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Geta Brătescu, Doamna Oliver în costum de călătorie
Dieser Beitrag wird in den nächsten Tagen mit einem Video ergänzt.
Geta Brătescu, Doamna Oliver în costum de călătorie, 1980 – 2012 | © Mihai Brătescu, Courtesy of The Estate of Geta Brătescu, Hauser & Wirth and Ivan Gallery Bucharest

Kunstmuseum St.Gallen | L’art c‘est un jeu sérieux

Publiziert am 25. Februar 2020

Das Kunstmuseum St.Gallen widmet Geta Brătescu (1926-2018) als erstes Schweizer Museum eine retrospektiv angelegte Ausstellung.

Mit ihrem künstlerischen Schaffen traf Geta Brătescu die entscheidenden theoretischen und formalen Debatten ihrer Zeit und wurde damit zu einer zentralen Künstlerin zwischen klassischer Moderne und zeitgenössischer Kunst. Sie zählt zu den bedeutendsten rumänischen Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts und vertrat ihr Land an der Biennale di Venezia 2017. Mehr lesen
Geta Brătescu, Doamna Oliver în costum de călătorie

Als Pionierin der zeitgenössischen Kunst inspirierte Geta Brătescu den St.Galler Designer Albert Kriemler zu seiner gefeierten Frühjahr-/ Sommerkollektion 2019 für Akris. Die Präsentation zu Geta Brătescu im Kunstmuseum St.Gallen wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Kunstforeningen GL STRAND in Kopenhagen, der Ivan Gallery in Bukarest sowie der Galerien Hauser & Wirth realisiert und wird anschliessend auch in Kopenhagen zu sehen sein.

Die Erforschung des Ichs
Die räumliche und ideologische Trennung zwischen Ost und West prägten ihr Leben und damit auch ihr Kunstschaffen. Während der Repression unter dem Kommunismus war Brătescus kleines Bukarester Atelier, in dem sie bis zu ihrem Tod arbeitete, ein Ort der Freiheit. Die Erforschung des Ichs in ihrem Atelier wurde als wichtiger Aspekt bereits in mehreren Ausstellungen thematisch hervorgehoben. Die Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen zeigt mit Schwerpunkt den fotografischen, filmischen und performativen Aspekt ihres Werkes, der bislang noch wenig beleuchtet wurde. Gerade hier ist die Künstlerin der internationalen Avantgarde besonders nahe. Neben collagierten Arbeiten auf Papier, fotografisch oder filmisch festgehaltenen Performances sowie repräsentativen Serien von Selbstbildnissen, bilden raumgreifende Installationen aus fragilen Materialien Bestandteil der Präsentation. Im Zentrum stehen dabei Werke aus den 1970er und 1980er Jahren, die formale Ähnlichkeiten mit zentralen Positionen des Postminimal aufweisen.

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