Martina Morger, Manor Kunstpreisträgerin St.Gallen 2021 geboren 1989 in Vaduz, Liechtenstein, lebt und arbeitet in Balzers und St.Gallen. | © Wei Zhang

Manor Kunstpreis St.Gallen 2021 | Martina Morger

Publiziert am 18. September 2020

Der Manor Kunstpreis St.Gallen 2021 geht an Martina Morger

Der mit CHF 15'000 dotierte Preis wird alle zwei Jahre in St.Gallen verliehen. Begleitet wird er von einer Einzelausstellung im Kunstmuseum St.Gallen, zu der eine eigene Publikation erscheint. Zudem erwirbt die Stifterfirma ein Werk der Künstlerin.
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Ein Engagement für die junge Schweizer Kunstszene
Der Manor Kunstpreis, einer der wichtigsten Förderpreise des zeitgenössischen Kunstschaffens in unserem Land, wurde 1982 von Philippe Nordmann ins Leben gerufen, um jungen Schweizer Kunstschaffenden eine Plattform zu bieten. Er wird jährlich von einer Fachjury verliehen. Ein Blick auf die Liste der Preisträger*innen zeigt, dass der Manor Kunstpreis zum internationalen Durchbruch einer ganzen Reihe von Kunstschaffenden, wie zum Beispiel Luciano Castelli (Kunstpreis Luzern 1984), Marie José Burki (Kunstpreis Genf 1993), Pipilotti Rist (Kunstpreis St.Gallen 1994) oder Lena Maria Thüring (Kunstpreis Basel 2013) beigetragen hat.

Einzelausstellung im Kunstmusem
Wie bereits für frühere Preisträger*innen und Preisträger ermöglicht das Kunstmuseum St.Gallen auch Martina Morger eine umfassende Einzelausstellung. Die Mitglieder der Jury des Manor Kunstpreises – Pierre-André Maus und Chantal Prod’hom als Vertretende der Stifterfirma sowie die externen Fachleute Dr. Ines Goldbach, Direktorin des Kunsthaus Baselland, Loredana Sperini, Künstlerin aus St.Gallen und Zürich, und Gaby Senn, Vorsitzende der Programmkommission des Kunstvereins St.Gallen – bestimmten Martina Morger zur Preisträgerin 2021.

Weibliche und queere Stimmen
Die Jury zeichnet eine Performance- und Multimediakünstlerin aus, die unbeirrt und kompromisslos arbeitet und gesellschaftliche sowie ökonomische Arbeits- und Lebensbedingungen kritisch hinterfragt. Soziale Missstände benennt sie beharrlich und überführt grundlegende Fragestellungen unseres Daseins in teils körperlich verausgabende, teils verstörende Performances. Martina Morger beschäftigt sich mit der Stellung der Frau und im Besonderen mit der Stellung der Künstlerin in der modernen, kapitalistischen Gesellschaft. Sie erforscht und reflektiert weibliche und queere Stimmen, behandelt Themen wie Cyberfeminismus, Queerness und Biopolitik.

Werdegang
Martina Morger (*1989 Vaduz, Liechtenstein, lebt und arbeitet in Balzers und Zürich) studierte Medienwissenschaften an der Universität Zürich, von 2015-2018 bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), bevor sie 2019 an der Glasgow School of Arts, den Master Fine Arts Practice absolvierte. Sie ist Kuratorin/Organisatorin des internationalen Performancefestivals stereoskop_ sowie Perrrformat, das Performancekunst in den urbanen, öffentlichen Raum bringt. Diesen Frühling absolvierte sie einen Atelieraufenthalt an der Cité Internationale des Arts in Paris.

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