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Museum Rietberg | Picturesque Views

Publiziert am 13. Juli 2008

Dass der Indische Subkontinent in der Pionierzeit der Fotografie besondere Beachtung fand, rückte vor etwa zwei Jahrzehnten erneut ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Seitdem wird das bemerkenswert umfangreiche Corpus der frühen Indienfotografie durch Ausstellungen und wissenschaftliche Publikationen (vornehmlich aus dem angelsächsischen Raum) zugänglich gemacht. Mehr lesen
Titelbild

Erstmalig wird nun in Zürich eine umfangreiche Ausstellung zur Kunstfotografie im Indien des 19. Jahrhunderts gezeigt. Das Museum Rietberg präsentiert eine Ausstellung des Museums für Asiatische Kunst, Berlin, die 71 exquisite Arbeiten der bedeutendsten Indien-Fotografen jener Epoche umfasst.

Seit den 1850er-Jahren trugen europäische Fotografen im Auftrag der East India Company umfangreiches Bildmaterial zusammen. Die englische Kolonialmacht veranlasste, dass der Subkontinent topo- und ethnografisch geradezu akribisch dokumentiert wurde. Bemerkenswert ist, dass einige der in Indien tätigen Fotografen nicht nur eine sehr individuelle Handschrift entwickelten, sondern großes Interesse an den künstlerischen Möglichkeiten des neuen Mediums bewiesen. Tatsächlich wurden in Indien seit Mitte des 19. Jahrhunderts Meisterwerke der frühen Kunstfotografie geschaffen. Besondere Aufmerksamkeit galt dem orientalischen, d.h. dem islamischen Indien der Moguln. Fast alle Fotografen erlagen der Faszination der Mogularchitektur, die nicht nur in ihrer Monumentalität, sondern auch in all ihren Details präzise eingefangen wurde. Somit spielt die frühe Indienfotografie auch in der Geschichte der Architekturfotografie eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Besonderes Interesse fanden bei den westlichen Fotografen die Gartenanlagen der Mogulzeit, wobei der Fokus auf den sogenannten Gartengräbern lag. Unbestrittener Star war der Taj Mahal. Den besonders ambitionierten Fotografen gelang es, jene für Indien so typischen Monumente und deren weitläufige Gärten in stimmungsvollen „Fotogemälden“ festzuhalten. Frühe Ansichten des Taj Mahal von John Murray weisen künstlerische Qualitäten auf, die Vergleiche mit Meisterwerken der deutschen Romantik nahe legen. Andere herausragende Aufnahmen von Mogulgärten und islamischen Monumenten stammen von Thomas H. Biggs, Felice Beato, Samuel Bourne oder Lala Din Dayal, um nur einige der berühmtesten Fotografen zu nennen, die in der Ausstellung präsentiert werden.

Eine Ausstellung des Museums für Asiatische Kunst, Berlin.

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4. Juli – 26. Oktober 2008
Museum Rietberg, Novartis Halle

Konzept der Ausstellung Raffael Gadebusch, Leiter der Kunstsammlung Süd-, Südost und Zentralasien, Museum für Asiatische Kunst, Berlin
Projektleiter in Zürich Axel Langer, Kurator Neuer Orient, Museum Rietberg Zürich
Presse Katharina Epprecht, Christine Ginsberg

Öffnungszeiten Di bis So 10 – 17 Uhr, Mi und Do 10 – 20 Uhr
Eintritt CHF 16 / 12. Jugendliche bis 16 Jahre gratis
Öffentliche Führungen Juli und August: Do, 18 Uhr;
September und Oktober: Do, 18 Uhr und So, 11 Uhr
Private Führungen Tel. 044 206 31 11 / 31

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