Player laden ...
Der erste Superstar des Schweizer Fernsehens: Heidi Abel. Vor der Kamera perfekt und fröhlich, privat voller Zweifel und Ängste. | Video SRF Archiv

Zeitreise | Heidi Abel – Licht und Schatten einer TV-Pionierin

Publiziert am 14. Januar 2019

Regisseur Felice Zenoni begibt sich auf die Spuren des ersten weiblichen «Superstars» des Schweizer Fernsehens.
Der Krebstod von Heidi Abel mit 57 war ein Schock für die ganze Schweiz. An ihrem Todestag, dem 23. Dezember 1986, verstummte der Sender für eine Minute als Zeichen der kollektiven Trauer. Bis heute ein einmaliger Vorgang in der Geschichte des Schweizer Fernsehens. Felice Zenonis Biopic schildert liebevoll das Leben einer Frau, die mit perfekten Moderationen brillierte, die aber auch voller Zweifel und Ängste war. Sein Film ist zudem eine wunderbare Zeitreise zu den Anfängen des Fernsehens.

Vor der TV-Ausstrahlung findet am Sonntag, 10. Februar 2019, 11.00 Uhr im Cinema Leuzinger, Altdorf UR eine Vorpremiere statt | Eintritt: 10 CHF | Für Mitglieder der SRG Uri oder einer der anderen Zentralschweizer Sektionen der SRG ist der Eintritt frei | Die Mitgliedschaft kann auch direkt vor Ort abgeschlossen werden.

Ticketreservation unter 041 870 50 00 oder info@cinema-leuzinger.ch

First Lady und 920 Antennen
Das Schweizer Fernsehen war erst ein paar Monate auf Sendung, als am 1. Januar 1954 Heidi Abel zu einer Handvoll TV-Pioniere im Zürcher Bellerive Studio stiess. Als Ansagerin führte die 25-jährige Baslerin durchs Programm. Bei den ersten Gehversuchen des Schweizer Fernsehens gab es gerade mal 920 Konzessionäre. «Zu Beginn schaute ich abends auf dem Heimweg, auf welchen Dächern eine TV-Antenne installiert war», erinnerte sich Heidi Abel später an die Pionierjahre. Mit ihrem Charme und einem Herz für Mensch und Tier eroberte sie das rasch wachsende Publikum und wurde zur First Lady des Schweizer Fernsehens. 1968 überschritt die Zahl der Fernsehkonzessionäre die Millionengrenze. Mit zunehmender Popularität stieg auch die Vereinnahmung durchs Publikum. «Das Publikum frisst mich regelrecht auf», klagte die Fernsehschaffende. Ihr hoher professioneller Anspruch und ihr Bestreben, stets für ihr Publikum da zu sein, verhinderten ein normales Privatleben und zeigten die schmerzhafte Kehrseite des Traumberufes.

Zweifel und Ängste
Auf diese weitgehend unbekannte Seite von Heidi Abel fokussiert der Filmautor Felice Zenoni. Wie viele seiner Generation ist er mit Heidi Abels «Kinderstunde» oder Kultsendungen wie «Musik & Gäste» oder «Heidi Abel sucht Plätze für Tiere» in den 1970er- und 1980er-Jahren aufgewachsen. Er nimmt das Publikum mit auf eine Zeitreise, die zu den Anfängen des Mediums führt. Der frische, unverwechselbare Moderationsstil der TV-Pionierin Heidi Abel ist Kult. Vor der Kamera wirkte der grösste, weibliche Star des Schweizer Fernsehens souverän, doch privat war sie zweifelnd und suchend. Ihre engsten Freudinnen, ihr langjähriger Lebenspartner und ehemalige Berufskollegen wie Kurt Aeschbacher oder der ehemalige Fernsehdirektor Peter Schellenberg, erinnern sich an die charismatische TV-Frau. Neu aufgetauchtes Filmmaterial, in dem Heidi Abel selbst zu Wort kommt, erlaubt einen ungeschminkten Blick auf ihr Innenleben.

1.1 Videobericht als Web-Movie
Sie können unsere Videos kostenlos mittels Embed-Code in Ihre Website einbinden. Regelmässiges und mehrmaliges Einbinden von art-tv Videos in eine andere Website als art-tv.ch bedarf unserer Zustimmung.

1.2 Web-Video auf Datenträger
Sie können einen unserer Web-Videos für 35.- Franken plus 5.- Handling auf einer CD bestellen. Es gelten dieselben Bestimmungen wie unter Punkt 1.1.

1.3 Videobericht hochauflösend
Möchten Sie den Bericht in Kinoqualität besitzen oder diesen weiterverarbeiten? Gerne erstellen wir für Sie eine Daten-DVD im gewünschten Format (MPG/DV o.ä.) für Fr. 250.- Franken. Ohne weitere Angaben erhalten Sie den Trailer im Formt DV Pal.

