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Konzert Theater Bern | Macbeth

Publiziert am 27. Januar 2013

Mutig, brisant und relevant - Konzert Theater Bern verblüfft, wühlt auf und begeistert mit einer im besten Sinne des Wortes radikalen Aufführung von Verdis ambitioniertem Musikdrama.

Macbeth | Oper in vier Akten | Musik: Giuseppe Verdi | Libretto: Francesco Maria Piave und Andrea Maffei | Uraufführung der ersten Fassung: 14. März 1847 in Florenz | UA der zweiten Fassung: 21. April 1865 in Paris | Konzert Theater Bern | Regie: Ludger Engels | Musikalische Leitung: Srboljub Dinic | Premiere: 27. Januar 2013, weitere Vorstellungen bis 14. April 2013

Kritik
Mut beweist das Theater Bern mit der Wahl des Werks zum Verdi-Jahr: Nicht einer der landauf, landab bekannten Reisser des Maestros wird präsentiert, sondern mit der Berner-Fassung des MACBETH ein Werk, welches von Kritikern, Sängerinnen/Sängern und aficionados hoch geschätzt, ja zu Recht abgöttisch geliebt wird…Die Inszenierung von Ludger Engels lässt uns nicht wohlig schauernd zurücklehnen und dabei etwas Theaterblut und schotttischen Nebel geniessen, sondern rüttelt auf, dringt zum Kern des Werkes vor, zeigt die höllische Spirale des korrumpierten Strebens nach Macht parabelartig im an den Bonner Kanzlerbungalow gemahnenden Raum, welchen Ric Schachteback entworfen hat…Mut beweist auch Fabienne Jost in der Rolle der Lady, indem sie Verdis Forderung nach einer rauen, durch Mark und Bein gehenden Stimme konsequent umsetzt. Die Wahnsinnsszene reichert sie bewusst mit „falsch“ klingenden Tönen an. Die zu Beginn so starke Frau ist nun total irre geworden und Fabienne Jost spielt und singt diesen Wahnsinn mit einer Intensität, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt…Robin Adams gibt einen ebenso intensiv durchgestalteten Macbeth. Sein Bariton verfügt über alle erforderlichen Schattierungen…Das Theater Bern zeigt ein kühnes Werk eines relativ jungen Komponisten in einer szenisch und musikalisch brisanten, eindringlichen Umsetzung.
Ausführliche Würdigung sowie Angaben zu Inhalt und Werk auf oper-aktuell

Töten für Macht
Um zur Macht zu gelangen und um sie, da sie einmal erreicht ist, zu bewahren, begehen Macbeth und seine Lady einen Mord nach dem anderen. «Das Sujet der Oper ist weder politisch noch religiös: Es ist phantastisch», schrieb Verdi und rückte Shakespeares Vorlage damit einer «romantischen» Lesart näher. Und tatsächlich lässt sich das Unheimliche, das den Gesang und die szenischen Vorgänge dieser Oper beherrscht, als äusseres Bild für die inneren Zustände seiner Protagonisten verstehen.

Giuseppe Verdi
Verdi schrieb seinen «Macbeth» im Jahre 1846, noch vor «Rigoletto» und «La Traviata». Er erhoffte sich durch das «phantastische Sujet» Shakespeares eine stärkere musikalische Auseinandersetzung mit den Schattenseiten des menschlichen Wesens.

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