Kunst/ArchitekturDesignKunstKunst-SzeneFotografie

Player laden ...

Haus für Kunst Uri | Urner Werk- und Förderausstellung 2018

Publiziert am 19. Dezember 2018

Singen als Muttersprache, Berglandschaften als Selbstportraits und der Herzschlag New Yorks. All das bietet die Urner Kunst.

Seit 1982 vergibt die Urner Kunst- und Kulturstiftung Uri Ausland-Ateliers, das Urner Werkjahr und Förderungsbeiträge. Mit einer öffentlichen Ausstellung und der Präsentation der Werk- und Förderungsarbeiten im Haus für Kunst Uri zeigt die Stiftung der Bevölkerung jedes Jahr das aktuelle kreative Schaffen. An der Übergabefeier der Werk- und Förderungsausstellung und beim Apéro kamen die Besucher*innen in direkten Kontakt mit den Preisträger*innen.
Mehr lesen
uri_2018_thumb

Gewinnerin des Förderbeitrags von 10’000 CHF
Franziska Brücker ist eine Musikerin, die das Singen als ihre «Muttersprache» bezeichnet. Ihre experimentelle Soundinstallation «muted memories» verbindet Musik und gesungenen und gesprochenen Text mit einer von Olivier Bucher gestalteten animierten Schrift zu einem vielsinnigen Erlebnis, das dem Auge gestattet, die Struktur des lyrischen Textes und der Komposition unmittelbar mit dem Höreindruck zu sehen. Ohne dabei in ein didaktisches Erklären zu verfallen, ist diese Installation, die die Sparten Musik, Sprache und Bild überschreitet, ein Erlebnis, das Sinnlichkeit genauso erfordert und ermöglicht wie Intellektualität. Doch wie die Grenzen der Ausdruckssprachen sich mischen, so verschieben sich andauernd die Akzente von der spontanen zur reflektierten Wahrnehmung – und auch wieder zurück.

Resultate eines Atelieraufenthalts
Lina Müller und Luca Schenardi lebten und arbeiteten während vier Monaten im Atelier der Zentralschweizer Kantone in New York. Im Vorraum zum Danioth Pavillon vermitteln sie einen Eindruck von der pulsierenden und inspirierenden Weltstadt. Ein Video lässt den Takt der Stadt hören und die Rhythmen der Bilder wahrnehmen, Tische mit von den beiden Künstler-Illustrator*innen als Kunst für den Gebrauch gestalteten Merchandise-Artikeln erzählen von den fancy stores, denen sie auf Schritt und Tritt begegnet sind. Tuschearbeiten nehmen in Fragmenten auf, was sie in ihrer intensiven New Yorker Zeit erlebten, was sich in spontanem Ausdruck niederschlug und ins eigene Arbeiten einfloss. Es ist eine lebendige Bilderchronik, weit weg von Bewältigung und noch fern von jedem Versuch, zu ordnen und abzulegen. Die Fülle wird fortwirken und für lange als Inspiration vorhalten.

Sonderausstellung Konrad Abegg
Von diesem Bild ist der Schritt in die Werkschau von Konrad Abegg im Danioth Pavillon naheliegend. Berge begegnen der Besucher*in auch hier, im kräftigen und expressiven Duktus gemalt. Fels und Wolken, Schnee und Schründe zeigen sich hinter einer lodernden Feuersbrunst, die den Eingang zum Raum verstellt und auf ihrer Rückseite von einer eisigen und urtümlichen Gebirgslandschaft beantwortet wird. Als Landschaften erscheinen diese Szenerien, und doch sind die Bilder von Konrad Abegg keine Landschaftsmalereien. Wie das, werden Sie sich fragen: Sind es nicht Wolken, Gletscher, Firne, Schnee- und Felsflächen? Ja, aber: Auch diese Bilder sind Innenbilder, sind mehr als die Wiedergabe des vom Künstler Gesehenen. Es ist die durch sein Erleben, seine Erinnerungen intensivierte Auseinandersetzung mit einem vertrauten Lebensraum, ist darüber hinaus die Auseinandersetzung mit menschlicher Existenz, mit elementarem Ausgesetztsein. Auch hier spielt Mystisches mit hinein, auch hier ist die Szenerie Schauplatz eines ununterbrochenen Befragens des eigenen Seins – gegenüber der Natur, gegenüber und innerhalb der Gesellschaft. Konrad Abegg gibt einen streng ausgewählten Einblick in sein Schaffen aus fünfzig Jahren. Ein Schaffen, das die Konstanten ebenso kennt wie die Fortentwicklung, das sich in einem steten Fluss zeigt und als unaufhörliche künstlerische Gestaltung von Erlebtem und Erdachtem. Kleine Hinweise, wie diese künstlerische Arbeit vor sich geht, woraus sie entsteht, geben die in Vitrinen ausgelegten Blätter, auf denen die Bilder und Skizzen manchmal von Texten begleitet sind. In ihnen sind Beobachtungen und Reflexionen festgehalten – oder auch Träume. Ist der Ausschnitt aus Konrad Abeggs Schaffen auch begrenzt, so stellt diese Auswahl doch einen reichen Kosmos dar, der mehr gibt als einen flüchtigen Ausdruck eines impulsiven Erlebens ebenso wie kontinuierlichen Gestaltens.

