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Kunsthalle Palazzo | Joulia Strauss

Publiziert am 08. Juni 2011

Die Berliner Künstlerin Joulia Strauss bringt Kunst zurück zur Wissenschaft, führt Kunst und Mathematik zusammenund engagiert sich politisch für Bradley Manning.
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Hymne an Apollon
Die altgriechische Einheit von kulturellem und technischem Wissen, von Zahl, Bild und Mythos, bildet eine wichtige Grundlage der Arbeit von Joulia Strauss. Diese Verbindung wird in mehreren analog-digitalen Ausprägungen innerhalb ihres Werkes sichtbar: entweder als computergenerierte Videoanimationen, handgeflochtene, netzartige Skulpturen aus Silberdraht, schriftartige Figuren auf Gemälden oder musikalische Aufführungen wie die Performance Erste Delphische Hymne an Apollon, die 2008 in der Londoner Tate Modern und 2009 während der Ausstellung Notation im ZKM in Karlsruhe gezeigt wurde.

Alan Turing
Die in der Kunsthalle Palazzo gezeigten Werke vermitteln einen vortrefflichen Eindruck einiger Etappen der facettenreichen künstlerischen Laufbahn von Joulia Strauss. So sind beispielsweise in der Ausstellung Gemälde aus dem Jahr 2009 zu sehen, die die altgriechische Musiknotation in ein System von Tierfiguren überführen, so genannte «mathematische Operationstiere», oder ein Bild aus dem Jahr 2000, das Alan Turing zeigt, einen der einflussreichsten Pioniere der frühen Computerentwicklung und Theoretiker der Informatik. Damit offenbaren sich dem Betrachter die wichtigen Inspirationsquellen der Künstlerin: das antike und zwar archaische Griechenland und die zeitgenössische Medientheorie.

Politaktion für Bradley Manning
Für die in St. Petersburg geborene Joulia Strauss ist die Fusion von künstlerischem Dasein und aktueller Politik tonangebend. Aktuelles Beispiel ist ihre Aktion «Anamorphic Monument to Bradley Manning», die in der Kunsthalle Palazzo gezeigt wird. Der US-amerikanische IT-Spezialist und Angehörige der US-Streitkräfte Bradley Manning wurde unter dem Verdacht verhaftet, Videos und Dokumente kopiert und der Website WikiLeaks zugespielt zu haben. Seit Mai 2010 sitzt er in Einzelhaft. Joulia Strauss hat ein anamorphotisches Porträt des jungen Mannes erschaffen. Das durch die Medien verzerrte Bild dieses modernen Helden der freien Informationsgesellschaft soll durch die Aktion der Künstlerin wiederhergestellt werden.

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Modulating Politics | Joulia Strauss | Kunsthalle Palazzo Liestal | 6. Mai – 26. Juni 2011 | Skulptur – Video – Performance – Malerei | Kuratiert von Sohtirios Bahtsetzis (Kunsthistoriker Berlin/Athen) | Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiges (dt./engl.) Buch mit Beiträgen von 12 AutorInnen.

Philosophischer Brunch: Sonntag 19. Juni 2011, 11 Uhr
mit einem Vortrag von Marcus Steinweg (Philosoph Berlin) einer Performance von Joulia Strauss und einer Führung mit Sotirios Bahtsetzis

1.1 Videobericht als Web-Movie
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