Schweizer Buchpreis
Cover des Buches «Eidechsenkind» von Vincenzo Todisco - nominiert für den Schweizer Buchpreis 2018. |

Schweizer Buchpreis 2018 | Die 5 Nominierten stehen fest

Publiziert am 19. September 2018

Illegal in die Schweiz eingewanderter Italienerbube.

Vincenzo Todisco ist einer der fünf Nominierten für den Schweizer Buchpreis 2018. In seinem Buch «Eidechsenkind» erzählt er von einem illegal in die Schweiz eingewanderten Italienerbuben, der sich in der Wohnung seiner Eltern verstecken muss. Aus der Sicht eines Kindes erzählt der erschütternde Roman vom klandestinen Schicksal in einem belebten Wohnhaus, von kindlichem Einfallsreichtum und heimlicher Freundschaft.
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Klandestines Schicksal in einem belebten Wohnhaus
1970 lebten eine Viertelmillion italienische Gastarbeiter in der Schweiz. Die «Tschingge» waren bei vielen mehr geduldet als willkommen. «Das Eidechsenkind» erzählt die Geschichte eines Kindes, das nicht hätte hier sein dürfen: Das Eidechsenkind ist in Italien daheim und im Gastland zu Hause. Hier muss es sich verstecken: unter der Kredenz, im Schrank, in der Abstellkammer. In Ripa hingegen rennt der Junge wie alle Kinder dem Ball hinterher, jagt draußen den Wespen nach, gleitet von einer Umarmung in die andere. Dort, bei Nonna Assunta, wo ein Haus darauf wartet, fertig gebaut zu werden. Hier im Gastland geht der Vater Tag für Tag auf den Bau, die Mutter in die Fabrik – das Eidechsenkind lässt Stunden und Tage verstreichen. Es vermisst die Wohnung mit seinen Schritten, hört die Nachbarin um Mehl bitten, die Kinder im Hof Fangen spielen, sieht die Stiefel des Padrone, der gerne zum Abendessen kommt und lange bleibt. Bis es sich eines Tages zu heimlichen Streifzügen ins Treppenhaus hinauswagt, in andere Wohnungen, wo niemand die Gegenwart des Eidechsenkindes auch nur ahnt. Einzig Emmy, dem Mädchen, das neu im dritten Stock wohnt, gibt sich das Eidechsenkind zu erkennen. Der Dachstock gehört ihnen, doch bald will Emmy hinaus in die Welt, eine Band gründen, ans Meer.

Schweizer Buchpreis 2018 – Die Finalisten
Heinz Helle, Gianna Molinari, Peter Stamm, Vincenzo Todisco und Julia von Lucadou sind auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises 2018. Die nominierten Autor*innen werden ihre Bücher zuvor auf einer Lesetour durch Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentieren. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 42‘000 Franken dotiert. Der oder die Preisträger*in erhält 30‘000 Franken, die vier anderen Finalist*innen erhalten jeweils 3‘000 Franken. Die öffentliche Preisverleihung findet Mitte November statt.

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«Schweizer Buchpreis 2018» | Öffentliche Preisverleihung im Rahmen des Literaturfestivals BuchBasel | Theater Basel, 11. November 2018, 11:00

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