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Fernsehbeitrag zur Inszenierung am Theatre de Luxembourg | Dieser Beitrag wird nach der Zürcher Premiere ersetzt.

Ballett Zürich | Winterreise

Publiziert am 13. September 2018

Mit «Winterreise» choreografiert Ballettdirektor Christian Spuck sein fünftes abendfüllendes Ballett am Zürcher Opernhaus.

Innert kürzester Zeit waren sämtliche Vorstellungen ausverkauft. Um dieser ausserordentlichen Nachfrage nachzukommen, findet am 18. Dezember 2018 eine Zusatzvorstellung statt. In dieser Produktion arbeitet das Ballett Zürich zum ersten Mal mit dem Schweizer Tenor und erfolgreichen Schubertinterpreten Mauro Peter, sowie mit dem italienisch-argentinischen Dirigenten und Spezialisten für neue Musik, Emilio Pomàrico zusammen.
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Franz Schuberts Winterreise, ein Zyklus aus 24 Liedern für Singstimme und Klavier auf Gedichte von Wilhelm Müller, ist im Herbst 1827, ein Jahr vor Schuberts Tod, entstanden. Der Zyklus gilt nicht nur als Höhepunkt in Schuberts Liedschaffen, sondern als Gipfel des deutschen Kunstlieds überhaupt. In 24 Momentaufnahmen fächert Schubert kaleidoskopartig die Stimmungslage eines verlorenen, verletzten und vereinsamten Charakters auf. Nur wenige Kunstwerke haben das Existentielle, das Zerrissene des Menschseins so erschütternd zum Ausdruck gebracht.

Unheimliche Schichten
Der deutsche Komponist Hans Zender bearbeitete den Zyklus unter dem Titel: Schuberts Winterreise – eine komponierte Interpretation. Zenders Fassung für Tenor und kleines Orchester, die 1993 in Frankfurt uraufgeführt wurde, ist weit mehr als eine einfache Orchestrierung. Ebenso einfühlsam wie radikal legt sie das Verstörungspotential des Zyklus frei und nähert sich den Gedichten Wilhelm Müllers noch einmal auf eigene Weise. Zender stösst in die dunkelsten Regionen des Menschseins vor. Mit seiner Interpretation fördert er Emotionen zu Tage, die bei Schubert unter der Oberfläche pulsieren, und deckt die unheimlichen Schichten in der Tiefe der Musik auf.

Tanz ins Innere des Menschen
Ähnlich wie Hans Zender geht es Christian Spuck in seiner Inszenierung weniger darum, die äusserlichen Stationen des Reisenden zu bebildern, als sich vielmehr in ausgreifender Abstraktion mit dem Zyklus auseinanderzusetzen. In einer Mischung aus grossen Ensembleszenen und einer Vielzahl intimer Solobilder unternimmt Christian Spuck eine Reise ins Innere des Menschen. Dabei erkundet er so zeitlose Themen wie Liebe, Sehnsucht, Entfremdung und Verlassenheit und ermöglicht mit den Mitteln des Tanzes eine neue Perspektive auf eines der grossen klassischen Meisterwerke. Mit dem Schweizer Tenor Mauro Peter steht einer der profiliertesten Schubertinterpreten unserer Tage auf der Bühne. Die musikalische Leitung hat der italienisch-argentinische Dirigent Emilio Pomàrico, ein Spezialist für neue Musik.

«Schlicht und schön ist die erste Ballettproduktion der neuen Spielsaison am Zürcher Opernhaus. Christian Spucks Ballet, basierend auf Franz Schuberts Winterreise, lässt sich, was Musik, Tanz, Bühnenbild und Kostüme betrifft, auf ein Wort komprimieren: GENIAL!» Felix Schenker – arttv.ch

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Opernhaus Zürich | «Winterreise» | Ballett von Christian Spuck | Musik von Hans Zender – Franz Schubert | Choreografische Uraufführung | Premiere 13. Oktober 2018 | weiter Vorstellungen bis 18. Dezember 2018 (Zusatzvorstellung).

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