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Portrait | Katharina Faber

Publiziert am 26. März 2007

Sie besitzt die Fähigkeit, Stimmungen heraufzubeschwören wie Patricia Highsmith, sie pflegt den poetischen, desillusionierten Ton eines Rimbaud und erzählt Geschichten, so facettenreich und surreal, wie wenn sie ein Bild von Salvador Dali nachempfinden müsste.
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Sie besitzt die Fähigkeit, Stimmungen heraufzubeschwören wie Patricia Highsmith, sie pflegt den poetischen, desillusionierten Ton eines Rimbaud und erzählt Geschichten, so facettenreich und surreal, wie wenn sie ein Bild von Salvador Dali nachempfinden müsste. Bei Faber wird “Liebe” zur blutrünstigen Fledermaus, die sich vom imaginären Turm in Brasow auf den Zürcher BluewinTower verirrt und sagt: “Du willst nicht, dass die Wunde heilt.”
Katharina Fabers Texte sind fast immer polyphon und es irritiert , da zuweilen nicht klar ist, wer spricht. Doch, wer das Glück hatte, der Autorin beim Vorlesen zuzuhören, der kann die Stimmen plötzlich zuordnen uns sich Gesichter dazu denken.
In «Le petit déjeuner africain», einer Kurzgeschichte aus dem Band “Mit einem Messer schneide ich die Zeit, wird in reizvoller Weise die revolutionäre Aufbruchstimmung in einer südfranzösischen Landkommune der Siebzigerjahre beschrieben. Da wird klar, dass Katharina Faber aus einem reichen Fundus schöpft – einerseits aus ihrem bewegten Leben, andererseits aus der konsequenten Einverleibung von Weltliteratur.

Eine Kostprobe:

Elegie heisst auf deutsch: Verschmiert vor dem Spiegel. Das heisst Elegie. Wenn man nicht aufhört, sich zu sehnen. Falsch: Es heisst anders – ich kann aber nicht sagen, wie. Sie soll doch mal versuchen, ihre Gegenwart zu bewohnen. Nach dem Nachhausekommen Ordnung schaffen! Nicht immer gleich alles fallen lassen. Die Jacke an den Haken. Was hast du denn gestern wieder Grosses gewollt? – Gleich sagt sie etwas über die Streiterei in ihrem Kopf, den Wettkampf der Stimmen. – Gleich sagt sie noch, du solltest mich jetzt sehen, wie ich komplett verschmiert vor dem Spiegel sitze, oder sie sagt, hierzulande reden sogar die eigenen Schutzengel wie Polizisten

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Mit gutem Grund stellt art-tv diese Autorin neben andere grosse Namen der Schweizer Literatur – obschon von ihr erst zwei grössere Werke publiziert sind: “Manchmal sehe ich am Himmel einen endlos weiten Strand” 2002, Roman, Bilger Verlag und und “Mit einem Messer schneide ich die Zeit” 2005, Prosa, Bilger Verlag

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