Bühne/TheaterTanzMusicalOperComedyUnterhaltung

Player laden ...

Theatergesellschaft Stans | Der Selbstmörder

Publiziert am 16. Mai 2019

Das 1931 von Stalin verbotene Stück ist ursprünglich und unfreiwillig ein Lehrstück in Sachen Kunstfreiheit in totalitären Systemen.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Der arbeitslose Semjon und seine Frau führen einen sinnlosen Streit. Daraus folgen abstruse Verwirrungen. Seine Familie und die Nachbarn glauben, Semjon wolle sich umbringen. Das führt zu unterschiedlichen Interessenlagen, die eine Kette von Ereignissen immer gigantischeren Ausmasses nach sich ziehen. Am Ende dieser Verwicklungen steht eine pompöse Beisetzung – allerdings mit einer Überraschung.
Mehr lesen
Der Selbstmörder

Lange Theatertradition
Dieses Stück seziert mit süffisanter Gesellschaftskritik und feiner Situationskomik die Dynamiken, die bei Arbeitslosigkeit in einem Familiengefüge entstehen können. Ebenso wirft es einen genauen Blick auf das nähere Umfeld – wie reagiert es, wenn jemand schwach ist? Die Komödie «Der Selbstmörder» möchte nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen. Sie reiht sich ein in eine lange Tradition des Theaters Stans, die bis ins Jahr 1977 zurückreicht. Damals wurde mit «Von Mäusen und Menschen» von John Steinbeck das erste Werk der neuen Theaterreihe aufgeführt, 1988 folgte «Die Spieler» von Nikolai Gogol und 2001 „Don Gil von den grünen Hosen» von Tirso de Molina. Die Zweitproduktion war die Idee einiger Mitglieder der Theatergesellschaft aus Stans, die abseits des Mainstream Raum für intensives künstlerisches Schaffen und kulturelle Entwicklung geben wollten.

Ein Stück mit Wirkung
Stalin persönlich verbot 1931 die Aufführung des Stücks am Tag der Generalprobe als «inhaltsleer und schädlich». Im Vorfeld schrieb der berühmte Theaterregisseur Konstantin Sergejewitsch Stanislawski an Stalin: «Nikolai Erdmann ist es gelungen, den Grund und die Übeltäter, die den Aufbau der Sowjetunion verzögern, aufzudecken». Erdmann wurde 1933 verhaftet wegen «eines gegen das Regime gerichteten Gedichts» verhaftet und zu drei Jahren Verbannung verurteilt. Bis zu seinem Tod 1970 durfte kein weiteres seiner Werke mehr veröffentlicht werden.

weniger lesen

Theatergesellschaft Stans | Der Selbstmörder | vom 25. Mai bis 15. Juni 2019

1.1 Videobericht als Web-Movie
Sie können unsere Videos kostenlos mittels Embed-Code in Ihre Website einbinden. Regelmässiges und mehrmaliges Einbinden von art-tv Videos in eine andere Website als art-tv.ch bedarf unserer Zustimmung.

1.2 Web-Video auf Datenträger
Sie können einen unserer Web-Videos für 35.- Franken plus 5.- Handling auf einer CD bestellen. Es gelten dieselben Bestimmungen wie unter Punkt 1.1.

1.3 Videobericht hochauflösend
Möchten Sie den Bericht in Kinoqualität besitzen oder diesen weiterverarbeiten? Gerne erstellen wir für Sie eine Daten-DVD im gewünschten Format (MPG/DV o.ä.) für Fr. 250.- Franken. Ohne weitere Angaben erhalten Sie den Trailer im Formt DV Pal.

1.4 Kopie des Rohmaterials
In begründeten Fällen können wir Ihnen das gesamte Rohmaterial im gewünschten Format zur Verfügung stellen. Eine digitale Kopie kostet 280.- Franken*. Ist das Originalmaterial noch auf Digitalkassetten gespeichert kostet das Kopieren der ersten 100 Minuten (oder 2 DV-Bänder) insgesamt 280.- Franken, jede weitere Stunde derselben Produktion 50.- Franken*. Wünschen Sie ein anderes Format, oder haben Sie andere Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

1.5 TV und Film
Für TV-Sender oder für Filmprojekte bestehen spezielle Regelungen, bitte kontaktieren Sie uns diesbezüglich. (+41 (0) 76 337 59 99)

Rechtliches
Der Bericht und das Videomaterial dürfen nur für den Eigenbedarf verwendet werden und nicht an Dritte abgegeben oder verkauft werden. Eine andere Einbindung in eine Website als über den Embed-Code ist u.U. kostenpflichtig. Die Tarife werden im Einzelfall ausgehandelt.

Preise exkl. MwSt

* Pflichtfeld

Kulturnachrichten

  • Bühne

    Konzerte und Gespräche live aus dem Kulturhaus – das ist Lovestream.

  • Bühne

    Aarauer Theatervereine schliessen sich zur Bühne Aarau zusammen.

  • Bühne

    Iris Berben & Anke Engelke: Die erste Show war in drei Stunden ausverkauft.

Unser eMagazin

CLICK 2020/04
CLICK 2020/03
CLICK 2020/02

Wettbewerbe

3 CDs | Lewis Capaldi | Divinely Uninspired To A Hellish Extent

3 Bücher | René Burri - Explosion des Sehens | Verlag Scheidegger & Spiess

3 Bücher | Markus Bundi | Der Junge, der den Hauptbahnhof Zürich in die Luft sprengte

3 CDs | Rachmaninoff in Lucerne | Luzerner Sinfonieorchester

3 Alben | Sweet Space | Pedestrians

3 DVDs | Biobic | Yuli

Kulturvermittlung unterstützen

Jetzt Mitglied werden