verspielte, zitatenreiche, intelligente und vor allem liebevolle Hommage an einen der wichtigsten Regisseure der Filmgeschichte.» – Michael Meyns, Filmstarts.de | «Le Redoutable ist weder komisch […] noch erhellend oder demaskierend, sondern eine völlig missratene Annäherung an einen Mythos.» – Joachim Kurz, kino-zeit.de | «Das Leben und Werk Godards als leichtfüssige Komödie zu präsentieren, ist ebenso mutig wie fragwürdig. […]. Immerhin: kurzweilig ist «Le redoutable» ohne Frage […] – und Louis Garrel in der Hauptrolle ist wirklich fantastisch.» – Patrick Heidmann, cineman | «Auf jeden Fall schafft Oscarpreisträger Michel Hazanavicius den Spagat zwischen Massentauglichkeit und Godard-esker Inszenierung recht gut.» – outnow.

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