Otto Piene, Light and Air, Installationsansicht Langen Foundation, 2014 (Detail). | © 2020, ProLitteris, Zürich; Nachlass Otto Piene / Sprüth Magers, Berlin

5x2 Tickets | Ausstellungen | Otto Piene | Brigitte Kowanz | Museum Haus Konstruktiv | Zürich

Wann & wo:
Die Eintritte gelten für folgende Ausstellungen (an einem Tag Ihrer Wahl bis Ende Ausstellung):
Otto Piene | Die Sonne kommt näher
Brigitte Kowanz | Lost under the Surface
Ausstellungen: 6. Februar – 10. Mai 2020 | Museum Haus Konstruktiv | Selnaustrasse 25 | 8001 Zürich


OTTO PIENE | Die Sonne kommt näher | kuratiert von Sabine Schaschl

Das Museum Haus Konstruktiv widmet Otto Piene eine umfangreiche Einzelausstellung mit einer Auswahl von Werken, die zwischen 1955 und 2014 entstanden sind: Neben frühen, vom Abstrakten Expressionismus beeinflussten Gemälden werden Raster, Rauch- und Feuerbilder sowie Lichtinstallationen und Luftskulpturen gezeigt, mit denen der Künstler unter Einbezug der Elemente Licht, Feuer und Luft ein einzigartiges Œuvre schuf, das bis heute nichts an Aktualität eingebüsst hat.


BRIGITTE KOWANZ | Lost under the Surface | kuratiert von Sabine Schaschl

Das Museum Haus Konstruktiv würdigt die österreichische Künstlerin Brigitte Kowanz mit einer umfangreichen Einzelausstellung. Die retrospektiv angelegte Schau zeigt, wie Kowanz seit den 1980er-Jahren das Medium Licht als eigenständiges Phänomen wie auch als Informationsträger erfahrbar macht.

Webseite: Museum Haus Konstruktiv

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OTTO PIENE | Die Sonne kommt näher
Otto Piene (geb. 1928 in Bad Laasphe, gest. 2014 in Berlin) hat zunächst an der Akademie der Bildenden Künste in München und an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf studiert, bevor er 1957 in Philosophiestudium an der Universität zu Köln absolvierte. 1958 gründet er mit Heinz Mack die Gruppe ZERO, der sich drei Jahre später auch Günther Uecker anschliesst und aus der sich allmählich eine internationale Bewegung entwickelt. Gemeinsam propagieren sie in zahlreichen Ausstellungen und Happenings den Nullpunkt und einen Neuanfang in der Kunst. Besonders fasziniert sind die ZERO-Künstler vom Medium Licht. Otto Piene setzt es als gestalterisches Element in seinen präzise choreografierten Lichtballetten ein – in Installationen also, in denen Licht aus rotierenden, mit Spiegeln versetzten Objekten und durch perforierte Wände in den abgedunkelten Raum scheint. Daneben beginnt er, mit Feuer, Rauch und Luft zu experimentieren. Die dabei entstehenden Arbeiten setzen sich klar von den damals gängigen Kunstformen ab. Die Übersiedlung 1965 nach New York eröffnet ihm neue Möglichkeiten: Auf Einladung von György Kepes wird Piene 1968 Stipendiat (sechs Jahre später Direktor) des neu gegründeten Center for Advanced Visual Studies (CAVS) am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, das noch heute für die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Künstlern bekannt ist. Dort findet er ideale Bedingungen, um seine visionären, zunächst für den Aussenraum entwickelten Sky-Art-Projekte zu realisieren: Er lässt grossformatige, mit Luft und Helium aufgeblasene Objekte in den Himmel steigen.

Dass es Otto Piene in seiner Kunst stets um die Übertragung von Energie ging – er selbst hat immer wieder darauf hingewiesen –, wird in den ausgestellten Lichtinstallationen und Luftskulpturen mehr als deutlich. Zugleich ist es ihm gelungen, einen innovativen Beitrag zur sogenannten immateriellen Kunst zu leisten, deren Strahlkraft bis heute anhält.

BRIGITTE KOWANZ | Lost under the Surface
Licht ist nicht gleich Licht. Das wird an den Objekten, Installationen und Rauminterventionen erkennbar, die Brigitte Kowanz (geb. 1957 in Wien, lebt und arbeitet in Wien) seit gut vierzig Jahren unter Verwendung unterschiedlicher Leuchtmittel fertigt. Wie vielfältig das immaterielle, flüchtige Medium sein kann, zeigt Kowanz in ihrer umfassenden Schau im Museum Haus Konstruktiv. Ob künstlerisches Werkzeug, Medium für Information, Mittel zur Verschleierung oder ephemeres Phänomen: Die vielfältigen Aspekte und Funktionsweisen von Licht, die bei einer flüchtigen Betrachtung schnell unter der leuchtenden Oberfläche verloren gehen, werden in der Ausstellung Lost under the Surface, die ihren Titel der gleichnamigen kleinformatigen Spiegelarbeit verdankt, erklärt und sinnlich erfahrbar gemacht.

Neben frühen Arbeiten, in denen insbesondere Prozesse des Beleuchtens Thema sind, werden zahlreiche Werke aus den Folgejahren präsentiert, in denen beispielsweise Neonschlaufen – in der Form von Schriftzeichen und Codes – gesellschaftspolitische und kulturtheoretische Botschaften formulieren. Gerade mit solchen Arbeiten veranschaulicht Kowanz, dass Licht nicht bloss ein neutrales Vehikel für Information ist, sondern diese entscheidend mitgestaltet. Insgesamt stellt die Soloschau so grundsätzliche Gewissheiten infrage: Mit der Eindeutigkeit von Information ist es weniger weit her, als wir uns das vielfach wünschen – eine Botschaft, die in unseren angeblich «postfaktischen Zeiten» deutlichen Widerhall findet.

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