Mephisto | Frank Schirrmacher Preis 2017 | Jonathan Franzen

Publiziert am 03. November 2017

Ein brillanter Analyst unserer Zeit und Hobbyornithologe
Der in diesem Jahr zum dritten Mal verliehene Frank-Schirrmacher-Preis geht an den amerikanischen Schriftsteller und Romancier Jonathan Franzen. Jonathan Franzen wird für sein vielseitig hellhöriges Werk ausgezeichnet, das unsere Gegenwart und deren Befindlichkeiten mit Empathie, Kalkül und Ironie zur Erscheinung bringt. Die Preisverleihung fand am 12. Oktober 2017 in der Aula der Universität Zürich statt. Die Laudatio hielt der Internet-Experte und Blogger Sascha Lobo.

Mephisto | Frank-Schirrmacher-Preis 2017 |

Weitere Links

Die Rede des Preisträgers | Die Laudatio von Sascha Lobo

Welterfolg
Der US-amerikanischer Schriftsteller und Romancier Jonathan Franzen wurde einem breiten Publikum bekannt mit seinem 2001 erschienenen dritten Roman «Die Korrekturen», der den National Book Award gewann, Finalist für den Pulitzer-Preis war und sich weltweit 2,85 Millionen Mal verkaufte. 2015 wurde dieser Roman von der BBC-Auswahl der besten 20 Romane von 2000 bis 2014 zu einem der bislang bedeutendsten Werke dieses Jahrhunderts gewählt. Dem folgenden Roman «Freiheit» schenkten die amerikanischen Medien bei seinem Erscheinen 2010 außergewöhnliche Aufmerksamkeit. Kritiker zählten das Buch zu den besten des Jahres. 2015 veröffentlichte Franzen seinen Roman «Purity».

Gesellschaftlicher Wandel im Mikrokosmos
Thematisch steht in Franzens Romanen das Auseinanderfallen dysfunktionaler Familien im Mittelpunkt. Die Familienmitglieder werden dabei sowohl als Einzelpersonen als auch in ihrem Verhältnis zueinander beleuchtet. Zugleich weisen seine breit angelegten Werke – «Die Korrekturen» wie auch «Freiheit» umfassen jeweils über 700 Seiten – auf Zusammenhänge und Ähnlichkeiten zwischen dem Einzelschicksal ihrer Charaktere sowie gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen hin. Unter anderem beschäftigen sie sich mit modernen Problematiken wie Globalisierung, Umweltverschmutzung und dem «Krieg gegen den Terror», aber auch mit dem Kapitalismus im Allgemeinen und der Kommunikation in Sozialen Netzwerken.

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