Die Solothurner Filmtage verleihen der Tessiner Produzentin Tiziana Soudani den "Prix d'honneur" für ihr 30-jähriges Schaffen. | Die Solothurner Filmtage verleihen der Tessiner Produzentin Tiziana Soudani den «Prix d'honneur» für ihr 30-jähriges Schaffen.

52. Solothurner Filmtage | Prix d’honneur | Tiziana Soudani

Publiziert am 05. Januar 2017

Über 100 Dokumentarfilme und erfolgreiche Spielfilme wie «Pane e tulipani» von Silvio Soldini hat sie produziert. Dem Schweizer Film in italienischer Sprache gibt sie wortwörtlich eine Stimme: Tiziana Soudani. Die Produzentin wird an den Solothurner Filmtagen 2017 mit dem «Prix d’honneur» geehrt.

Solothurner Filmtage | Prix d’honneur | Die Preisverleihung findet am Montag, 23. Januar 2017, um 18:00 Uhr im Kino Landhaus statt. Anschliessend wird «Le ultime cose» von Irene Dionisio als Schweizer Premiere gezeigt. Der Schauspieler Jean-Luc Bideau hält die Laudatio auf Tiziana Soudani, mit der ihn nicht nur der Film «Taxiphone», sondern auch eine langjährige Freundschaft verbindet.

Der «Prix d’honneur» ehrt seit 2003 Personen, die sich hinter den Kulissen für den Schweizer Film einsetzen.

Schweizer Filmpreis und internationale Anerkennungen
«Ich sehe im Prix d’honneur der Solothurner Filmtage ein wunderbares Geschenk zum dreissigsten Jubiläum meiner Firma», sagt Tiziana Soudani. «Er ist auch eine wichtige Anerkennung für das Tessiner Filmschaffen und bekräftigt mich in der kreativen Zusammenarbeit mit Filmautorinnen und -autoren». Soudani, in Locarno geboren und aufgewachsen, gründete 1987 mit ihrem Mann Mohammed Soudani die Filmproduktionsfirma Amka Films. Es folgten abwechselnde Tätigkeiten für das Festival del film Locarno und Auslandaufenthalte. Unter den vielen von ihr produzierten Filmen finden sich «Pane e tulipani» von Silvio Soldini, «Waalo Fendo (Là où la terre gèle)» (Schweizer Filmpreis, 1998) von Mohammed Soudani, «Vodka Lemon» von Hiner Saleem, «L’intervallo» von Leonardo Di Costanzo, beide in Venedig prämiert, sowie «Le meraviglie» von Alice Rohrwacher, Grosser Preis der Jury in Cannes 2014. Ihre zwei jüngsten Produktionen, «Il nido» von Klaudia Reynicke Candeloro (Cineasti del presente, Festival del Film Locarno, 2016) und «Le ultime cose» von Irene Dionisio (Settimana Internazionale della Critica Venezia) sind Regiedebüts junger Filmemacherinnen.

Über hundert Dokumentarfilme
Tiziana Soudani ist auch sehr aktiv im Bereich des Dokumentarfilms – rund hundert hat sie bis heute produziert. Viele davon wurden auf dem internationalen Parkett ausgezeichnet, zum Beispiel «Guerre sans images» von Mohammed Soudani, der im Jahr 2002 in der «Semaine de la critique» am Festival del Film Locarno lief und «An African Election» von Jarreth Merz, selektioniert am Sundance Film Festival und Gewinner des Prix du Public 2011 am Festival Visions du Réel in Nyon. Tiziana Soudani ist u.a. Expertin beim Bundesamt für Kultur und Mitglied der Schweizer und der Europäischen Filmakademie. «Mit Tiziana Soudani verleihen die Solothurner Filmtage ihren Ehrenpreis erstmals einer Produzentin. Damit betonen wir, wie wichtig Produzenten-Persönlichkeiten für den Autorenfilm und insbesondere für den Nachwuchs sind. Nicht zuletzt bedanken wir uns mit diesem Preis bei einer starken Frau, die sich seit dreissig Jahren auch für die geografische Vielfalt im Schweizer Film engagiert», erklärt Seraina Rohrer, Direktorin der Solothurner Filmtage.

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