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Luzerner Theater | Das kleine Gespenst

Publiziert am 28. November 2019

«Hauptsache – dachte es – dass ich mir endlich die Welt bei Tag betrachten kann! Los jetzt, ich darf keine Zeit verlieren ... »
Das ungarische Regieduo Dóra Halas und Fruzsina Nagy bringt den Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler mit mehr als 70 spektakulären Kostümen, dem Schauspielensemble des LT, dem Lucerne City Choir und der Animation von François Chalet (Dozent der Hochschule Luzern – Design & Kunst) als visuell-musikalisches Theatererlebnis auf die Bühne. Ein Abenteuer für kleine und grosse Besucher*innen, das nebst den fantasievollen Kostümen mit hervorragenden Computeranimationen beeindruckt.

«Das kleine Gespenst» | Luzerner Theater | Buch: Otfried Preußler | Kinderstück mit Musik | Lucerne City Choir | Inszenierung: Fruzsina Nagy, Dóra Halas | Komposition: Dóra Halas | Bühne und Kostüme: Fruzsina Nagy | Dramaturgie: Gábor Thury | 19. November 2019 bis 19. Januar 2020

Die Geschichte
Das kleine Gespenst lebt auf der Burg Eulenstein. Sein bester Freund ist ein Uhu namens Schuhu. Mit einem Schlüsselbund mit 13 Schlüsseln kann das kleine Gespenst durch einfaches Schütteln alles, was es will, ohne Berührung öffnen, egal ob Türen, Fenster oder Truhen. Der grösste Wunsch des kleinen Gespenstes ist, die Welt einmal bei Tageslicht zu sehen. Doch alle Versuche, nach dem Ende der Geisterstunde wach zu bleiben, schlagen fehl. Eines Tages, nachdem das kleine Gespenst schon die Hoffnung aufgegeben hat, erwacht es tatsächlich nicht um Mitternacht, sondern mittags. Bei der Erkundung der Burg bei Tageslicht wird das kleine Gespenst während der Flucht vor einer Schulklasse, die das Burgmuseum besucht, von einem Sonnenstrahl getroffen und verfärbt sich schwarz. Das kleine Gespenst springt in den Burgbrunnen und gelangt durch eine kleine Türe in die Kanalisation der Stadt Eulenberg. Da es im Gewirr der Kanalgänge den Weg zur Burg nicht mehr findet, sucht das Gespenst bei jedem Kanalausgang, ob dieser zur Burg zurückführt. Dadurch stiftet es bei den Bewohnern der Stadt, die es Schwarzer Unbekannter nennen, jede Menge Unheil.

Schliesslich verwandelt das kleine Gespenst auch noch die 325-Jahr-Feier der Belagerung Eulenbergs durch die Schweden in ein Desaster. Es attackiert den Darsteller des schwedischen Generals Torstenson, im Glauben, der General sei zurückgekehrt, nachdem ihn das Gespenst seinerzeit vertrieben hatte, da es sich damals durch den Lärm der Kanonen gestört gefühlt hatte. Schliesslich wendet sich das kleine Gespenst in seiner Verzweiflung um Hilfe suchend an die Apothekerkinder. Diese befragen nachts auf der Burg den Uhu Schuhu, der für das Unglück des Gespenstes die falsch gestellte Rathausuhr verantwortlich macht, da jedes Gespenst dem Gang einer bestimmten Uhr gehorchen muss. Nachdem der Uhrmachermeister die Rathausuhr von der Mittagsstunde auf die Mitternachtsstunde gestellt hat, erwacht das kleine Gespenst wieder in der Nacht und kann zur Burg zurückkehren. Als es dann noch von einem Mondstrahl getroffen wird und sich wieder weiss verfärbt, ist das Glück des kleinen Gespenstes vollkommen und es tanzt vor Freude die ganze Geisterstunde auf den Burgzinnen herum.

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