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5x2 Tickets | Spielfilm | Alice et le maire


Als eine junge Philosophin dem mächtigen Mann zur Hilfe kam…

Dem Bürgermeister von Lyon gehen die Ideen aus. Nach dreißig Jahren in der Politik fühlt er sich leer. Um dieses Problem zu lösen, beschließt sein Team, eine brillante junge Philosophin, Alice Heimann, zu engagieren. Es entwickelt sich ein Dialog zwischen Alice und dem Bürgermeister, der sie zusammenbringt und ihre Gewissheiten erschüttert.

Zum Film
Paul Théraneau, dem sozialistischen Bürgermeister von Lyon, geht es schlecht. Nach dreissig Jahren in der Politik fühlt er sich völlig leer und hat einfach keine Ideen mehr. Da fasst er einen ungewöhnlichen Entschluss: Er stellt die junge und brillante Philosophin Alice Heimann als persönliche Assistentin für den gedanklichen Austausch an. Sie soll ihn aus der Reserve locken und seinem müden Geist wieder auf die Sprünge helfen. Doch im Verlaufe ihrer immer intensiveren Diskussionen stellt sich allmählich die unvermeidliche Frage: Sind Philosophie und das politisch Notwendige miteinander vereinbar? «Alice et le maire» ist Nicolas Parisers zweiter Langspielfilm und feierte seine Premiere an den Internationalen Filmfestspielen von Cannes im Rahmem der Quinzaine des réalisateurs. Fabrice Luchini und Anaïs Demoustier beeindrucken mit ihrem Schauspiel als ungleiches und dennoch harmonisches Gespann. Ein kritisch-komödiantischer Blick hinter die Kulissen der Politik – inspirierend und gespickt mit intelligenten Dialogen.

Alice et le maire | Regie: Nicolas Pariser | Komödie, Drama | 103 Minuten | Frankreich, Belgien 2019 | Verleih: Filmcoopi (Agora) | Filmstart Deutschschweiz: 2. Juli 2020 | Kinos und Spielzeiten

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arttv Rezension
«Bescheidenheit»: Das ist das heilsbringende Losungswort in diesem rasant inszenierten Film aus Frankreich, denn Bescheidenheit soll die politische Karriere des sozialistischen Bürgermeisters von Lyon retten. Dafür muss er vom hohen Ross heruntersteigen, weg vom ewigen Leerlauf, das sein Amt mit einem grossen Stab von aufgeregten und sich wichtig nehmenden Beratern bestimmt und vor allem heisse Luft produziert. Seine Agenda ist übervoll und seine Tage gleichen einem Hürdenlauf. Es ist die politisch völlig unerfahrene Alice, gebildet, selbstsicher und mit Bodenhaftung, die in den direkten Dienst des Bürgermeisters gestellt wird, um ihm das politische Überleben zu sichern. Sie soll ihn mit Ideen füttern, weil er seit Jahren nur noch funktioniert und nicht mehr denken kann. Dafür wurde eigens eine Stelle geschaffen, die es in der Marie bis anhin nicht gegeben hat. Alice ist Philosophin, verliert nie den Durchblick und lässt sich vom grossen Brimborium in diesem Amt nicht beeindrucken. Ihrem Chef sagt sie klar die Meinung, kennt Rousseau, Orwell und all die andern, liest viel, liest ihm vor, sagt ihm schliesslich, das wichtigste sei, dass er den Kontakt zu seinen Wählern wieder finde, um zu verstehen, was sie bedrücke, was ihre Anliegen seien. Und da kommt die Bescheidenheit ins Spiel, weg von der intellektuellen Schaumschlägerei. Eine gemeinsam verfasste Rede soll ihn wieder auf Kurs bringen und könnte entscheidend sein. Er denkt sogar ans Präsidentenamt.

Dem 46 Jahre alten Regisseur Nicolas Pariser, der sich mit seinen Filmen oft mit der französischen Politik auseinandersetzt, war es bei «Alice et le Maire» ein Anliegen, das Innenleben einer solch grossen Institution wie das eines Bürgeramtes zu zeigen. Und das ist eine der Stärken von «Alice et le Maire»: Man wird gefangen in diesen grossen, zum Teil prunkartigen Büros, wo sich die Angestellten wie Ameisen bewegen, und von morgens bis abends auf Trab gehalten werden.
Für die Herstellung seines Filmes hat der Regisseur keine Digitalkamera eingesetzt, sondern dem alten 35 mm-Filmmaterial vertraut. Die Textur der Bilder und die Farben seien natürlicher und stärker. Klar ist aber, es sind der brillante Fabrice Lucchini als Bürgermeister und Anaïs Demoustier als seine Lehrmeisterin, die dem Film das verleihen, was er ist: Eine zeitgenössische politische Burleske, verbunden mit der sinnigen Frage, was Politik denn eigentlich soll. Madeleine Hirsiger, arttv.ch

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