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Kunst Museum Winterthur | Ferdinand Hodler – Alberto Giacometti. Eine Begegnung

Publiziert am 30. April 2018

Das Kunst Museum Winterthur vereint erstmals überhaupt die beiden Grossen der Schweizer Kunst des 20. Jahrhunderts in einer Ausstellung.
Ferdinand Hodler, der Maler des Symbolismus der Jahrhundertwende trifft auf Alberto Giacometti, den Künstler des Existentialismus der Nachkriegsjahre. Die Ausstellung beschreitet entschieden neue Wege, indem es Hodler zu seinem 100. Todestag nicht im Kontext seiner Zeit diskutiert, sondern in der Gegenüberstellung mit Giacometti neue gedankliche und ästhetische Zugänge eröffnet – eine Begegnung zweier Künstlerikonen.

Kunst Museum Winterthur | Beim Stadthaus | «Ferdinand Hodler – Alberto Giacometti. Eine Begegnung» | 21. April bis 19. August 2018

Hodler und Giacometti
2018 jährt sich der Todestag von Ferdinand Hodler zum 100. Mal. Ein Grund, das Schaffen des grossen Schweizer Malers der Jahrhundertwende zu würdigen und mit einem völlig frischen Blick einem breiten Publikum zu präsentieren. Dabei werden entschieden neue Wege beschritten, indem Hodler nicht mehr im Kontext seiner Zeit betrachtet wird, sondern dialogisch mit einer zweiten gleichermassen herausragenden Künstlerpersönlichkeit. So sollen unkonventionelle gedankliche Zugänge eröffnet und das Werk des Künstlers auf seine inhaltliche Dimension und seine Relevanz für nachfolgende Generationen – und damit auch für uns heute – befragt werden. Im überraschenden Dialog mit Alberto Giacometti wird das Existentielle seines Werks deutlich spürbar. In den Vordergrund rücken grundlegende Fragestellungen des Menschseins und damit auch Aspekte seines Schaffens, welche die kulturellen Phänomene seiner Epoche weit überstrahlen. Gerade die intensive Beschäftigung mit dem Menschen, mit dem eigenen Ich, mit dem Sterben und dem Tod ist für die heutige Generation so aktuell wie eh und je.

Giacometti der Existenzialist
Gleiches gilt für Alberto Giacometti, dessen Schaffen in den letzten Jahren ebenfalls unter verschiedenen Aspekten aufbereitet und erforscht wurde. In der Begegnung mit Ferdinand Hodler, dessen Werk ihm bestens vertraut war, deuten sich Traditionslinien an, von denen aus Giacometti seine genuine Bildwelt entwickelte, die exemplarisch für das Lebensgefühl der Nachkriegszeit steht. Dabei finden sich überraschende Analogien in der permanenten Befragung menschlicher Existenz. Auf formaler Ebene zeigen sich bisher wenig beachtete Parallelen, etwa in Kompositionsschemata und der tastenden Formfindung im zeichnerischen Werk, wo einzelne Themenkreise intensiv umkreist und ausgelotet werden.

Zwei Ikonen
Ist Hodlers Darstellung der eindrücklichen Alpenlandschaft längst ins helvetische Bildgedächtnis eingegangen, so stehen Giacomettis Figuren exemplarisch für den Existentialismus der Nachkriegszeit. Die Ausstellung präsentiert zwei Ikonen der Moderne, die mit ihren zeitlosen Bildfindungen wesentliche Beiträge zur Kunst des 20. Jahrhunderts geleistet haben. Der Dialog zwischen Ferdinand Hodler und Alberto Giacometti eröffnet ungewohnte Perspektiven auf deren Werk und verspricht unbekannte Einblicke ins Werk der beiden Grossen der Schweizer Kunst.

Die Ausstellung
Die Ausstellung «Ferdinand Hodler – Alberto Giacometti. Eine Begegnung» vereint über siebzig Exponate, darunter Hauptwerke und solche, die noch nie öffentlich zu sehen waren. Im Erweiterungsbau des Kunst Museums Winterthur | Beim Stadthaus werden sie in einer thematischen Gliederung präsentiert, die ausgewählte Motive der Künstler unmittelbar miteinander in Dialog setzt.

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