Kunst/ArchitekturDesignKunstKunst-SzeneFotografie

Adolf Dietrich, «Blumenstrauss», 1937, Öl auf Leinwand, 47 x 67 cm, Privatbesitz, Depositum im Kunstmuseum Thurgau. |

Kunstmuseum Thurgau | Konstellation 11 - Dietrich & Co.

Publiziert am 21. Januar 2020

Obwohl lange Zeit als Naiver belächelt, pflegte der Berlinger Maler Adolf Dietrich ein breites Netzwerk an Kontakten, und er gehört bis heute zu den einflussreichsten Künstlern der Ostschweiz. Die Ausstellung «Konstellation 11 – Dietrich & Co.» dokumentiert seine vielfältigen Beziehungen zu Lebzeiten und zeigt auf, wie sein Schaffen seine Kolleginnen und Kollegen bis heute zu beeinflussen vermag. Mehr lesen

Veranstaltung «Falsche Idyllen»
Ein Gespräch mit Linda Geiser und Dieter Hall

Die Werke von Adolf Dietrich werden bis heute auch deshalb geschätzt, weil sie ein Bild einer heilen, bäuerlichen Welt präsentieren. Auch die Schauspielerin Linda Geiser gestaltete solch idyllische Vorstellungen heiler bäuerlicher Welt mit, u.a. durch ihre Auftritte in Gotthelf-Verfilmungen oder dank ihrer Hauptrolle in Franz Schnyders Film «Die Kummerbuben». Heute lebt sie in New York und blickt mit einiger Distanz auf solche Idyllenproduktionen. Auch Dieter Hall, aufgewachsen in Littenheid, lebte lange Jahre in New York und malt heute Bilder, die von Adolf Dietrichs Gärtchenszenierien inspiriert sind. Im Gespräch wird der Frage nachgegangen, ob die ländliche Idylle für Grossstadtbewohner eine besondere Attraktivität aufweist.

«Falsche Idyllen» | 20. Februar 2020 | 19 Uhr

AdolfDietrich
Adolf Dietrich (1877 – 1957) lebte ohne Unterbruch in seinem kleinen Haus in Berlingen am Untersee. Das Zeichnen und das Malen war zuerst Freizeitbeschäftigung. Nach ersten Ausstellungen in Konstanz wagte er sich an die Ölmalerei. In der Zeit zwischen den Weltkriegen wurde er vom deutschen Kunsthändler Herbert Tannenbaum entdeckt. Im Umfeld der Neuen Sachlichkeit feierte Dietrich in den Zwanziger- und Dreissigerjahren des 20. Jahrhunderts wichtige Erfolge und konnte sich im Folgenden hauptsächlich der Malerei widmen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er in der Schweiz als naiver Künstler entdeckt. Als «Schweizer Rousseau» erlangte er Berühmtheit weit über die Grenzen des Landes hinaus. Heute wird Adolf Dietrich in der Schweizer Kunstszene im gleichen Atemzug wie Ferdinand Hodler, Felix Vallotton oder Albert Anker genannt.

weniger lesen

«Konstellation 11 – Dietrich & Co.» | Kunstmuseum Thurgau | 18. Januar bis 13. April 2020

«Falsche Idyllen» | Ein Gespräch mit Linda Geiser und Dieter Hall | 20. Februar 2020 | 19 Uhr

Kulturnachrichten

  • Kunst

    Das Kunstmuseum Luzern konnte 2019 einen neuen Besucher*innenrekord verbuchen.

  • Kunst

    120 Meisterwerke aus dem Goldenen Zeitalters des Fotojournalimus von 1932 bis 1989. Mehr als nur ...

  • Kunst

    Arnold und Urs Odermatt in der Kunsthalle Ehrfurt

  • Kunst

    Das Kunsthaus Zürich zeigt italienische Meisterzeichnungen

  • Kunst

    Das Kunsthaus Zürich setzt Bauhaus, Dada, die Neue Sachlichkeit sowie Design- und ...

Unser eMagazin

CLICK 2020/01
CLICK 2019/12
CLICK 2019/11

arttv Partner

Schweizer Kunstverein

Wettbewerbe

5x2 Tickets | Spielfilm | La vérité

4 DVDs | Dokumentarfilm | Subito - Das Sofortbild

5x2 Eintritte | Ausstellung | Lee Krasner | Living Colour | Zentrum Paul Klee | Bern

3x2 Tickets | Spielfilm | Camille

5x2 Tickets | Spielfilm | Moskau Einfach!

5x2 Tickets | Ausstellungen | Otto Piene | Brigitte Kowanz | Museum Haus Konstruktiv | Zürich

Kulturvermittlung unterstützen

Jetzt Mitglied werden