weniger lesen

Haus für Kunst Uri | «Urner Werk- und Förderausstellung 2018» | bis 06. Januar 2019 | Herrengasse 2, 6460 Altdorf

1.1 Videobericht als Web-Movie
Sie können unsere Videos kostenlos mittels Embed-Code in Ihre Website einbinden. Regelmässiges und mehrmaliges Einbinden von art-tv Videos in eine andere Website als art-tv.ch bedarf unserer Zustimmung.

1.2 Web-Video auf Datenträger
Sie können einen unserer Web-Videos für 35.- Franken plus 5.- Handling auf einer CD bestellen. Es gelten dieselben Bestimmungen wie unter Punkt 1.1.

1.3 Videobericht hochauflösend
Möchten Sie den Bericht in Kinoqualität besitzen oder diesen weiterverarbeiten? Gerne erstellen wir für Sie eine Daten-DVD im gewünschten Format (MPG/DV o.ä.) für Fr. 250.- Franken. Ohne weitere Angaben erhalten Sie den Trailer im Formt DV Pal.

1.4 Kopie des Rohmaterials
In begründeten Fällen können wir Ihnen das gesamte Rohmaterial im gewünschten Format zur Verfügung stellen. Eine digitale Kopie kostet 280.- Franken*. Ist das Originalmaterial noch auf Digitalkassetten gespeichert kostet das Kopieren der ersten 100 Minuten (oder 2 DV-Bänder) insgesamt 280.- Franken, jede weitere Stunde derselben Produktion 50.- Franken*. Wünschen Sie ein anderes Format, oder haben Sie andere Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

1.5 TV und Film
Für TV-Sender oder für Filmprojekte bestehen spezielle Regelungen, bitte kontaktieren Sie uns diesbezüglich. (+41 (0) 76 337 59 99)

Rechtliches
Der Bericht und das Videomaterial dürfen nur für den Eigenbedarf verwendet werden und nicht an Dritte abgegeben oder verkauft werden. Eine andere Einbindung in eine Website als über den Embed-Code ist u.U. kostenpflichtig. Die Tarife werden im Einzelfall ausgehandelt.

Preise exkl. MwSt

* Pflichtfeld

Kulturnachrichten

  • Kunst

    Das Kunsthaus Zürich setzt Bauhaus, Dada, die Neue Sachlichkeit sowie Design- und ...

Unser eMagazin

CLICK 2020/04
CLICK 2020/03
CLICK 2020/02

arttv Partner

Schweizer Kunstverein

Wettbewerbe

5 Streaming Gutscheine | Spielfilm | Le Milieu de l'Horizon

3 CDs | Lewis Capaldi | Divinely Uninspired To A Hellish Extent

4 CDs | Cello Suites 1-6 | Johann Sebastian Bach | Maja Weber

4 Publikationen | Ausstellung | Herzkammer - 30 Jahre Museum Langmatt | Museum Langmatt | Baden

5 Streaming-Gutscheine | Dokumentarfilm | Gateways to New York

4 Bücher | Paradies möcht ich nicht | Eric Bergkraut | Limmat Verlag

Kulturvermittlung unterstützen

Jetzt Mitglied werden