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Hier die «Kellermenschen» und dort die «Villenmenschen» - was, wenn sie sich vermischen?

Spielfilm | Parasite

Publiziert am 12. Juli 2019

Tragikomödie aus Südkorea - der Cannes-Gewinner räumt auch bei den Oscars ab.

Mit vier Oscars ausgezeichnet! Die ganze Familie Ki-taek ist arbeitslos - umso mehr interessiert sie sich für den sorglosen Lebensstil der wohlhabenden Familie Park. Dank einer glücklichen Fügung gelingt es dem Sohn, eine Anstellung als privater Englischlehrer bei den Parks zu ergattern. Es ist der Anfang einer unkontrollierbaren Verkettung von Ereignissen, aus deren Sogwirkung niemand wirklich heil herauskommen wird…
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Film_Parasite

Zum Film
Bong Joon-hos «Parasite» beginnt im Keller. Hier im Untergeschoss leben die Ki-taeks in grösster Armut. Doch dann bekommt Sohn Ki-woo eine Chance, die allen Hoffnung macht: Der kluge junge Mann soll Nachhilfelehrer von Da-hye werden, der Tochter des reichen, anerkannten Mr. Park. Da er sich dafür als Student ausgeben muss, bastelt ihm seine Schwester kurzerhand ein «Abschlusszeugnis». Als Ki-woo zum ersten Mal seinen Fuss in die Villa der Parks setzt, staunt er, wie anders das Leben der Reichen ist. – Die Parks spiegeln die Ki-taeks auf der anderen Seite des Kapitalismus wider. Auch sie haben zwei Kinder. Mr. Parks Ehefrau führt das Haus; die echte Arbeit aber macht die Haushälterin. Ki-woo merkt schnell, wie naiv und gutgläubig die Mutter ist und wittert eine Chance. Da ihr Sohn gerne zeichnet, empfiehlt er seine Schwester Ki-jung, die er als Kunsttherapeutin «Jessica» vorstellt. Und so schlüpft ein weiteres Kuckucksei ins wohlgemachte Nest…

Bong Joon-hos Aufmerksamkeit und Empathie gilt den Kellermenschen. Dabei hat alles einen doppelten, aber dabei nie ambivalenten Boden: Es wäre einfach, den Titel des Filmes auf die Ki-taeks zu beziehen. Die eigentlichen Parasiten aber sind die Parks, die auf Kosten ihrer Bediensteten leben, welche für sie rund um die Uhr da sein müssen und dabei selbst kaum Freiheiten oder Sicherheiten erhalten.

Stimmen
«Bong Joon Hos wilder Genremix zeichnet ein ätzend satirisches Bild der gesellschaftlichen Verhältnisse im Wirtschaftswunderland Südkorea und platzt dabei geradezu vor verrückten Einfällen. Und dass dieses Epos voller Wahnsinn und Gewalt den Hauptpreis in Cannes, dem weltweit wichtigsten Filmfestival, gewann, sagt auch einiges aus über den Zustand der Welt.» – Geri Krebs, arttv |
«Ein meisterhafter Sozialthriller. Aussergewöhnlich, überraschend, ultra-intelligent – und äusserst politisch.» – RTS | «Was Parasite letztendlich zur Brillanz verhilft, ist der Fakt, dass Bong Joon-ho alle seine Figuren würdig behandelt. […] Der Film ist nicht interessiert an schwarz und weiss. Es will die Farben dazwischen zeigen, bis sie sich am Ende zu einem blutigen Rot vermischen.» – kinozeit.de | «Lustig, bissig und grossartig inszeniert ist ‹Parasite› die ideale Goldene Palme 2019.» – Le Temps | «Bong Joon Ho in Höchstform: Man kann nur staunen, […] wie er scheinbar mühelos mit Spannung und Spass jongliert und nebenbei die zahllosen seiner Geschichte innewohnenden Bedeutungsebenen und Themen in geradezu perfekter Balance hält.» – cineman.ch | «Eine Familiengeschichte der umwerfenden Art.» – SRF

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«Parasite» | Regie: Joon-ho Bong | Komödie, Drama | 132min. | Südkorea, 2019 | Verleih: Filmcoopi | Cast: Kang-ho Song, Sun-kyun Lee, Yeo-jeong Jo, Woo-sik Choi, Hyae Jin Chang, So-dam Park.

Kinostart Deutschschweiz: 1. August 2019

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