Ateliergewinnerin Thaïs Odermatt will in New York einen Film über Karaoke drehen. «Sich kreativ für Menschen ausdrücken, die man liebt, auch wenn mal ein Ton nicht stimmt.» gilt ihr als Leitsatz.

Thaïs Odermatt | Zentralschweizer Ateliers in New York

Publiziert am 05. Februar 2021

Thaïs Odermatt bekommt 2022 ein viermonatiges Atelierstipendium in New York und will dort einen Film über Karaoke drehen.

Seit 2000 betreibt der Kanton Zug zusammen mit dem Kanton Schwyz ein Wohnatelier für Kunstschaffende in New York, an welchem auch die Kantone Uri, Obwalden und Nidwalden beteiligt sind. Für den Aufenthalt in New York können sich Kunstschaffende aller Sparten (Bildende Kunst, Angewandte Kunst, Literatur, Musik, Tanz, Theater, Fotografie, Film) aus den Zentralschweizer Kantonen bewerben. Die Atelierwohnung befindet sich an der Amsterdam Avenue 502 in der Upper West Side in Manhattan.
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Die Möglichkeit eines mehrmonatigen New York Aufenthalts stellt für Künstler*innen ein sinnvolles und nachhaltig wirkendes Angebot im Bereich Kulturförderung dar. Die Kunstschaffenden nutzen den Atelieraufenthalt, um in einem inspirierenden Umfeld neue Erfahrungen und Anregungen zu sammeln, Weiterbildungen zu besuchen und ihr Beziehungsnetz zu erweitern. Das Stipendium beinhaltet die unentgeltliche Benutzung des Wohnateliers sowie einen monatlichen Lebenskostenzuschuss.

Filmemacherin, Cutterin und Videokünstlerin
Für das Jahr 2022 hat die Kulturkommission des Kantons Nidwalden Thaïs Odermatt als Stipendiatin ausgewählt. Thaïs Odermatt ist geboren und aufgewachsen in Stans, Schweiz. Machte den Abschluss des Bachelorstudiums an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern und des Masterstudiums Dokumentarfilmregie an der Filmhochschule Babelsberg KONRAD WOLF. Thaïs Odermatt arbeitet seit 2009 als freischaffende Filmemacherin, Cutterin und Videokünstlerin. Ihre Arbeiten als Regisseurin (u. a. “Nid hei cho” und “Kurt und der Sessellift”) sowie als Cutterin (“En la Boca”) wurden auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet. Während des Aufenthalts in New York möchte sie mit einem kurzen Dokumentarfilm dem Wesen der Karaokekultur nachgehen. Als Leitsatz über diesem Plan steht: Sich kreativ für Menschen ausdrücken, die man liebt, auch wenn mal ein Ton nicht stimmt.

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Die Atelierplätze 2020 der Kantone Schwyz und Zug wurden aufgrund der Corona-Situation verschoben. Die Schriftstellerin Martina Clavadetscher (SZ) und der Animationsfilmer Frederic Siegel (ZG) werden ihre Atelierstipendien im Jahr 2022 antreten.

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