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Gare du Nord Basel | Theater Marie | Ich habe genug

Publiziert am 04. März 2022

Das Theater Marie übt das Abschiednehmen und lässt Bach erklingen.

Das Thema des Übergangs in andere Daseinszustände, insbesondere die Aussicht auf den eigenen Tod, taucht im Werk von Johann Sebastian Bach vielfach auf. Der Komponist Bo Wiget hat in «Ich habe genug» aus Kantaten und Instrumentalwerken Bachs einen musiktheatralischen Abend zusammengestellt und für das Theater Marie bearbeitet. Es ist das letzte Projekt unter der Leitung von Olivier Keller und Patric Bachmann. Ein Stück mit wunderbarer Musik und einem fiktiven Begräbnis.
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Bo Wiget hat schon 2017 anlässlich der Inszenierung der dritten Symphonie von Ludwig van Beethoven «Eroica» mit dem Theater Marie zusammengearbeitet.

Ein fiktives Begräbnis
Alle nehmen wir immer wieder Abschied. So alltäglich wie bestürzend: Von lieben Menschen, von langjährigen Tätigkeiten und vom Leben. Wir müssen loslassen, weitergehen. Wir wünschen uns ein gelassenes und fröhliches Weggehen. Das Thema des Übergangs in andere Daseinszustände, insbesondere die Aussicht auf den eigenen Tod, taucht im Werk von Johann Sebastian Bach vielfach auf. Die Kantate «Ach wie flüchtig, ach wie nichtig» besingt das rauschende Eilen des Lebens. Die sogenannte Schlummerarie aus der Kantate «Ich habe genug» bietet dem kleinen Bruder des Todes eine Bühne: dem Schlaf. Und das geistliche Lied «Komm süsser Tod» fungiert in dieser Inszenierung als Resonanzraum für Wut und Verzweiflung. Versöhnung bietet uns die Arie «Ich freue mich auf meinen Tod» an. Theater Marie übt die Ritualform eines fiktiven Begräbnisses, setzt sich mit Gegenständen aus alten Bühnenbildern auseinander und spürt dem Abschiednehmen nach. Besinnlich, verzweifelt, tröstlich und heiter. Mit Musik und Texten ausschliesslich aus Kantaten, Motetten und Chorälen von Johann Sebastian Bach.

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Theater Marie | Ich habe genug | Diverse Vorstellungsorte | bis 19. Juni 2022

Aktuell: Gare du Nord | Montag 11. und Dienstag 12. April 2022, 20 Uhr

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