Eine Sonderausstellung im Sasso San Gottardo bietet Einblick ins Schmugglerwesen während des 2. Weltkrieges im Tessin. | © Sasso San Gottardo: Eine Sonderausstellung bietet Einblick ins Schmugglerwesen im Tessin während des 2. Weltkrieges.

Sasso San Gottardo | Das Tessin im 2. Weltkrieg

Publiziert am 13. September 2016

Während in der streng geheimen Gotthardfestung Sasso San Gottardo die Schweizer Armee Verkehrswege und die Landesgrenze kontrollierte und schützte, kämpfte die Tessiner Bevölkerung mit der grassierenden Lebensmittelknappheit. Die Folge davon war eine blühende Schmuggelwirtschaft.
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Blühender Schwarzmarkt
Die ehemalige Gotthardfestung Sasso San Gottardo ist ein Erlebnis für sich (siehe Video). Dieses wird gegenwärtig noch verstärkt durch eine Sonderausstellung, die in der ehemaligen Truppenunterkunft Einblicke ins Schmugglerwesen während des 2. Weltkrieges im Tessin ermöglicht. Durch die Rationierung von Nahrungsmitteln entstand ein grosser Schwarzmarkt, alimentiert mit Schmuggelgut aus Italien.
 Anhand von Zeitzeugen-Berichten wird dokumentiert, mit welchen Tricks Schmuggler die strengen Grenzkontrollen umgingen, und wie sich die Tessiner Bevölkerung mit den veränderten Lebensbedingungen arrangierte. Die Ausstellung beleuchtet aber auch die schwierige Situation der Zollbeamten, die sich im Spannungsfeld zwischen Gesetz und Menschlichkeit arrangieren mussten.

Das Museum: SASSO SAN GOTTARDO
Die legendäre Gotthardfestung, erbaut im Rahmen der Reduit-Strategie von General Guisan während des zweiten Weltkrieges, wurde nach der Deklassierung im Jahr 2001 zu einem einzigartigen Museum umgebaut. Seit der Eröffnung im Sommer 2012 erlebten weit über 50’000 Besucherinnen und Besucher (Stand Sommer 2016) die ehemalige Festung und bestaunten – neben multimedialen Ausstellungen zu den Themen Mobilität, Energie und Mythos Gotthard – die grösste im Alpenraum je gefundene Kristallgruppe. Ein weiteres Highlight bildet die Fahrt mit der Metro del Sasso, die in die historische Festung hineinführt. In den Geschützräumen, Munitionsmagazinen und Unterkünften tief im Innern des Gotthards ist Zeitgeschichte hautnah zu erleben. Durch einen Stollen gelangt man auf eine Plattform im Freien, die Aussichten auf die schroffe Bergwelt aus einer überraschenden Perspektive eröffnet.

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Museum Sasso San Gottardo, Passhöhe St.Gotthard | geöffnet jeweils von 10.30 bis 15.00 Uhr (letzter Eintritt), im Mai/Juni: an Wochenenden und Feiertagen; im Juli/August: täglich ausser Dienstag; im September/Oktober: Mittwoch bis Sonntag. Saisonende 2016: 16. Oktober.

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