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Spielfilm | Narziss und Goldmund

Publiziert am 27. Januar 2020

Die im Jahr 1930 veröffentlichte Erzählung «Narziss und Goldmund» ist das erfolgreichste Werk von Hermann Hesse.

Vor dem Hintergrund des Mittelalters erzählt der Autor die Geschichte einer ungewöhnlichen Seelenverwandtschaft und einer Suche nach Perfektion, die in zahllosen, vor allem erotischen Abenteuern mündet. Hesse gelingt es in der Erzählung die romantische Aufbruchstimmung der Adoleszenz einfühlsam zu beschreiben – eine echte Coming-of-Age-Geschichte verfilmt für die grosse Leinwand von Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky. Mehr lesen
Eine Reise voller Abenteuer: Narziss und Goldmund

Zum Film

Der junge Goldmund (Jannis Niewöhner) wird von seinem Vater zum Studium ins Kloster Mariabronn geschickt und trifft dort auf den frommen Klosterschüler Narziss (Sabin Tambrea). Narziss hat sich dem asketischen und von strengen Regeln geprägten Leben im Kloster mit Herz und Seele verschrieben und zunächst versucht Goldmund, es ihm nachzutun. Zwischen den beiden entwickelt sich schon bald eine innige Freundschaft, aber der ungestüme und lebenslustige Goldmund erkennt bald, dass die Lebensperspektive, die ihm das Kloster bietet, nicht mit seinen Vorstellungen von Freiheit übereinstimmt und begibt sich, bestärkt von Narziss, auf eine Reise voller Abenteuer, bei der er schliesslich auch seine große Liebe Lene (Henriette Confurius) kennenlernt. Doch Jahre später treffen sich Narziss und Goldmund unter dramatischen Umständen wieder …

Warum man sich den Film anschauen sollte!
«Der Tiefe und Vielschichtigkeit der Erzählung gerecht zu werden, ist im Falle Hesses, wie er womöglich selbst erkannte, im Medium Film schwerlich möglich. Den Kern der gleichnisartigen Erzählung arbeitet Ruzowitzky aber auf erstaunlich unterhaltsame Weise heraus.» – Karin Jirsak, filmstarts.de | «Die Verpflanzung des Stoffs in ein vage definiertes Mittelalter hat vor allem den Sinn, martialische Strafen zu bebildern, die Goldmund nach seinen erotischen Eskapaden jeweils erwarten und ihn sukzessive zum einäugigen Krüppel werden lassen. Dabei entblößt die Verfilmung auch Schwächen ­der Vorlage –­ etwa Hesses dünkelhafte Geringschätzung des kleingeistigen bürgerlichen Lebens.» – Manfred Riepe, epd-film.de

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