1.4 Kopie des Rohmaterials
In begründeten Fällen können wir Ihnen das gesamte Rohmaterial im gewünschten Format zur Verfügung stellen. Eine digitale Kopie kostet 280.- Franken*. Ist das Originalmaterial noch auf Digitalkassetten gespeichert kostet das Kopieren der ersten 100 Minuten (oder 2 DV-Bänder) insgesamt 280.- Franken, jede weitere Stunde derselben Produktion 50.- Franken*. Wünschen Sie ein anderes Format, oder haben Sie andere Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

1.5 TV und Film
Für TV-Sender oder für Filmprojekte bestehen spezielle Regelungen, bitte kontaktieren Sie uns diesbezüglich. (+41 (0) 76 337 59 99)

Rechtliches
Der Bericht und das Videomaterial dürfen nur für den Eigenbedarf verwendet werden und nicht an Dritte abgegeben oder verkauft werden. Eine andere Einbindung in eine Website als über den Embed-Code ist u.U. kostenpflichtig. Die Tarife werden im Einzelfall ausgehandelt.

Preise exkl. MwSt

* Pflichtfelder

Das könnte Sie auch interessieren

Kulturgeschichte, Projekte

Porträt | Buchdruckwerkstatt Hochdorf

In Hochdorf setzt ein kleiner Verein auf die Pflege eines alten Handwerks.
Mehr
Kunst | Fotografie, Kulturgeschichte, Wissen, Ausstellungen

Nidwaldner Museum | Jäger, Tiere, Wilderer — Handwerk und Legenden in Nidwalden

Jagen und Wildern gehören zu den ältesten Tätigkeiten der Menschheit. Haben sie noch Platz in einer Zeit, in der sich Veganer zu Heiligen aufspielen?
Mehr
Kulturgeschichte, Festivals, Projekte, Kulturpolitik

Kulturlandsgemeinde 2019 | Gemeinsinn in digitalen Zeiten

Was hält die Gesellschaft heute und in Zukunft zusammen? Das zweitägige, interdisziplinäre Festival sucht lustvoll nach Antworten.
Mehr
Architektur | Design, Kulturgeschichte

Textilmuseum St. Gallen | Mode Circus Knie

Prächtige Gewänder aus dem Bestand der Familie Knie lassen hundert Jahre Zirkusgeschichte Revue passieren.
Mehr

Anzeige

Kunst | Fotografie, Kulturgeschichte, Wissen, Ausstellungen

Schweizerische Nationalbibliothek Bern | Von Oben | Eine Ausstellung zur Luftaufnahme

1890 - Aufregung herrscht im Land, erstmals zeigen Fotos die Schweiz von oben. Ein historischer Streifzug von den Anfängen bis zu Drohnenbildern.
Mehr
Kulturgeschichte

Glasi Hergiswil | Glaskunst seit 1817

202 Jahre ist sie alt, die Glasi Hergiswil. Mehrmals stand sie vor dem Konkurs. Gerettet hat sie ein Visionär.
Mehr
Architektur | Design, Kulturgeschichte, Wissen, Projekte, Ausstellungen

Museum für Kommunikation Bern | Sounds of Silence

Erleben Sie das Luxusgut Stille! Eine dreidimensionale Ausstellung für alle Sinne bietet eine wunderbare Auszeit. Eine Erfahrung, die sich lohnt.
Mehr
Wissen, Ausstellungen

Stapferhaus Lenzburg | FAKE. Die ganze Wahrheit

Fake News, Fake-Profile und Fake-Produkte: Die Eröffnungsausstellung des neuen Hauses.
Mehr
Projekte, Kulturpolitik

Rathaus für Kultur | Lichtensteig

Im Dezember 2018 und Januar 2019 wird das Rathaus zum Rathaus für Kultur umgebaut. Gesammelt werden 33‘333 Franken für den Umbau des Rathauses.
Mehr
Kunst-Szene, Kulturpolitik

Schule & Kultur | Mondopoly

Mondopoly ist ein Begegnungsspiel, das den Lebensraum von Schulklassen als Spielbrett nutzt.
Mehr
Kulturgeschichte, Wissen, Festivals, Ausstellungen

Scent Festival | Schloss Wildegg | Festival der Düfte

Eine Duftreise, die den Besucher verzaubert und in eine andere Welt versetzt.
Mehr

eMagazin

Neuste Ausgabe

Alle Ausgaben

Mitglied werden

Profitieren

Mehr

Pinnwand

Kultur News

Film-Szene

Innerschweizer Filmpreis | Hollywood made in Luzern

Mehr
Literatur-Szene, Bücher

Schweizerisches Literaturarchiv | Die Konkrete Poesie Eugen ...

Mehr
Klassik | Jazz, Musik-Szene

Luzerner Sinfonieorchester | International Classical Music ...

Mehr
Kunst | Fotografie, Ausstellungen

Kunsthaus Baselland | Anna Winteler | Körperarbeit

Mehr
Pop | Volk, Festivals

Between the Beats Festival 2019 | Das Programm steht

Mehr

Wettbewerbe

Gewinnen

Mehr

eClick

Sonderausgabe

Ausgabe ansehen