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Kunstmuseum Luzern | Andreas Züst | Eis

Publiziert am 07. September 2020

Andreas Züsts Nachlass umfasst rund 800 Aufnahmen unterschiedlichster Eis- und Schneephänomene.

Als Kind notiert er dreimal täglich die Wetterverhältnisse, als Student der Glaziologie forscht er mehrere Monate bei Thule in Grönland und nimmt dort unter anderem Eiskernbohrungen vor. Andreas Züst sammelt Bücher und Objekte zu den Themen «Eis» und «Polarregion», Bildbände und Expeditionsberichte, aber auch Schnitzereien der Inuit. Sammelwut und forschende Neugier sind Ausgangspunkt seiner künstlerischen Arbeit, die nun im Kunstmuseum Luzern zu sehen ist.
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Melting Landscape
30. September | 18 Uhr
Wie klingt Eis? Konzert von Ludwig Berger (Klangregie, Feldaufnahmen), Dieb 13 (Plattenspieler), Julian Sartorius (Drums) und Patrick Kessler (Kontrabass, Installation)

Rundgang für die Generation 60plus
15. Oktober | 15 bis 16.30 Uhr

Aus erster Hand
25. Oktober | 11 Uhr
Mara Züst, Künstlerin und Nachlassverwalterin Andreas Züst, und Patrick Frey, Kabarettist und Verleger, führen durch die Ausstellung.

Öffentliche Führungen
Mittwochs um 18 Uhr und sonntags um 11 Uhr

Das Diakarussell «Ice»
Andreas Züsts (1947–2000) Interesse an der Welt war umfassend, von den Naturwissenschaften zur Kunstszene, von kleinen, molekularen Strukturen zum Menschsein in seiner ganzen Fülle. Sein künstlerisches Schaffen beginnt Anfang der 1970er-Jahre und endet mit seinem frühen Tod im Jahr 2000. Die Kleinbildkamera ist Züsts allgegenwärtige Begleiterin. Mit ihr erfasst und ordnet er die Welt. So entstehen thematische Serien mit hunderten Aufnahmen, die der Künstler oft intuitiv in Diakarussellen ordnet, darunter auch sechs, die er mit «Eis» bzw. «Ice» beschriftet.

Eis in seinen vielen Formen
Andreas Züsts Nachlass umfasst rund 800 Aufnahmen unterschiedlichster Eis- und Schneephänomene. Sie zeigen Eis als weite Landschaft oder als Kristalle, als leuchtendes Blau oder als grellweissen, frisch verwehten Schnee. Zu sehen ist ein Eisbär, der am einsamen Strand in die Sonne blinzelt, oder eine vereiste, vom Vollmond beleuchtete Forschungsstation. Viele Fotografien zeugen von Andreas Züsts Forschungsaufenthalt in Grönland in den 1970er- Jahren. In der Vierfachprojektion im Zentrum der Ausstellung kann das Publikum in die Farb- und Formenvielfalt von Züsts Eisuniversum eintauchen, sich von seiner Schönheit betören lassen oder sich Gedanken zur Klimaveränderung und ihren Folgen machen. Schönheit, Lebensfeindlichkeit und Vergänglichkeit wohnen diesen Eislandschaften gleichermassen inne. Eis und Schnee werden stetig weniger, die Skilifte im Zürcher Oberland sind nicht mehr in Betrieb, die Eisbären könnten bereits in weniger als 100 Jahren ausgestorben sein.

Zwei Serien
Die kleinformatige Serie res. night (1978/1979) fokussiert auf menschliche Eingriffe und Bauten in Grönland: mit Eis bedeckte Barackensiedlungen und schneeverwehte Landebahnen für amerikanische Flugzeuge, aber auch das Nachtleben in der weihnachtlich dekorierten Bar. Im Gegensatz dazu ist die 14-teilige Serie Ice-Age (Louis Agassiz) von 1989/91 farblich und formal reduziert und vom Künstler selbst vergrössert. Unter dem Namen des schweizerisch-amerikanischen Naturforschers Louis Agassiz widmet sich diese Serie den kristallinen Mikrostrukturen in einer Variation von Grautönen. Heute werden nach Agassiz benannte Orte aufgrund seiner rassistischen Haltung umbenannt. Dies wurde vor 30 Jahren noch nicht diskutiert, Andreas Züst nennt ihn im Titel wegen dessen Forschung zur Eiszeit. Malereien auf Holz zeigen, wie der Künstler mit Fotografien und Naturfarben experimentiert. Die Bibliothek Andreas Züst zum Thema «Naturwissenschaften», Objekte und Kunstwerke aus seiner Sammlung sowie der Film Picture of Light von Peter Mettler erschliessen Züsts Kosmos und laden zum Verweilen ein.

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Eis | Andreas Züst | Kunstmuseum Luzern | 22. August bis 22. November 2020

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