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Künstlerhaus Boswil | Portrait

Publiziert am 07. Oktober 2019

Ein Zentrum für klassische Musik, Ort der Begegnung, des internationalen Kulturaustauschs, der künstlerischen Auseinandersetzung und des Rückzugs.
Früher eine Pension für Kulturschaffende, konzentriert sich das Künstlerhaus Boswil heute ganz auf die Musik. Die private Stiftung, zu der die Alte Kirche sowie weitere Liegenschaften gehören, veranstaltet mit dem Weltklassik-Festival «Boswiler Sommer», dem Zyklus Meisterkonzerte sowie weiteren Anlässen, die sich an ein breites kulturinteressiertes Publikum richten.

Nächste Veranstaltung: 12. Oktober 2019 | Schlusskonzert der Akademie für Neue Musik FLOW
27. Oktober 2019 | Chiaroscuro Quartet

Unterstützung bedeutender Künstler*innen
1953 gründeten Willy Hans Rösch und Albert Rajsek eine Stiftung mit dem Ziel, die Alte Kirche und das alte Pfarrhaus Boswil vor dem Abbruch zu retten und hier ein Heim für betagte und mittellose Künstler*innen zu schaffen. Renommierte Kulturschaffende wie Pablo Casals, Clara Haskil, Wilhelm Backhaus, Geza Anda, Yehudi Menuhin, Edzard Schaper, Maria Becker trugen in der Folge mit Benefizveranstaltungen zur Tragfähigkeit der Stiftung bei. 1960 zogen die ersten Pensionäre ins renovierte Pfarrhaus, unter ihnen die Maler Carl Zürcher und Walter A. Steffen, der Regisseur Kurt Früh und die Tänzerin Stefanie Darras. Zur selben Zeit begann der neu gegründete Verein Künstlerhaus Boswil mit der Organisation von Veranstaltungen; später kamen Kurse, Symposien und Tagungen hinzu: der Meisterkurs von Marcel Moyse, der Internationale Kompositionswettbewerb (begründet von Klaus Huber), das Symposium «Musik in dieser Zeit» (Kurt von Fischer). Im 1970 erworbenen Atelierhaus erhielten Komponist*innen und bildende Künstler*innen aus den damaligen Ostblockländern vorübergehend Arbeitsmöglichkeiten.

Vom Künstlerheim zum Künstlerhaus
Mit dem Tod der letzten Pensionärin 1991, begann eine Neuorientierung. Willy Hans Rösch, der Mitbegründer und langjährige Leiter, trat zurück, der Stiftungszweck wurde neu definiert. Das Künstlerheim wurde zum Künstlerhaus. Boswil profilierte sich in der Folge als Kulturzentrum, das in öffentlichen Veranstaltungen, in Weiterbildungsangeboten und Atelieraufenthalten Impulse und Akzente in einem breiten kulturellen Spektrum (klassische Musik, Jazz, Literatur, Bildende Kunst, Tanz, Theater) setzte.

Ort der Musik
Seit 2006 widmet sich das Künstlerhaus Boswil als Ort der Musik mit kantonalem Leistungsauftrag ausschliesslich der Musik. Im Zentrum steht die Klassische Musik, mit öffentlichen Konzertplattformen (Boswiler Meisterkonzerte, Boswiler Sommer), dem Bereich der Aus- und Weiterbildung (Boswiler Akademie), aber auch eigenen Ensemble- und Orchesterprojekten (Ensemble Boswil, JSAG, JOG). So stehen qualitativ herausragende Konzerte neben einer breiten Palette der Jugendförderung. Neben diesen ständigen Plattformen setzen spezifische Musikveranstaltungen zusätzliche Akzente: 2009 formierten sich im Rahmen der “Boswil Show 09” 640 Mitwirkende unter der Leitung des Künstlerhauses zum “Largest Cowbell Ensemble” der Welt und erreichten einen Eintrag im Guinnes-Buch der Weltrekorde. 2011 erklang erstmals überhaupt, in Kooperation mit murikultur, eine Gesamtaufführung von Franz Schuberts Werk für Klavier vierhändig, innert 4 Tagen und 6 Konzerten. Und im gleichen Jahr realisierte das Künstlerhaus während des Boswiler Sommer-Festivals, in Kooperation mit den Firmen tpc und Centralheli, die Schweizer Erstaufführung von Karlheinz Stockhausens Helikopter-Streichquartett.

1.1 Videobericht als Web-Movie
Sie können unsere Videos kostenlos mittels Embed-Code in Ihre Website einbinden. Regelmässiges und mehrmaliges Einbinden von art-tv Videos in eine andere Website als art-tv.ch bedarf unserer Zustimmung.

1.2 Web-Video auf Datenträger
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1.3 Videobericht hochauflösend
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1.5 TV und Film
Für TV-Sender oder für Filmprojekte bestehen spezielle Regelungen, bitte kontaktieren Sie uns diesbezüglich. (+41 (0) 76 337 59 99)

Rechtliches
Der Bericht und das Videomaterial dürfen nur für den Eigenbedarf verwendet werden und nicht an Dritte abgegeben oder verkauft werden. Eine andere Einbindung in eine Website als über den Embed-Code ist u.U. kostenpflichtig. Die Tarife werden im Einzelfall ausgehandelt.

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