Woodstock bot den grössten Pop-Künstler*innen unsere Zeit eine Bühne. Das Theater Rigiblick hält Rückschau.

Theater Rigiblick | Tribute to Woodstock

Publiziert am 21. Mai 2019

Das berühmtesten Rockfestival der Welt, das vor 50 Jahren alle Rekorde brach, wird kräftig abgefeiert.
Mit dem Tribute «50 Jahre Woodstock» widmet sich das Theater Rigiblick einem der spannendsten Momente der amerikanischen Gegenkultur. Musik-Legenden wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, The Who, Santana, Joe Cocker, Crosby, Stills, Nash and Young und viele andere werden wieder lebendig – verpackt in einer Show, die mit einem 18-köpfigen Ensemble mehr als nur Musik interpretiert.

Alle Vorstellungen im Theater Rigiblick sind ausverkauft. | Vom 27. bis 28. September 2019 bietet sich im Theater 11 in Zürich eine Möglichkeit, das Stück doch noch zusehen.

Das Theater Rigiblick hat eine langjährige Tradition der «Tributes to…»-Produktionen, an denen Hintergrundwissen zu Musikproduktionen und zum gesellschaftlichen Umfeld der Zeit beleuchtet und last but not least die Musik von verschiedenen Musiker*innen interpretiert wird.

«Tribute to Woodstock« erzählt aus der Perspektive von zwei Insidern, die im Hintergrund versuchten, alles im Griff zu behalten, was die Öffentlichkeit alles NICHT über Woodstock wusste. Bruno Amstad, Shirley Grimes, Adrian Kübler (Baba Shrimps), Freda Goodlett und eine Band von 9 Musikern interpretieren zusätzlich die besten Songs des Festivals. Woodstock steht für «Peace & Music» – und natürlich die alles verbindende Liebe – und die Hippie-Bewegung. Symbolisch aber auch für den Tausch von Leben gegen Krieg. Im Jahr 1969 drohte vielen jungen amerikanischen Männern in jedem Moment der Einberufungsbescheid – wie ein Damoklesschwert schwebte die todesahnende Last über deren Köpfen.

«Peace & Love» trotz unerträglicher Zustände
Drei Tage und Nächte lang– vom 15. – 17. August 1969 – versammelten sich dort, auf einer Kuhwiese in Bethel, nördlich von New York, geschätzte 400’000 Menschen – fast genauso viele wie zu dieser Zeit in Vietnam den Dienst am Vaterland taten. Ein Tagesticket kostete 7 US-Dollar, für einen Drei-Tages-Pass bezahlte man 18 US-Dollar. Alle trotzten den unerträglichen Zuständen auf einem Gelände, das für den Publikums-Andrang bei weitem nicht gerüstet war. Trotz dem ganzen Chaos brach keine Panik aus, es gab keine ernsthaften Ausschreitungen, das Publikum nahm das Credo «Peace & Love» ernst. Die Aussenwelt fand nicht mehr statt, sie war buchstäblich lahmgelegt, solange die Musik spielte. Die Bühne auf dem Woodstock-Festival hat alles erlebt: Superstars, Nobodies soon to become Superstars, phänomenale Auftritte und grausam viel Mittelmässiges. Die Gesamt-Gage der 32 Bands belief sich übrigens auf eine Summe von 155’000 US-Dollar.Noch 50 Jahre danach wird Woodstock als Musikveranstaltung der Superlative verstanden, ein Open Air, das organisatorisch zwar aus dem Ruder lief, aber als prägende Erinnerung einer ganzen Generation an ein unbeschreibliches Zusammengehörigkeits-Gefühl mit «Peace & Love» bleibt. Die Liebe und das Leben siegte während drei Tagen gegen Krieg und Hass.

Tradition im Rigiblick
Das Theater Rigiblick hat eine langjährige Tradition der «Tributes to…»-Produktionen, an denen Hintergrundwissen zu Musikproduktionen und zum gesellschaftlichen Umfeld der Zeit beleuchtet und last but not least die Musik von verschiedenen Musikerinnen und Musikern interpretiert wird.

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