Das Schweizer Klaviertrio sind Martin Lucas Staub (Klavier), Angela Golubeva (Violine) und Joël Marosi (Violoncello). | © Schweizer Klaviertrio

Festival Kammermusik Bodensee | Inspiration Beethoven

Publiziert am 12. August 2020

Das Festival Kammermusik Bodensee setzt in diesem schwierigen Jahr ein optimistisches Zeichen.

Dem 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens erweist das Programm die Referenz, indem seine Musik in Kontext zu seinen Vorgängern, Zeitgenossen und Nachfolgern gestellt wird. Die Konzerte zeichnen sich durch ungewöhnlich farbig instrumentierte Besetzungen aus. Neben das Schweizer Klaviertrio treten als zweiter kammermusikalischer Klangkörper die Bläsersolisten Aargau in Besetzungen vom Bläsertrio bis Bläseroktett. Dazu kommen die Bratschistin Ruth Killius und die Pianistin Milana Chernyavska.
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Das Schweizer Klaviertrio sind Martin Lucas Staub (Klavier), Angela Golubeva (Violine) und Joël Marosi (Violoncello).
Das Schweizer Klaviertrio sind Martin Lucas Staub (Klavier), Angela Golubeva (Violine) und Joël Marosi (Violoncello).

Der Förderkreis Kammermusik Schweiz ist Trägerverein und Veranstalter des Festivals Kammermusik Bodensee. Im Rahmen dieses Festivals soll einem breiten Publikum die Kammermusik in all ihren Facetten nähergebracht werden. Dazu gehören auch neue Wege der Musikvermittlung und der Austausch zwischen Künstlerinnen, Künstlern und Publikum.

Seine Zeit, seine Wirkung
Der Samstagabend steht unter dem Motto «Beethoven – Seine Zeit, seine Wirkung». Hier stehen Beethovens Zeitgenossen und seine Wirkung auf spätere Komponisten im Fokus. Mozarts tiefgründiges Bläseroktett in c-Moll verlässt die Welt harmloser Serenadenmusik. Von Franz Krommer, der zur gleichen Zeit wie Beethoven in Wien wirkte, erklingt seine von üppigem und vollem Klang geprägte Bläserpartita in C-Dur. Einen Kontrast dazu bilden Beethovens Variationen op. 44 für Klaviertrio, die einen simplen musikalischen Gedanken konstruktiv ausreizen und nach und nach ungeahnte Stimmungstiefe erreichen. Beethoven hat ganze Komponistengenerationen fasziniert und beeinflusst. So auch Gustav Mahler und Alfred Schnittke, deren Klavierquartettsätze eng verknüpft sind.

Engagement für den musikalischen Nachwuchs
Tagsüber finden am Samstag öffentliche und kostenlose Workshops für junge Pianisten und Kammerensembles unter der Leitung der Pianistin Milana Chernyavska und des Bratschisten Alexander Moshnenko statt. In der Matinee am Sonntagmorgen spielen dann die Teilnehmer der Workshops ein virtuoses und abwechslungsreiches Programm aus Kammermusik und Solowerken für Klavier. Damit setzt das Festival Kammermusik Bodensee sein Engagement für den musikalischen Nachwuchs auch in diesem Jahr fort.

Heiter und tänzerisch
Mit dem Schlusskonzert unter dem Titel «Divertissements» klingt das diesjährige Festival aus. Divertissement steht für Unterhaltung und Vergnügen, oft verwendet für heiter-tänzerische Bläserwerke. Diesen Titel trägt auch der 2. Satz des funkensprühenden Sextetts für Bläser und Klavier von Francis Poulenc. Davor erklingen geistreiche Bläserwerke von Giulio Briccialdi über Themen aus Rossinis «Barbier von Seviglia» und von Darius Milhaud. Geistreich auch Beethovens erstes und letztes Werk für Klaviertrio: Ein kurzer Triosatz des 14-jährigen und ein lyrisches, schon beinahe schubertsches Allegretto von 1812. Es führt nahtlos in den träumerischen Beginn von Robert Schumanns Klavierquartett, für den die Auseinandersetzung mit Beethoven eine wesentliche Inspirationsquelle darstellte.

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