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Kunstpavillon Luzern | Long gone – von weit her nah heran

Publiziert am 20. November 2012

Im Kunstpavillon Luzern führen «o.T. Raum für aktuelle Kunst» und «sic! Raum für Kunst» ihr Ausstellungsprojekt 2012 durch. Mit Kunstschaffenden, die Luzern vor langer Zeit verlassen haben. Ein Wiedersehen vor Ort mit Ian Annüll, Isabelle Krieg, Damian Jurt.
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Long gone – von weit her nah heran
Für das gemeinsame Ausstellungsprojekt luden sic! und o.T. drei Kunstschaffende ein, die ursprünglich aus der Zentralschweiz stammen oder über eine längere Zeit mit ihr verbunden waren und nun schon seit langem in anderen Teilen der Schweiz oder im benachbarten Ausland wohnen. Die Gründe für ihren Weggang sind unterschiedlich: Studium, Atelierstipendium, Neugierde und das Bedürfnis nach einem Tapetenwechsel, um einige zu nennen.

Ian Annüll – Getauscht und kombiniert
Ian Annüll entlehnt seine visuellen Elemente aus unterschiedlichsten Welten: Tauschwaren aus dem Brockenhaus werden mit Zeichen aus dem Feld der Konsumgüter verknüpft. Das Werk des Künstlers ist schwer einzuordnen, gekonnt spielt er auf den Markencharakter der zeitgenössischen Kunst an und verweist ironisierend auf ökonomische und politisch-kulturelle Systeme. Seine Arbeiten funktionieren über Umdrehungen, Saltos, sowie die Rückführung und Neuzuschreibung von Bedeutungen innerhalb unserer teilweise starren Gesellschaft.

Isabelle Krieg – Gespielt und gewonnen
Ihre Arbeiten entziehen sich, obschon meist verführerisch in Form und Farbgebung, einer abschliessenden Deutung. In ihrer poetischen Sprache nimmt einen die Künstlerin mit auf den Weg, zwischen realer und fiktiver Welt, zwischen Dresden, Berlin und Zürich hin und her.

Damian Jurt – Zerrissen und zusammengefügt
Damian Jurt, der neben seiner künstlerischen Praxis zahlreiche Ausstellungen, Publikationen und andere kuratierte Formate entwickelte, beschäftigt sich immer wieder mit Artefakten und Fragen der Autorschaft. Mit der Arbeit «Ohne Titel, 2012» hinterfragt er typische Themen der neueren Kunstgeschichte wie Aneignung, Aufbewahrung und Präsentation von Bildmaterial. Dabei verschwinden die ursprünglichen Rollen vom Kunstschaffenden und Ausstellungsmacher, und die Strukturen des Kunstmarktes werden kritisch hinterfragt.

Kunstpavillon
Der Kunstpavillon, eröffnet im April 2011, ist ein neuer Ort für zeitgenössische Kunst, ein Ort für die Kunstschaffenden, für künstlerische Experimente und kritische Diskurse. An der Sälistrasse 24 haben sich die beiden über die Region hinaus wahrgenommenen Off-Spaces «o.T. Raum für aktuelle Kunst» und «sic! Raum für Kunst» zusammengeschlossen, um gemeinsam den Kunstpavillon zu gründen und als führende Plattform für junge Kunst in Luzern zu etablieren. Beide Ausstellungsinstitutionen realisieren weiterhin separate Programme und teilen sich den Kunstpavillon räumlich beziehungsweise zeitlich.

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Long gone – von weit her nah heran | Ian Annüll, Isabelle Krieg, Damian Jurt | Kunstpavillon – Luzern | Ausstellung bis 15. Dezember 2012 | Finissage und das Gespräch mit Kunstschaffenden und Irene Müller am 15. Dezember 2012

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