Die Figuren von Eleonore Frey verschwinden im Wald. Im Wissen, dass ihre Geschichten bleiben werden.

Engeler-Verlag | Eleonore Frey | Waldleute

Publiziert am 06. Februar 2018

Die Zürcher Autorin entführt in poetisch-philosophische Gefilde.
Ein Gruppe alter Frauen und Männer geht in den Wald, den Tod zu suchen. Mit dem Eintritt in den Wald verlieren sie ihre Namen, nicht aber ihre Geschichte.

«Waldleute» | Roman von Eleonore Frey | Engeler Verlag | ISBN 978-3-906050-34-8.

Die Geschichten, die bleiben
Eleonore Frey erzählt von der Frau mit dem Kopftuch in den Herbstfarben der Wälder ihrer Heimat, von dem Blinden, der die Stille hört, dem Wiedergänger, der zum zweiten Mal auf dem Weg in den Wald ist, von der Frau mit dem weissen Schopf und der Märchenfrau, die dem Kind, das sie im Wald finden, sagt: «Du wirst dein Leben lang erinnern müssen, was du gelebt hast. Je älter du wirst, desto mehr.» – «Ich will bei euch bleiben,» sagte das Kind, «und wenn ihr alle gestorben seid, bin ich gross und gehe rund um die Welt.» Mit Eleonora Freys Prosa gehen wir immer tiefer in diesen Wald, der uns an unser Leben erinnert und doch mit jedem Schritt unvertrauter wird – traumhaft wahr und betörend schön.

Über die Autorin
Eleonora Frey wurde 1939 in Frauenfeld geboren und lebt heute in Zürich. Von 1958 bis 1966 studierte sie Germanistik, Romanistik und Komparatistik an der Universität Zürich und der Sorbonne. 1966 promovierte sie mit einer Arbeit über Franz Grillparzer; 1972 erfolgte ihre Habilitation. Von 1982 bis 1997 wirkte sie als Titularprofessorin für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Zürich.

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