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Maxim Theater Zürich | Who the Hell ist Heidi?

Publiziert am 15. November 2017

Die Fachstelle Kultur des Kantons Zürich ehrt das Maxim Theater unter dem Aspekt der «Kulturellen Teilhabe». Das aktuelle Stück passt perfekt dazu.

Es ist das erste interkulturelle Theater Zürichs. Dabei ist der künstlerisch-ästetische Anspruch ein ganz anderer als an den etablierten Betrieben. Der Fokus liegt nicht auf dem Publikum, sondern den Macher*innen, deren Spielfreude und ganz besonders darauf, was sie zu sagen haben. So auch im aktuellen Stück «Who the Hell ist Heidi», das, wie im Maxim üblich, Migrant*innen eine Stimme gibt. Mehr lesen
«Who the Hell is Heidi?» Im aktuellen Stück des Maxim Theaters begeben sich sechs Frauen auf die Suche nach Ihrer Identität.

Das Stück
In «Who the Hell ist Heidi» stehen sechs Frauen im Zentrum. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern, leben in Zürich, sprechen zig Sprachen, gehören verschiedenen Religionsgemeinschaften an (oder keiner) und haben mindestens ein Facebook-Profil. Fünf von ihnen können das Heidi-Lied singen. «Who the Hell ist Heidi» erarbeitet mit den Protagonistinnen, wie sie ihre Identität definieren und begibt sich auf eine theatralisch-musikalische Identitätssuche ohne dadurch zum Heimatabend zu werden. Aber was macht Identität genau aus? Identität gründet auf Werten, die man in sich trägt, seien sie anerzogen oder geprägt durch die Umwelt, durch Bildung, die Arbeitswelt oder den Freundeskreis. Diese Werte gilt es zu festigen, besonders in instabilen Zeiten. Identitäten sind aber auch Konstrukte, zugewiesen, zugeschrieben und gekoppelt an Ressentiments: Schweizer*innen sind sauber, Deutsche hässlich, Jugos laut und Syrerinnen gehen nur verschleiert aus dem Haus. «Mit Zuschreibung und Exklusion nehmen Diskriminierung und Gewalt oft ihren Anfang. Deswegen scheint mir die Suche nach Ähnlichkeiten so wichtig,» so die Publizistin und Philosophin Carolin Emcke. In «Who the Hell ist Heidi» begeben sich die sechs Spielerinnen auf diese Suche.

Das Theater
Das interkulturelle Maxim Theater hat 2006 seine Arbeit aufgenommen und ist zu einem Dach für vielfältige künstlerische Produktionen und Aktivitäten in interkultureller Zusammensetzung geworden. Mit Aufführungen und Veranstaltungen zu aktuellen gesellschaftskritischen Themen wird der Dialog nach Aussen getragen und kulturelle Teilhabe für alle geschaffen, mit dem Ziel des interkulturellen Austauschs. Neben Theater- und Tanzproduktionen werden in der Plattform «Zwischenräume» auch Konzerte, Poesieabende, Filmvorführungen und Diskussionsforen zu aktuellen Themen veranstaltet. Im Maxim arbeiten ausgebildete Künstler*innen gemeinsam mit kunstinteressierten Menschen aus allen Teilen der Welt und sozialen Milieus und geben in einem künstlerischen Prozess den unterschiedlichsten Sichtweisen und Erfahrungen von Migrant*innen eine Stimme. Das Maxim macht Theater auf der Basis von kulturübergreifender Kooperation: Eine Form, die durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen neu entsteht und zwischen differenten Wertevorstellungen vermittelt. Seit 2006 sind mehr als 400 Menschen aus über 50 Nationen unter professioneller Leitung künstlerisch aktiv und haben neben zahlreichen Theater- und Tanzproduktionen auch mehrere Jugendprojekte realisiert. Für Menschen mit geringen Deutschkenntnissen bietet das Maxim verschiedene Sprachtrainingskurse an.

Förderung
Mit dem Anerkennungsbeitrag «Kulturelle Teilhabe» schafft die Fachstelle Kultur des Kantons Zürich ein Instrument zur Umsetzung des im kantonalen Leitbild Kulturförderung formulierten Schwerpunkts und verleiht ihm zudem eine angemessene Sichtbarkeit. Teilhabe im Kulturkontext meint Projekte, Kulturräume oder Persönlichkeiten, die die Schnittstelle zwischen Kunst, Kultur und Publikum bewirtschaften und versuchen, Menschen den Zugang zum kulturellen Leben zu ermöglichen (architektonisch, finanziell, sozial usw.), am künstlerischen Prozess, an der künstlerischen Arbeit oder ganz generell am kulturellen Leben teilhaben zu lassen oder durch ihre Arbeit zu animieren und zu befähigen, selbst künstlerisch tätig zu werden.

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