Player laden ...

Operette Sirnach | Im Weissen Rössl

Publiziert am 16. Februar 2022

Eine der erfolgreichsten und meistgespielten Operetten der Nachkriegszeit bekommt einen frischen Anstrich

Die neue Inszenierung in Sirnach nimmt sich einer Herausforderung an. Das Stück «Im Weissen Rössl» wurde bereits auf zahlreichen Bühnen gespielt und ist wegen seiner hohen Dichte an Pointen sehr beliebt. Doch liegt noch mehr in dem Stoff: Alles steht und fällt mit der Glaubwürdigkeit der Hauptfiguren Josepha und Leopold. Regisseur Giuseppe Spina gelingt es, Humor und Spannungsbogen unter einen Hut zu bringen.
Mehr lesen

Die Operette Sirnach hat sich aus den Aktivitäten des im Jahr 1860 gegründeten Männerchors entwickelt. 1925 wurde anlässlich des kantonalen Turnfestes das erste Theaterstück als Co-Produktion des Männerchors und des Orchestervereins aufgeführt. Darauf folgte die Gründung der Theatergesellschaft mit dem Ziel, „vaterländische Schauspiele“ mit gehobenem Anspruch zur Aufführung zu bringen. Aufführungsort war die 1905 erstellte Turnhalle, die in weiser Vor-aussicht bereits mit Bühne gebaut wurde. 1955 kam mit „Der fidele Bauer“ die erste Operette auf die Bühne. Der damalige Dirigent des Männerchors, Hans Baur, war die treibende Kraft für die Umstellung von Schauspiel auf Operette. Seither wurden im Dreijahresturnus 22 Operetten mit durchschnittlich 25 Vorstellungen aufgeführt.

Über das Stück

Im Hotel ‹Zum weissen Rössl› ist Hochsaison. Das Personal ist überfordert, Zahlkellner Leopold beruhigt die Gäste. Weniger Erfolg mit seinem Charme hat er bei seiner Chefin Josepha Vogel Huber, bei der er Annäherungsversuche macht. Diese jedoch weist ihn zurück: Sie ist verliebt in den Berliner Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler. Sein Erscheinen wird auch von einem anderen Gast ungern gesehen: Die Fabrikantin Wilhelmine Giesecke, nur auf Drängen ihrer Tochter Ottilie hier im Urlaub und von Josepha nur unzureichend für die Gegend begeistert, hat gegen ihn und dessen Mandanten, seinen Erzkonkurrenten Sülzheimer, einen Prozess verloren. Töchterchen Ottilie hindert dies jedoch nicht, den Avancen Siedlers nachzugeben…

Klischees neu verpackt

Die Operette von Ralph Benatzky ist zweifelsohne eine der erfolgreichsten und meistgespielten der Nachkriegszeit. Trotz eines starken Lokalkolorits und heimatlichen Gefühlen, die durch das Setting mit Wirtshaus, Kuhstall, Bergen und See erzeugt werden, bilden die Musik und die Handlung gleichzeitig auch das damalige Weltgeschehen ab: mit Tagestouristen aus verschiedenen Ländern, Kurgästen mit Renommee und einem Auftritt des leibhaftigen Kaisers Franz Joseph I.. In diesem Spannungsfeld von Provinz und Weltoffenheit bewegen sich auch die Figuren des Stücks, erfüllt mit Verliebtheit, Hoffnungen, Träumen, Ambitionen und Versagensängsten. Die Wirtin Josepha ist raubeinig, Zahlkellner Leopold ist schusselig-sympathisch und der Dr. Siedler ein Charmeur – kurzum gesagt: so einige Figuren-Klischees werden (gekonnt) bedient. Regisseur Giuseppe Spina versetzt die Handlung zeitlich in die frühen 1960er-Jahre, eine Zeit, in der die klassischen Rollenmuster angefangen haben zu bröckeln. Es geht Spina darum, starke, selbstbewusste Frauencharaktere zu zeigen. Dafür steht seine Entscheidung, die Figur des Wilhelm Gieseckes durch eine Frau, Wilhelmine Giesecke zu ersetzen. In der aktuellen Fassung ist sie eine Fabrikantin, die das Geschäft ihres verstorbenen Ehemannes weiterführt. Für sein «Wagnis» bringt der Regisseur ein aussergewöhnlich experimentierfreudiges, aber auch szenisch affines Ensemble zusammen und schafft eine kleine Revolution in der Operettenwelt.

weniger lesen

Im Weissen Rössl | Operette Sirnach | bis 2. April 2022

Mitmachen und gewinnen

2x2 Tickets | Operette | Im weissen Rössl | Operette Sirnach

Ihre Daten

* Pflichtfeld

1.1 Videobericht als Web-Movie
Sie können unsere Videos kostenlos mittels Embed-Code in Ihre Website einbinden. Regelmässiges und mehrmaliges Einbinden von art-tv Videos in eine andere Website als art-tv.ch bedarf unserer Zustimmung.

1.2 Web-Video auf Datenträger
Sie können einen unserer Web-Videos für 35.- Franken plus 5.- Handling auf einer CD bestellen. Es gelten dieselben Bestimmungen wie unter Punkt 1.1.

1.3 Videobericht hochauflösend
Möchten Sie den Bericht in Kinoqualität besitzen oder diesen weiterverarbeiten? Gerne erstellen wir für Sie eine Daten-DVD im gewünschten Format (MPG/DV o.ä.) für Fr. 250.- Franken. Ohne weitere Angaben erhalten Sie den Trailer im Formt DV Pal.

1.4 Kopie des Rohmaterials
In begründeten Fällen können wir Ihnen das gesamte Rohmaterial im gewünschten Format zur Verfügung stellen. Eine digitale Kopie kostet 280.- Franken*. Ist das Originalmaterial noch auf Digitalkassetten gespeichert kostet das Kopieren der ersten 100 Minuten (oder 2 DV-Bänder) insgesamt 280.- Franken, jede weitere Stunde derselben Produktion 50.- Franken*. Wünschen Sie ein anderes Format, oder haben Sie andere Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

1.5 TV und Film
Für TV-Sender oder für Filmprojekte bestehen spezielle Regelungen, bitte kontaktieren Sie uns diesbezüglich. (+41 (0) 76 337 59 99)

Rechtliches
Der Bericht und das Videomaterial dürfen nur für den Eigenbedarf verwendet werden und nicht an Dritte abgegeben oder verkauft werden. Eine andere Einbindung in eine Website als über den Embed-Code ist u.U. kostenpflichtig. Die Tarife werden im Einzelfall ausgehandelt.

Preise exkl. MwSt

* Pflichtfeld

arttv Dossiers - Bühne

Theater Marie

Tanzszene Schweiz

Kulturnachrichten

  • Bühne

    Barbara Frey erhält den Schweizer Grand Prix Darstellende Künste / Hans-Reinhart-Ring 2022

  • Bühne

    Theater Marie | Die Neuen

    Wer sind sie, die Neuen am Theater Marie? In einem Newsletter Anfang September haben sie sich vorgestellt

Unser eMagazin

CLICK 2022/stage/02
CLICK 2022/cinema/07
CLICK 2022/art/03

Kulturvermittlung unterstützen

Jetzt Mitglied werden