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Fondation SUISA | Porträt | Goran Kovačević

Publiziert am 13. März 2020

Goran Kovačević ist ein Verwandlungskünstler – zwischen Stilen, Epochen und Kulturen zu Hause.

«Ich bin kein Kämpfer für ein unterschätztes Instrument», sagt er, «ich will einfach nur gute Musik machen.» Entdecke die Möglichkeiten: Das ist die Einladung ans Publikum, wann immer der Musiker ein Konzertpodium betritt. Goran Kovačević, Professor für Akkordeon und Kammermusik, wurde 1971 in Schaffhausen geboren und lotet seit seinem sechsten Lebensjahr die musikalischen Möglichkeiten des Akkordeons aus.
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Goran Kovačević erhielt seinen ersten Unterricht von seiner Mutter im Alter von 6 Jahren. Als Kind serbischer Einwanderer war die osteuropäische Folklore sein erster musikalischer Bezug. Er befasste sich intensiv mit der Folklore osteuropäischer Länder und vertiefte sein Akkordeon-Spiel bei Ljubisa Pavković und Vladeta Kandić «Bata Kanda» in Belgrad.

Kovačević ist Preisträger internationaler Wettbewerbe wie Coupe Mondiale, Internationaler Akkordeonwettbewerb in Klingenthal, Mozarteum Salzburg, DAAD Preis Bonn, mehrfacher Junge Ohren Preis Berlin. An den Hochschulen Luzern und Bern wird er regelmäßig als externer Experte für Akkordeon eingeladen. Bei den Wettbewerben Coupe Suisse de l´Accordeon und beim Prima la Musica in Österreich wirkt er regelmäßig in der Jury mit. Seit 1999 ist Goran Kovačević Professor für Akkordeon und Kammermusik am Landeskonservatorium in Feldkirch (Österreich). Als Solist und Kammermusiker in verschiedenen Besetzungen führten ihn seine Konzerttourneen durch Europa, nach Amerika und Asien.

Im April 2017 wurde Kovačević der Anerkennungspreis der Kulturstiftung St. Gallen verliehen, der für Persönlichkeiten und Projekte vergeben wird, die durch Kontinuität und durch ein hohes Niveau geprägt sind.

Das Akkordeon atmet
Ist das Akkordeon ein Lebewesen? Vielleicht … Es brummt und winselt, es atmet, es singt sich die Seele aus dem Leib – vorausgesetzt, man versteht zu spielen wie Goran Kovačević es tut, es gleichsam zu umarmen und ihm die ganze Bandbreite an Emotionen zu entlocken, die dieses einzigartige Instrument hervorzurufen vermag. Kaum ein portables Instrument birgt so viele Klangfarben, so differenzierte Formen der Tongebung und des Ausdrucks in sich wie das Akkordeon. Kaum eines schmiegt sich geschmeidig und unaufdringlich weit auseinander liegenden Stilrichtungen an, verträgt sich mit Barockmusik ebenso gut wie mit Tango und Free Jazz, mit Musette nicht minder als mit zeitgenössischer Atonalität.

Vielfältiges Repertoire
«Fast alle zeitgenössischen Komponisten haben für Akkordeon geschrieben, nicht nur Sofia Gubaidulina, auch Berio, Kagel, Wolfgang Rihm, Klaus Huber. Sie loten Extrembereiche aus, nicht nur spieltechnisch», sagt Goran Kovacevic. Er ist vielseitig und spielt Tango Nuevo von Piazzolla, klassische Musik, vor allem Bach, Scarlatti, Rameau, Couperin, deren Werke ohne Bearbeitung auf dem Akkordeon interpretiert werden können, beschäftigt sich mit Jazz, Zigeunermusik und Tango.

Verschmelzung der Genres
Kovačević komponierte Theater- und Filmmusik für Akkordeon mit Streichquintett, Bläser, Chor und Sinfonieorchester. In seinen Kompositionen widmet er sich zunehmend dem Thema der Verschmelzung verschiedener Genres, in dem Bestreben mit Musik kulturelle Grenzen zu überwinden. Durch das Zusammenfügen der Kernelemente aus den unterschiedlichen Traditionen, wie Alpenmusik, Balkan, Jazz, Klassik, Musette und Tango, entwickelte er eine eigene Klangsprache. Bisher (2017) veröffentlichte er 47 CDs mit Werken aus der Klassik, Moderne, Virtuosen U-Musik, Folklore, Jazz und Tango-Nuevo.

Studium in der Schweiz und Deutschland
In der Schweiz besuchte er die Musikschule Lobsiger in Schaffhausen und bereitete sich bei Max Ruch intensiv auf das Studium vor. Später folgten Studien am Konservatorium Winterthur und an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen (Deutschland) bei Hugo Noth. Meisterkurse am Mozarteum in Salzburg bei Stefan Hussong, bei Ivano Battiston in Florenz, bei Friedrich Lips aus Moskau, bei Ivan Koval aus Weimar und Joseph Macerollo an der University of Toronto ergänzten seine künstlerische Ausbildung.

Appenzeller Balkanjazz
Der Akkordeonist, Professor für klassisches Akkordeon und Wandlungskünstler zwischen Stilen, Epochen und Kulturen Goran Kovačević und das Trio «Appenzeller Echo» bringen in ihrem Programm «Appenzeller Balkanjazz-Stubete» die Volksmusiken des Balkans und des Appenzells zusammen und schaffen eine Symbiose nicht nur dieser zwei Musikkulturen, sondern flechten auch Klezmerrhytmen und indische Zigeunermusik in ihr Programm. Sie zeigen damit einmal mehr auf, dass Musik keine Grenzen kennt. Zusammen zünden sie ein musikalisches Feuerwerk. Sie nutzen die enormen Ausdrucksmöglichkeiten der jeweiligen Stile, von Naturjodel mit Talerschwingen bis zum Jazz und freien Improvisationen mit Raum für Veränderungen und Neuerungen. In diesem Projekt treffen sich offene, neugierige Musiker, welche mit dieser Symbiose ein unvergessliches Erlebnis entstehen lassen, voller Lebenslust und Übermut, zum intensiven Hören, Abtauchen und Ergründen.

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Porträt Goran Kovačević | Akkordeon | Fondation Suisa

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