KUNSTMUSEUM LIECHTENSTEIN | CHARLOTTE MOTH | TRAVELOGUE

Publiziert am 17. August 2016

Der in Paris lebenden britischen Künstlerin Charlotte Motto wird erstmals eine umfassende Museumsausstellung gewidmet. Die Abzüge ihrer Fotografiensammlung hat sie im Atelier des Sitterwerks in St.Gallen hergestellt. Ihre Bilderbank enthält auch Aufnahmen aus der Region. Ein magischer Reisebericht.
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Dinge, Raum und Zeit
Charlotte Moth ist eine Entdeckerin des Geheimnisvollen im Vertrauten. Ihre Aufmerksamkeit gilt den Räumen und den Dingen, die uns umgeben, und der Wahrnehmung von Materialität in Raum und Zeit. Die Künstlerin erfasst und erforscht Orte: alltägliche, natürliche, architektonische oder institutionelle. Und sie schafft Inszenierungen, die Werke miteinander in einen skulpturalen Dialog treten lassen und im Ausstellungsraum eine magische Atmosphäre erzeugen. Dem Publikum bietet sie überraschende Raumerfahrungen: Hinter einem schimmernden goldenen Vorhang kann Verborgenes entdeckt werden, und indem der Besucher in Räume farbigen Lichts eintaucht, wird er Teil der von der Künstlerin erschaffenen Situation.

Verborgene Dimension der künstlerischen Praxis
Moth verwendet analoge künstlerischen Mittel: Fotografie und Film, Diaprojektionen und dreidimensionale Anordnungen. Als Quelle und Bezugspunkt vieler Arbeiten dient der Travelogue (Reisebericht), eine von ihr seit 1999 angelegte Sammlung von Fotografien, die durch Recherchen stetig erweitert wird. Dazu die Künstlerin: «Die Fotografien im Travelogue warten auf den Augenblick, in dem sie nach draussen gelangen. Diese Augenblicke schaffen selbst bestimmte Räume und Zusammenhänge für die Begegnung mit einem Bild, ob nun für sich oder als Teil einer Installation, die eine ganze Reihe von Komponenten umfassen kann.»

Erkundungen nah und fern
Häufig sind es Ikonen der Architektur oder kunsthistorische Themen, die Moth anziehen. So reiste sie nach Ibiza, um den Spuren des Dadaisten Raoul Hausmann zu folgen, oder nach St. Ives, wo sie Zugang zum Atelier der britischen Bildhauerin Barbara Hepworth erhielt. Im Vorfeld der Ausstellung im Kunstmuseum Liechtenstein hat sie sich besonders mit zwei herausragenden Brückenbauten der Region auseinandergesetzt. Im Rahmen eines Gastateliers im Sitterwerk in St.Gallen konnte sie neue Werke für die Ausstellung realisieren.

Die Künstlerin
Charlotte Moth (geb.1978 in Carshalton, UK) studierte bildende Kunst am Kent Institute of Art and Design in Canterbury und an der Slade School of Art in London. Moth lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Paris und unterrichtet seit 2013 am Goldsmiths College der University of London.

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Charlotte Moth: Travelogue | 3. Juni bis 4. September 2016 | Kunstmuseum Liechtenstein, Städtle 32, 9490 Vaduz

Zur Ausstellung erscheinen eine Monografie, herausgegeben von Christiane Meyer-Stoll, mit Beiträgen von Eva Birkenstock, Penelope Curtis, Fabrice Hergott, Ian Hunt und Kasia Redzisz, sowie die Künstleredition «The Stones of Adrian Stokes, I–VI» (5 Lithografien auf BFK Rives Papier).

1.1 Videobericht als Web-Movie
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1.2 Web-Video auf Datenträger
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1.3 Videobericht hochauflösend
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1.4 Kopie des Rohmaterials
In begründeten Fällen können wir Ihnen das gesamte Rohmaterial im gewünschten Format zur Verfügung stellen. Eine digitale Kopie kostet 280.- Franken*. Ist das Originalmaterial noch auf Digitalkassetten gespeichert kostet das Kopieren der ersten 100 Minuten (oder 2 DV-Bänder) insgesamt 280.- Franken, jede weitere Stunde derselben Produktion 50.- Franken*. Wünschen Sie ein anderes Format, oder haben Sie andere Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

1.5 TV und Film
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Rechtliches
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