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Bieler Fototage | Sehen und gesehen werden

Publiziert am 10. September 2012

Zeitgenössische Fotografie zwischen Voyeurismus, Exhibitionismus und Überwachung. Die Bieler Fototage fügen die zahlreichen Facetten des brandaktuellen Themas zu einem scharfen Bild zusammen.
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Voyeurismus, Exhibitionismus, Überwachung
Bereits nach wenig mehr als 10 Jahren des neuen Jahrhunderts scheint klar, dass es mehr als jedes andere zuvor als eine Epoche der Bilder in die Geschichte eingehen wird – und dass die Bilderflut die heutige Gesellschaft massgeblich prägt. Diese Entwicklung hängt direkt mit neuen Technologien und dem Internet als digitalem – privatem und öffentlichem – Raum zusammen. Das World Wide Web bildet eine bildgewaltige, interaktive Sphäre, die sich durch Foto posts in sozialen Netzwerken und Videobeiträgen von Leserreportern oder Webcams rasend schnell erweitert. Die Multiplikation von Suchmaschinen oder Austauschportalen – Flickr, Facebook, Google Images, um nur einige zu nennen, ermöglichen einen Zugang zu visuellen Ressourcen, der vor einigen Jahren noch unvorstellbar schien. Digitale Bildtechnologien machen es uns nicht nur einfacher, das allzu menschliche Bedürfnis nach dem Blick durchs nachbarliche Schlüsselloch zu befriedigen. Auch Selbstdarsteller, Schnüffler oder Aufpasser finden durch sie ihr Glück. Ob für Behörden oder Privatpersonen: Im 21. Jahrhundert werden Grenzziehungen zwischen privatem und öffentlichem Raum zunehmend schwieriger, urheber- und persönlichkeitsrechtliche Fragen immer komplexer. Die zeitgenössische Fotokunst befindet sich unter diesen Bedingungen in Höchstform.

Trennung zwischen Öffentlichem und Privatem
Seit Beginn des neuen Jahrtausends – Google Images stammt aus dem Jahre 2011, Google Maps und Flickr wurden 2004 lanciert – nutzt die Fotografie die neuen technischen Errungenschaften, verändert sie und eignet sich neue Methoden an – bis zum Punkt, wo der Fotoapparat an den Nagel gehängt und ohne Kamera gearbeitet wird. Was auf dem Computerbildschirm erscheint, wird gesammelt, editiert, verändert, ergänzt und beschnitten. Die grosse Bewegung der Desäkularisierung des Kunstwerks unter gleichzeitiger Betonung der Appropriation und der künstlerischen Auswahl, die um 1900 begann, findet so im neuen Jahrhundert ihre Fortsetzung. Vor allem jedoch hinterfragt die zeitgenössische Fotografie die Grenzen des Sehens, sei es in Bezug auf die Trennung zwischen
Öffentlichem und Privatem, auf die Polarität zwischen Objekt und Subjekt, auf die Rahmen des Rechts oder auf die Erfahrung des Raums. Sind Überwachungskameras demokratische Hüter der Sicherheit oder liegt mit ihnen auch der Missbrauch auf der Lauer? Erschüttert die revolutionäre Kraft von iPhone-Aufnahmen nebst Regierungen auch den (Foto-)Journalismus?

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16. Bieler Fototage | Sehen und gesehen werden | bis 30. September 2012 | 23 Ausstellungen | Ko-Direktoinnen Hélène Joye-Cagnard und Catherine Kohler

1.1 Videobericht als Web-Movie
Sie können unsere Videos kostenlos mittels Embed-Code in Ihre Website einbinden. Regelmässiges und mehrmaliges Einbinden von art-tv Videos in eine andere Website als art-tv.ch bedarf unserer Zustimmung.

1.2 Web-Video auf Datenträger
Sie können einen unserer Web-Videos für 35.- Franken plus 5.- Handling auf einer CD bestellen. Es gelten dieselben Bestimmungen wie unter Punkt 1.1.

1.3 Videobericht hochauflösend
Möchten Sie den Bericht in Kinoqualität besitzen oder diesen weiterverarbeiten? Gerne erstellen wir für Sie eine Daten-DVD im gewünschten Format (MPG/DV o.ä.) für Fr. 250.- Franken. Ohne weitere Angaben erhalten Sie den Trailer im Formt DV Pal.

1.4 Kopie des Rohmaterials
In begründeten Fällen können wir Ihnen das gesamte Rohmaterial im gewünschten Format zur Verfügung stellen. Eine digitale Kopie kostet 280.- Franken*. Ist das Originalmaterial noch auf Digitalkassetten gespeichert kostet das Kopieren der ersten 100 Minuten (oder 2 DV-Bänder) insgesamt 280.- Franken, jede weitere Stunde derselben Produktion 50.- Franken*. Wünschen Sie ein anderes Format, oder haben Sie andere Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

1.5 TV und Film
Für TV-Sender oder für Filmprojekte bestehen spezielle Regelungen, bitte kontaktieren Sie uns diesbezüglich. (+41 (0) 76 337 59 99)

Rechtliches
Der Bericht und das Videomaterial dürfen nur für den Eigenbedarf verwendet werden und nicht an Dritte abgegeben oder verkauft werden. Eine andere Einbindung in eine Website als über den Embed-Code ist u.U. kostenpflichtig. Die Tarife werden im Einzelfall ausgehandelt.

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