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Wer ist der Mensch hinter der Bühnenfigur Miriam Goldschmidt? Eine filmische Annäherung an die reichen und vielschichtigen Zwischenwelten, in denen sie ihr Leben lebte.

Dokumentarfilm | Miriam Goldschmidt – Erfinderin von Dazwischen

Publiziert am 14. Oktober 2019

Berührendes Porträt über eine inspirierende Künstlerin zwischen Traum und Realität, Wahrheit und Fiktion sowie Leben und Tod.

Am Ende einer langen Theaterkarriere sieht Miriam Goldschmidt ihre künstlerischen Kräfte langsam schwinden. Während sie sich damit abmüht, ihre Texte zu lernen und ihre letzten Projekte auseinanderzufallen drohen, schaut sie zurück auf ein Leben voller Erfolge, aber auch intensiver persönlicher Probleme. Die dunkelhäutige Schauspielerin, die als Waisenkind im Nachkriegsdeutschland aufgewachsen ist, spielte auf den renommiertesten Bühnen der Welt.
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Zum Film
Miriam Goldschmidt lebte ihr Leben in den vollsten Zügen wie ein Kind, das die Welt zum ersten Mal erblickt. Alles war aufregend, symbolträchtig und durchdrungen von verstecktem Sinn. Es war diese Qualität, die sie zu einer Art Medium machte, auf der Bühne wie im Leben. Ihre Lebensgeschichte hatte etwas Archetypisches, beinahe Märchenhaftes – vom verstossenen Waisenkind zum Star auf den grossen Bühnen dieser Welt. Miriam Goldschmidt überhöhte ihre eigene Lebensgeschichte zu einem Mythos, einer Serie von Szenen, in denen sich Spiel und Leben mischten und gegenseitig befruchteten. Aber diese Art von Genie hat oft auch einen Preis. Miriam Goldschmidt hat ihre traumatische Kindheit nie ganz verkraftet und kämpfte ihr Leben lang mit Sucht und Depression. Jenseits des Biografischen, das bei ihr oft leicht unscharf blieb, versuchten die beiden Regisseure Christof Schaefer und Janos Tedeschi denn auch sich in erster Linie, ihrem enorm reichen und vielschichtigen Innenleben anzunähern – den Zwischenwelten, in denen sie ihr Leben lebte.

Biografie Miriam Goldschmidt
Miriam Goldschmidt wurde 1947 in Frankfurt geboren. Bereits mit wenigen Wochen wurde sie in einem Waisenhaus in Birstein (D) abgegeben – ihre leiblichen Eltern lernte sie nie kennen. Im Alter von fünf Jahren wurde sie von dem aus dem Exil nach Deutschland zurückgekehrten jüdischen Ehepaar Goldschmidt adoptiert. Mit neun Jahren machte Miriam Goldschmidt in der Kinderfernsehsendung «Der Peter» vom Hessischen Rundfunk ihre ersten Erfahrungen vor der Kamera. Kurz vor dem Abitur verliess sie die Schule und studierte Schauspiel bei Jacques Lecoq und Modern Dance bei Laura Sheleen in Paris. In diese Zeit fallen ihre ersten Arbeiten als Schauspielerin und Regisseurin. International bekannt wurde sie durch ihre lebenslange Kollaboration mit dem Regisseur Peter Brook, dessen Pariser Centre International de Recherche Théâtrale CIRT sie jahrzehntelang angehörte. Zusammen mit Urs Bihler hatte sie zwei Kinder, Lou Elias und Amba Bihler. Miriam Goldschmidt verstarb im August 2017 in Lörrach (D).

Das Regieteam
Janos Tedeschi und Christof Schaefer realisierten gemeinsam bereits den Kinodokumentarfilm «No Way To Heaven» zum Thema Lichtnahrung. «Miriam Goldschmidt – Erfinderin von Dazwischen» ist das Resultat einer achtjährigen, intensiven Zusammenarbeit mit Miriam Goldschmidt und Peter Brook.

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«Miriam Goldschmidt – Erfinderin von Dazwischen» | Regie: Christof Schäfer & Janos Tedeschi | Dokumentarfilm | 83min. | Schweiz, 2019 | Verleih: Cineworx.

Kinostart Deutschschweiz: 14. November 2019

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