Stereofotografie von Zermatt der US-Firma Keystone View Company, um 1901, eingekerbt für das «Sculptoscope» der Whiting View Company. | © Schweizerisches Nationalmuseum

Landesmuseum Zürich | Stereomania. Die Schweiz in 3D

Publiziert am 16. Juli 2021

Stereofotografien der Schweiz aus den Jahren 1860 bis 1910

Im 19. Jahrhundert eroberten Stereobilder die Salons rund um den Globus. Die räumliche Wahrnehmung von Fotografien begeisterte und war auch für den aufkommenden Tourismus Gold wert. «Stereomania. Die Schweiz in 3D» ermöglicht den Besuchenden eine Reise zurück in die Zeit um 1900.
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Die Ausstellung zeigt erstmals zahlreiche Stereobilder, welche Anfang 2020 in die Sammlung des Schweizerischen Nationalmuseums aufgenommen wurden. Sie werden durch Zeugnisse und Berichte von Reisenden ergänzt. Zudem stehen den Besucher*innen Informationen zur stereoskopischen Industrie und Technik zur Verfügung. Die Schau wird durch die Stiftung Familie Fehlmann unterstützt.

Eine touristische Topdestination
Mit neuartigen Bildkarten und einem Stereoskop, einem sogenannten Betrachter, konnte man in dreidimensionale Welten eintauchen. Diese technische Innovation faszinierte und war zudem in der Produktion günstig. Internationale Verlage verbreiteten die Stereokarten weltweit und machten daraus schnell ein globales Massenmedium. Besonders beliebt waren touristische Motive. Sie brachten das Reisefieber in die Salons und Wohnzimmer des Bürgertums und lösten ein regelrechtes Sammelfieber aus. Das Reiseland Schweiz profitierte besonders von der Begeisterung rund um die Stereoskopie. Die bildliche Verbreitung von überwältigenden Berggipfeln oder idyllischen Seelandschaften unterstützten den steilen Aufstieg des Landes zur touristischen Topdestination.

Text: Landesmuseum Zürich

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Stereomania. Die Schweiz in 3D | Landesmuseum Zürich | Schweizerisches Nationalmuseum | 23. Juli bis 17. Oktober 2021

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