pulp.noir on stage

Performance | pulp.noir | ABSURD LAUT CAMUS

Wie geht das, in verrückten Zeiten nicht verrückt zu werden, sondern entschlossen zu handeln?
Über die Zwecklosigkeit und ihren Nutzen. Eine Spoken Word-Performerin, eine Videokünstlerin und drei Jazzmusiker bemühen sich, auf der Bühne eine absurde Welt des Verfalls erschaffen und scheitern.

Kunstraum Walcheturm | Zürich
12. und 13. November | 20:30 Uhr

Photobastei | Im Rahmen der Langen Nacht der Philosophie | Zürich
21. November 2019 | 20:00 Uhr

Postremise | Chur
6. Dezember 2019 | 20:00 Uhr

Stanzerei | Baden
11. Dezember 2019 | 20:15 Uhr

Tojo Theater | Bern
30. April und 2. Mai 2020 | 20:30 Uhr

Ode an die Zwecklosigkeit

Unter dem Eindruck galoppierender politischer Rückschritte und persönlicher Rückschläge stellt sich die Gruppe «pulp.noir» die existenzielle Frage, ob es nicht absurd ist, mit vollem Einsatz gegen die Zwecklosigkeit anzurennen. Klar ist es absurd! Denn laut Albert Camus ist am Ende tatsächlich alles zwecklos. Doch das hat auch Vorteile: Wenn wir uns der Zwecklosigkeit bewusst sind, dann zählt nicht das Ziel, sondern allein unser Handeln im Hier und Jetzt. Und wenn dies das Einzige ist, was wir mit Sicherheit haben, werden wir ohne Zögern jederzeit alles geben.

Multi-art Gruppe

Das heisst die Spoken Word-Performerin, die Videokünstlerin und die drei Jazzmusiker bemühen sich letztlich zwar vergeblich, wenn sie auf der Bühne zwecks Dekonstruktion eine absurde Welt des Verfalls erschaffen. Doch die Lebendigkeit, mit der sie sich gegen das Scheitern auflehnen, wiegt die Zwecklosigkeit bei Weitem auf.
Das Ensemble besteht aus Meret Hottinger (Spoken Word), Julia Maria Morf (Expanded Video), Eric Hunziker (Gitarre), Luzius Schuler (Keyboards), Paul Amereller (Schlagzeug), Thomas Winkler und Simon Huber (Sounddesign) sowie Thomas Fischer (multi-art Komposition).

Verschränkung mehrerer Künste

«pulp.noir» ist eine multi-art Gruppe aus Zürich und wurde von der Videokünstlerin und Szenenbildnerin Julia Maria Morf und vom Komponisten und Theatermacher Thomas Fischer 2004 gegründet, um kontinuierlich eigene Performances und Installationen zu entwickeln. Grundlegend für «pulp.noir» ist die enge Verschränkung mehrerer Künste, die alle auf der gleichen Stufe stehen, egal ob im Theater, im Kunstraum oder auf der Konzertbühne. Dabei werden zwar ausgiebig neue Medien und Technologien genutzt, doch das zentrale Thema ist der Mensch, der trotz allem vergeblich gegen die Unberechenbarkeit der Welt anrennt. Zentral ist auch die Auseinandersetzung mit komplexen gesellschaftspolitischen Fragen, die statt einfacher Antworten viel Absurdes und Surreales zutage bringt. Das klingt sehr noir, aber der entsprechende Humor macht es viel leichter. Und solange alles Mögliche versucht wird und sich intensiv genug abspielt, ist es das Ticket wert.

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