Irena Brežná | © Kai Geerk

Neues Buch | Irena Brežná | Wie ich auf die Welt kam | In der Sprache zu Hause

Publiziert am 11. Juli 2018

Sprachmächtig erzählt die preisgekrönte Schriftstellerin und Kriegsreporterin von Engagement und Empörung, Fremdsein und Freiheit.
«Denke, was du willst, aber sag es nicht.» Das mütterliche Verbot machte aus Irena Brežná eine Schreibende. Bis heute betrachtet die engagierte Autorin ihre Texte als ein «Aufbäumen gegen das Gebot des Schweigens und des Nichthandelns». Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings flüchtete die Achtzehnjährige aus Bratislava in die Schweiz.

Irena Brežná | «Wie ich auf die Welt kam – In der Sprache zu Hause» | 192 Seiten, 20.4 × 13.5 cm, gebunden | ISBN 978-3-85869-795-0, 1. Auflage | Erscheint am 23.07.2018 | Mit zahlreichen Schwarz-Weiß-Fotos

Buchvernissage
Montag, 20. August 2018, 19:30 bis 21:30 Uhr | Bider und Tanner, Basel

Irena Brežná im »Hörpunkt« auf SRF2 Kultur
Sonntag, 02. September 2018, 09:00 bis 11:00 Uhr | Radio SRF2 Kultur
Die Sendung »Hörpunkt« begleitet Irena Brežná und zwei weitere Autoren bei ihrer Rückkehr in die alte Heimat.

»Ach, 68!« – Irena Brežná im Theater Basel
Samstag, 15. September 2018, 20:00 bis 22:00 Uhr | Theater Basel
Zusammen mit Irena Brežná schaut das Theater Basel zurück auf die Saison 1968/1969, die mit einer spontanen Matinee begann — «Schriftsteller und die Tschechoslowakei» hiess sie und es sprachen u. a. Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch und Günter Grass. Szenische Installation. Anschliessend Gespräche.

Neue Heimat
Es war das Jahr 1968, für die junge Frau eine wichtige Weichenstellung. Im Exil fand sie bald Zuflucht in der neuen Sprache, entdeckte das kritische Denken. Die Teilnahme am öffentlichen Diskurs liess sie sich fortan nie mehr verbieten, weder als Einwanderin noch als Frau. Vielmehr fand sie darin Identität und Haltung.

In der Arbeit zu Hause
Irena Brežná ist da zu Hause, wo sie schreiben kann. Davon zeugen die Essays und Reportagen in diesem Buch. Sie erzählen vom Roten Platz, wo der Dissident Viktor Fainberg sämtliche Zähne verlor, und von Friedrich Dürrenmatt, der so wohltuend kompromisslos war. Von der Männerwelt der russischen Mafia, tschetschenischen Friedensfrauen und dem Überwinden der Angst. Aber auch vom organisierten Widerstand gegen das Fällen einer Pappel in einem Basler Hinterhof.

Zur Autorin
Irena Brežná, geboren 1950 in der Tschechoslowakei, emigrierte 1968 in die Schweiz und lebt heute in Basel. Sie ist Journalistin, Schriftstellerin, Slawistin, Psychologin und Menschenrechtlerin. Ihr Roman «Die undankbare Fremde» (2012) wurde mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. Weiter erhielt sie u.a. für ihre Kriegsreportagen aus Tschetschenien den Emma-Journalistinnen-Preis und den Theodor-Wolff-Preis sowie den Zürcher Journalistenpreis für ihre Reportage über kosovarische Flüchtlinge.

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