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Ein musikalischer Vorgeschmack: Els Biesemans plays Mozart Piano Concerto No. 9 K. 271 «Jenamy» on Fortepiano - 3. Rondo

Fortepiano Festival Flügelschläge | Ludwig van [und die Vergessenen]

Publiziert am 02. November 2021

Ein Zürcher Klassik-Festival, das auch 2021 wieder einen neuen und überraschenden Aspekt der Klaviergeschichte in den Fokus stellt

Wie kein anderer verkörpert Ludwig van Beethoven den musikalischen Aufbruch von 1790-1830. Das Fortepiano Festival «Flügelschläge» feiert im November 2021 mit «Ludwig van [und die Vergessenen]» den grossen Komponisten und holt die damals bejubelten, heute fast vergessenen Meister Dussek, Hummel, Voříšek und Steibelt ebenso ins Rampenlicht.
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Der Verein Musik in der Bühlkirche, 2002 gegründet, pflegt die musikalische Tradition mit besonderer Akkuratesse. Er fördert Konzerte klassischer Musik auf historischen Instrumenten und Orgel–solo, mit Ensemble und mit Orchester. Seit 2013 findet das Zürcher Fortepiano Festival «Flügelschläge» jährlich unter seiner Trägerschaft und auf Initiative der Fortepianistin Els Biesemans statt. Es ist sein besonderes Merkmal, in jeder Edition einen neuen Aspekt der Klaviergeschichte zu beleuchten. Dieses Jahr feiert das Festival seine 7. Edition gleich an drei Konzertorten, die dank ihrer wahren Akustik ideal sind – in der Bühlkirche, der Predigerkirche und der Kirche St. Peter.

Das Programm in Kürze

Ein Film von Mauricio Kagel & Joseph Beuys, eine literarisch-musikalische Matinée mit Frühwerken für Cembalo und Hammerflügel, zwei Fortepiano-Recitals, ein Duo-Abend mit Star-Mandolinist Avi Avital und das Konzert «Apotheose», ein Dialog zwischen Fortepiano und Capriccio Barockorchester, spiegeln Beethovens revolutionäre musikalische Epoche und zeichnen sein bewegtes Leben. Die Musik erklingt auf Flügeln, wie sie Beethoven selber spielte – u.a. von André Stein (1788), John Broadwood (1802), Anton Walter & Söhne (1805) und Conrad Graf (1825).

«Die Mandoline ist meine Stimme»

In den letzten Jahren hat Avi Avital der Mandoline zu neuem internationalem Ansehen verholfen, ihr Repertoire wiederbelebt und sie zu einer festen Grösse im Konzertleben gemacht. «Ich betrachte es als meine Aufgabe, die historische Lücke in der Mandolinenliteratur zu füllen, damit es in Zukunft keinen Mangel an Kompositionen für dieses Instrument gibt», erklärt er. Seine künstlerischen Fähigkeiten, dargeboten in einem Repertoire, das von halsbrecherischen Arrangements von Vivaldis Vier Jahreszeiten bis zu neuen Auftragswerken reicht, verbinden Virtuosität, musikalisches Können und starke Ausdruckskraft.
Pour la belle Josephine | Avi Avital, Mandoline und Els Biesemans, Fortepiano Anton Walter und Söhne 1805 | Werke von Beethoven, Hummel, Bach und Mozart für Hammerflügel und Mandoline | Bühlkirche Zürich | Samstag, 27. November 2021 | 19:30 Uhr

Zum Film

Ende der 1960er-Jahre flaniert Ludwig van durch Bonn, an einer Schallplattenfirma vorbei zu seinem Geburtshaus, nun ein Museum. In Wahrheit ist es ein imaginäres Beethoven-Haus – Musikzimmer, Küche und Rumpelkammer liess Mauricio Kagel von Joseph Beuys und weiteren Fluxus-Künstlern ausstatten. Kuriose Requisiten, entrückte Gestalten und inszenierte Talk-Shows beleben jenen Kosmos. Sie persiflieren Sinn und Unsinn grosser Jubiläen, sie legen als Allegorie jedoch stets nahe, dass Beethoven damals wie heute «Avantgarde» ist. Der Film «Ludwig van – Ein Bericht von Mauricio Kagel» eröffnet das Zürcher Fortepiano Festival «Flügelschläge 2021». Gedreht wurde der 90-minütige Streifen 1970 anlässlich Beethovens 200. Geburtstag. Ein künstlerisches, das Absurde zelebrierende Manifest.
Ludwig van – ein Bericht von Mauricio Kagel | Film von Mauricio Kagel und Joseph Beuys | Volkshaus, Blauer Saal | Samstag, 13. November 2021 | 19:30 Uhr

Informationen zu allen Konzerten finden sich unter www.fortepiano-festival.com

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Ludwig van [und die Vergessenen] | Fortepiano Festival Flügelschläge | Fünf Konzerte und eine Filmvorführung in Zürich | 13. bis 28. November 2021

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