Kunst/ArchitekturDesignKunstKunst-SzeneFotografie

Player laden ...

Kloster Königsfelden, Museum Aargau | Agnes von Ungarn

Publiziert am 10. Juli 2017

Top-Managerin, Diplomatin und grosse Stifterin. In unserer Zeit würde Agnes wohl Schweizerin des Jahres.

«Königin Agnes von Ungarn – eine Habsburgerin zwischen Kloster und Eidgenossen» bietet Einblick ins Leben einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des Mittelalters. Sie hat Königsfelden gross und mächtig gemacht. Ihr sind die farbigen Kirchenfenster zu verdanken, die europaweit zu den Höhepunkten spätmittelalterlicher Glasmalerei gehören. Mehr lesen
Kloster Königsfelden

Elemente ihres Lebens
Sieben Stationen in Form von grossen architektonischen Elementen mit unterschiedlichen Szenerien erzählen Geschichten von Königin Agnes, ihrer Kindheit, den Jahren in Ungarn, ihrem Wirken als Stifterin, vom Klosterschatz bis hin zum wirtschaftlichen und politischen Agieren der beeindruckenden Persönlichkeit. Zu sehen sind auch originale Urkunden aus dem Staatsarchiv des Kantons Aargau, ein mittelalterliches Gebetsbuch aus Sarnen und als Krönung, der Chormantel aus dem Kloster Engelberg.

Von der Grafentochter zur klugen mittelalterlichen Diplomatin
Das genaue Geburtsdatum ist nicht bekannt, aber ein Franziskanerbruder des Klosters Königsfelden hielt fest, dass Agnes am 11. Juni 1364 im 84. Lebensjahr verstarb; ein stattliches Alter für die damalige Zeit. Diese Lebenszeit hat die Habsburgerin gut genutzt und viele Spuren bis in die heutige Zeit hinterlassen. Ihr Grossvater war König Rudolf I., der erste Habsburger auf dem Thron des Heiligen Römischen Reiches. Rudolfs Sohn Albrecht, der Vater von Agnes, wurde 1282 alleiniger Regent im Herzogtum Österreich und bezog kurz nach Agnes‘ Geburt die herrschaftliche Burg in Wien. Schon als Kind habe sie reges Interesse an geistlichen Dingen gezeigt, gern Predigten und auch sonst „von Gott reden“ gehört. Tänzen und Turnieren des Hofes sei sie eher entflohen – so die Königsfelder Chronik. Sicher ist, dass die Habsburger ihren Kindern eine breite und vielfältige Bildung ermöglichten, auch für Mädchen, was im 13. Jahrhundert keine Selbstverständlichkeit war.

Zwei Schicksalsschläge und ihre Folgen
1297 wurde Agnes mit Andreas III. von Ungarn verheiratet. Doch schon 1301 starb er. Agnes kehrte an den österreichischen Hof zurück, da ihre Stellung als kinderlose Witwe schwach war. Mit sich führte sie einen beträchtlichen Schatz mit Kleinodien und barem Geld. 1308 wurde ihr Vater, Albrecht I. von Habsburg, inzwischen römisch-deutscher König, bei Windisch ermordet. Agnes’ Mutter, Königin Elisabeth, gründete an der Stelle des Mordes das Doppelkloster Königsfelden als Memorialort für die Habsburger. Obwohl Agnes als wohlhabende Witwe gute Heiratschancen gehabt hätte, entschied sie sich dagegen. Nach dem Tod der Mutter 1313 übernahm sie die Sorge um das neu gegründete Kloster und etablierte es als habsburgisches Machtzentrum. Die Art und Weise, wie Königin Agnes den Ausbau der Stiftung vorantrieb und als Vertreterin der Habsburger in den Vorlanden auch politisch agierte, ist eindrücklich. Sie verfolgte ihre Ziele konsequent und mischte sich in die innere Organisation des Doppelklosters ein, obwohl sie nie in den Orden eintrat. Am Ende ihres Lebens war Königsfelden eines der reichsten Klöster im habsburgischen Einflussgebiet.

weniger lesen

1.1 Videobericht als Web-Movie
Sie können unsere Videos kostenlos mittels Embed-Code in Ihre Website einbinden. Regelmässiges und mehrmaliges Einbinden von art-tv Videos in eine andere Website als art-tv.ch bedarf unserer Zustimmung.

1.2 Web-Video auf Datenträger
Sie können einen unserer Web-Videos für 35.- Franken plus 5.- Handling auf einer CD bestellen. Es gelten dieselben Bestimmungen wie unter Punkt 1.1.

1.3 Videobericht hochauflösend
Möchten Sie den Bericht in Kinoqualität besitzen oder diesen weiterverarbeiten? Gerne erstellen wir für Sie eine Daten-DVD im gewünschten Format (MPG/DV o.ä.) für Fr. 250.- Franken. Ohne weitere Angaben erhalten Sie den Trailer im Formt DV Pal.

1.4 Kopie des Rohmaterials
In begründeten Fällen können wir Ihnen das gesamte Rohmaterial im gewünschten Format zur Verfügung stellen. Eine digitale Kopie kostet 280.- Franken*. Ist das Originalmaterial noch auf Digitalkassetten gespeichert kostet das Kopieren der ersten 100 Minuten (oder 2 DV-Bänder) insgesamt 280.- Franken, jede weitere Stunde derselben Produktion 50.- Franken*. Wünschen Sie ein anderes Format, oder haben Sie andere Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

1.5 TV und Film
Für TV-Sender oder für Filmprojekte bestehen spezielle Regelungen, bitte kontaktieren Sie uns diesbezüglich. (+41 (0) 76 337 59 99)

Rechtliches
Der Bericht und das Videomaterial dürfen nur für den Eigenbedarf verwendet werden und nicht an Dritte abgegeben oder verkauft werden. Eine andere Einbindung in eine Website als über den Embed-Code ist u.U. kostenpflichtig. Die Tarife werden im Einzelfall ausgehandelt.

Preise exkl. MwSt

* Pflichtfeld

Kulturnachrichten

  • Kunst

    Das Digital Art Zurich Festival war ursprünglich Anfang Mai geplant, nun findet es im Herbst 2020 statt.

  • Kunst

    Arnold und Urs Odermatt in der Kunsthalle Ehrfurt

  • Kunst

    Das Kunsthaus Zürich zeigt italienische Meisterzeichnungen

  • Kunst

    Das Kunsthaus Zürich setzt Bauhaus, Dada, die Neue Sachlichkeit sowie Design- und ...

Unser eMagazin

CLICK 2020/02
CLICK 2020/01
CLICK 2019/12

arttv Partner

Schweizer Kunstverein

Wettbewerbe

4 DVDs | Spielfilm | A Rainy Day in New York

4 Bücher | Postcards | Beat Schlatter | Christoph Merian Verlag

5x2 Tickets | Spielfilm | Narziss und Goldmund

3 Bücher | René Burri - Explosion des Sehens | Verlag Scheidegger & Spiess

5x2 Tickets | Spielfilm | It Must Be Heaven

3 Bücher | Benzin aus Luft | Christoph Keller | Rotpunktverlag

Kulturvermittlung unterstützen

Jetzt Mitglied werden